Kalenderwoche 39: Menschen mit wenig Geld, die ein Auto zu Erwerbs- oder sozialen Zwecken brauchen, kann mit einem pauschalen Klimageld geholfen werden, sagt Andreas Knie, Mobilitätsforscher und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Berlin könnte zudem die erste Stadt Deutschlands werden, in der ein privates Auto nicht mehr nötig ist.

Einige Parteien und Gaskonzerne versprechen: Grüner Wasserstoff könnte die Zukunft für Gasheizungen sein. Was sie nicht sagen: Grüner Wasserstoff ist extrem knapp und teuer und wird auch langfristig viel mehr kosten als Erdgas.

eine Kolumne von Volker Quaschning

Schon wieder hat die Koalition keine andere Idee, als fossilen Kraftstoff pauschal billiger zu machen. Die möglichen Alternativen, die anderswo auch funktionieren, werden ignoriert. Das ist Krisenpolitik, die die Krise verlängert.

ein Kommentar von Joachim Wille

Der Fahrplan der Bundesregierung zum Ausstieg aus fossilen Energien widerspricht ihrer aktuellen Politik. Laut Weltrisikobericht sind Stürme die teuersten und zweittödlichsten Extremwetterereignisse. Elektroautos und Solaranlagen sind in AfD-Hochburgen weniger verbreitet.

von Katharina Schipkowski, Susanne Schwarz

Advertorials

Der bezuschusste regionale Stromtarif von Naturstrom ist eine attraktive, niedrigschwellige Möglichkeit der Teilhabe für Anwohner:innen in der Nachbarschaft von Öko-Energieanlagen.

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EEG-Reform und Netzpaket

Die größte Umgestaltung des deutschen Stromsystems ist jetzt mit der EEG-Reform und dem Netzpaket im Bundestag und damit in der entscheidenden Phase. Ob die seit Monaten bestehenden Forderungen der Erneuerbaren-Branche noch eine Chance haben, ist offen.

von Jörg Staude

Zwei Jahre nach ihrer rechtskräftigen Verurteilung legt die Regierung ein überarbeitetes Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz vor, das "ANK 2.0". Von einer glaubwürdigen Politik, um Ökosysteme zum Schutz von Klimas und Biodiversität zu fördern, ist das Programm aber noch weit entfernt. 

ein Gastbeitrag von Leonie Pilgram

Extremwetter-Anpassung

Klimaschutz, Klimaanpassung und Energiewende müssen konsequent umgesetzt werden, fordert der Extremwetterkongress in Hamburg. Was der Schirmherr aus der Politik ankündigt, hört sich nicht unbedingt nach Durchstarten an.

von Verena Kern

Vor dem Klimagipfel COP 31

UN-Generalsekretär Guterres fordert, Öl-, Gas- und Kohlekonzerne stärker zu besteuern, um sie am Klimaschutz zu beteiligen. Auf dem kommenden Weltklimagipfel soll die Elektrifizierung vorangebracht werden.

von Joachim Wille

Der neue "Planetary Health Check" des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung zeigt: Die Menschheit überschreitet inzwischen die meisten Belastungsgrenzen der Erde – und die Lage verschärft sich. Dabei sind viele Probleme miteinander verbunden, ließen sich also auch zusammen lösen.

von Joachim Wille

Empfehlungen der Redaktion

Industrielle Landwirtschaft, Abholzung und Klimawandel fordern ihren Tribut: Über ein Drittel der weltweiten Landfläche ist mittlerweile eine Hochrisikozone, zeigt eine aktuelle Studie. Das destabilisiert die Biosphäre und gefährdet unsere Lebensgrundlagen.

von Tine Heni

Nicht viele Wissenschaftler schaffen es, weit über die Grenzen ihrer eigenen Disziplin hinauszuwirken. Der US-amerikanischen Politikwissenschaftlerin Elinor Ostrom aber ist das gelungen. Mit ihrer Analyse der Gemeingüter gibt sie Menschen das Vertrauen zurück, an ihre eigene Gestaltungsmacht zu glauben.

von Eva Mahnke, Daniel Boese

Viele Unternehmen kaufen sich mit freiwilligen CO2-Zertifikaten von ihren Emissionen frei. Doch ein Großteil dieser Zertifikate ist wertlos, wie eine umfassende Recherche aufdeckt. Einige der größten Unternehmen der Welt sind davon betroffen.

von David Zauner

Uniper und Sefe wurden in der Gaskrise verstaatlicht, nun sollen sie wieder weitgehend in private Hände. Die Linke hält das für den falschen Weg – und will aus den Energiekonzernen gemeinwohlorientierte Unternehmen machen.

von David Zauner

Der gute Wille

Die EU hat es gleich mit drei "Kipppunkten" zu tun, sagte Ursula von der Leyen jüngst. Europa soll nun Spitzenreiter für Anpassungstechnologien werden. Doch wenn das Klima wirklich kippt, nützt die beste Technik nichts.

eine Kolumne von Joachim Wille