Wir schreiben das Jahr 2019. "Klimaschutz" ist in aller Munde und es braucht dringend Orte, Organisationen und Veranstaltungen, um diese Energie zu vereinen und ihre volle Wirkmacht zu entfalten. Damals organisierte ein Bündnis aus ökologischen Aktiven erstmals die "Lange Nacht des Klimas" in Berlin, die mit rund 800 Besucher:innen bereits großen Anklang fand.
Nach coronabedingter Zwangspause erhielt die zweite Ausgabe im Jahr 2023 sogar noch mehr Zulauf, was sicher nicht zuletzt dem so spannenden wie hochkarätigen Line‑up an Sprecher:innen und Künstler:innen – von Luisa Neubauer über Professor Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung bis hin zu Katja Diehl – zu verdanken war.
Inzwischen haben multiple politische Krisen das Thema Klima etwas aus den Schlagzeilen verdrängt. Höchste Zeit also, es wieder ganz nach vorne zu bringen. Darum lädt die dritte Lange Nacht des Klimas am 13. September 2025 alle Interessierten und Klimabewegten herzlich in die Kulturfabrik Berlin-Moabit ein, um sich zu informieren, sich inspirieren zu lassen, sich auszutauschen, sich zu vernetzen und natürlich auch, um gemeinsam zu feiern.
Ab 16 Uhr bis tief in die Nacht hinein erwartet die Besucher:innen auf verschiedenen Floors ein reichhaltiges Programm aus über 40 Acts mit Vorträgen, Diskussionen, Workshops, Filmvorführungen, Musik und Mitmach-Angeboten – sogar eine Buchpremiere ist dabei.
Und das Beste: Der Eintritt ist kostenlos.
Fühlen, wissen, handeln
Die Idee hinter der "Langen Nacht des Klimas" ist die eines bunten Festivals für Jung und Alt, für Klimabewegung und Interessierte, für Laien und Expertinnen, in dem die drängendste Frage der Zeit unter allen möglichen Blickwinkeln betrachtet wird – mit Ernsthaftigkeit und Expertise, aber lieber mit Aufbruchs- statt Endzeitstimmung.
Unter den Hauptrubriken "Fühlen", "Handeln" und "Wissen" werden im Programm viele aktuelle Fragen rund um die Klimakrise behandelt:
- Auf der Spur: Fehler im System – fossile Finanzströme und grüner Kapitalismus
- Aus der Erde: Von kleinen Wäldern, alten Mooren und neuen Moosen
- Auf Messers Schneide: Vom globalen Klimarecht zur großen Klima(un)gerechtigkeit
- Aus den Puschen: Aktivismus oder Apathie? Wie Bewegung in die Bewegung kommt
- Auf der Kippe: Wo das Klima zu kollabieren droht und was uns noch retten kann
- Aus dem Haus: Wie Architektur und neue Technologien den Klimaschutz voranbringen
Auch zur dritten "langen Nacht" haben sich zahlreiche namhafte Stimmen aus Wissenschaft, Kunst und Zivilgesellschaft angekündigt: So stehen unter anderem die Kunstaktivistin Cesy Leonard, der Klimaforscher Anders Levermann, Sozialforscher Fritz Reusswig, die Moorforscherin Susanne Abel, der Comedian Sebastian 23, die Finanzaktivistin Andrea Soth und der Klimagerechtigkeitsaktivist Peter Emorinken-Donatus auf dem Programm.
Ein besonderes Highlight: Philipp Staab, Professor an der Berliner Humboldt-Universität, feiert mit einer Präsentation die Berlin-Premiere seines brandneuen Buchs "Systemkrise. Legitimationsprobleme im grünen Kapitalismus".
Im Filmrauschpalast wird unter anderem der Dokumentarfilm "Bolivia Burning" von The Gecko Project gezeigt, zusätzlich wird der bolivianische Biologe Alfredo Romero Muñoz über die Lage des dortigen Regenwaldes sprechen. Der Urgewald-Film "Auf den Spuren des Geldes" zeigt, was zivilgesellschaftliches Engagement bewirken kann.
Zudem werden Filme von ganz jungen Filmemacher:innen gezeigt, die im Rahmen des Schulprojekts "Sideviews" entstanden sind. Nach jeder Vorführung wird es jeweils ein Q&A zu Themen, Hintergründen und Projekten mit Experten geben.
Gut gelaunt für eine bessere Zukunft
Natürlich soll es bei so viel Input nicht nur ernst zugehen – schließlich soll es ja Freude machen, sich für eine bessere Welt einzusetzen. Darum sorgt ein Live-Musikprogramm für Stimmung und Auflockerung. Dazu gibt's im Windlicht, dem Garten der Kulturfabrik, laufend Music Acts und kleine Lesungen.
Die dritte "Lange Nacht des Klimas" wird veranstaltet vom Verein Kulturfabrik Lehrter Straße 35 mit Unterstützung der Genossenschaften BürgerEnergie Berlin und Elektrizitätswerke Schönau.
Vollständiges Programm und weitere Informationen: langenachtdesklimas.de
Dort findet man außerdem Infostände, Kinderspaß sowie Workshops, bei denen man beispielsweise im Energiewendemobil spielerisch forschen kann. Für Verpflegung mit leckerem (veganem) Essen und Getränken ist selbstverständlich gesorgt.
Eine absolute Terminempfehlung also für alle, die ein spätsommerliches Wochenende in bester Gesellschaft verbringen wollen.
Dieser Beitrag wurde nicht von der Redaktion erstellt. Er ist in Kooperation den Elektrizitätswerken Schönau eG (EWS) in der Rubrik Advertorials erschienen.
