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Zu einer echten Tour d'Horizon über Energiepolitik und Energiewirtschaft entwickelte sich Ende Mai im Publix-Haus in Berlin-Neukölln die Podiumsdiskussion zum streitbaren Thema: "Rollback bei der Energiewende?" 

Das gemeinnützige Portal Klimareporter° hatte dazu drei hochkarätige Expertinnen eingeladen: die Präsidentin des Bundesverbandes Erneuerbare Energie, Ursula Heinen-Esser, die Energieökonomin Claudia Kemfert sowie Sophia Eltrop, Vorständin beim Ökoenergieversorger Naturstrom AG. Moderiert wurde die Veranstaltung von Jörg Staude.

 

In der fast zweistündigen Debatte auf dem Podium und mit dem Publikum begründete Ursula Heinen-Esser, warum so ein knorriges Wort wie "Redispatch" eine ganze Branche aufs Abstellgleis schieben würde – aber auch, warum sie noch voller Hoffnung ist: Weil es im Grunde nur noch darauf ankomme, zwei Akteure von den Erneuerbaren-Zielen zu überzeugen: Eon und das Bundeswirtschaftsministerium.

Claudia Kemfert ging der Frage nach, ob sich die erneuerbaren Energien, vor allem Photovoltaik und Windkraft, wegen ihrer geringen Kosten ohnehin am Markt durchsetzen werden – auch gegen bremsende Politik. Auch klärte sie auf, ob Deutschland in der größten fossilen Energiekrise nicht auch neue Gaskraftwerke bauen muss und ob die Medien der Energiewende neue Aufmerksamkeit widmen.

Sophia Eltrop von der Naturstrom AG stellte sich auf dem Podium einer allzu pessimistischen Sicht auf die Zukunft der Energiewende entgegen. Trotz aller Probleme könne immer etwas getan werden, sagte sie und erläuterte, warum ihr Unternehmen eine spezielle Liste mit Verteilnetzbetreibern führt.

Dies sind nur einige Highlights aus nahezu zwei Stunden intensiver Debatte – Reinschauen und Durchhören lohnt sich! 

 

Redaktioneller Hinweis: Claudia Kemfert gehört dem Herausgeberrat von Klimareporter° an.

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