Eine Greenpeace-Studie sieht zunehmende Risiken für die Preisstabilität durch mehr Hitzewellen und Überflutungen. Der CO2-Aufschlag sorgt für zusätzlichen Preisdruck. Die Autoren sehen die Europäische Zentralbank am Zug.
Die Hochwasser im Juli waren eine humanitäre Katastrophe und zerstörten das Hab und Gut tausender Menschen. Jetzt haben die Versicherungen ihre Kosten aufsummiert. Mehrere Behörden haben sich indes zusammengeschlossen und mahnen an: Deutschland muss sich besser auf die Folgen der Klimakrise vorbereiten.
Mit der ersten Testlieferung eines schwedischen Herstellers beginnt das Zeitalter des "Klimastahls". Er wird mit erneuerbarem Wasserstoff statt mit Koks und Kohle produziert. Ob er wettbewerbsfähig sein wird, hängt auch von den Rahmenbedingungen ab.
Wie bringt man Stromkonzerne dazu, relativ neue Kohlekraftwerke stillzulegen? Man kauft sie ihnen ab und tut es selbst. Mit einem kreativen Finanzmechanismus soll sich das auch für private Investoren rechnen. In Südostasien wird es nun getestet.
Der bezuschusste regionale Stromtarif von Naturstrom ist eine attraktive, niedrigschwellige Möglichkeit der Teilhabe für Anwohner:innen in der Nachbarschaft von Öko-Energieanlagen.
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Die Bundesregierung und der Wasserstoffrat halten an einer nuklear-fossilen Option für die Wasserstoff-Erzeugung fest. Klimapolitisch ist es dagegen angezeigt, das zunächst knappe Gut "grüner Wasserstoff" vor allem zur Dekarbonisierung der Stahlindustrie einzusetzen.
ein Gastbeitrag von Verena Graichen,Oliver Powalla
Der grüne Markt ist wie kaum ein zweiter in jüngster Zeit in Bewegung geraten. Soziale und ökologische Nachhaltigkeit wird immer wichtiger. Doch beim populären Thema Divestment scheiden sich die finanzdienstleistenden Geister.
Der Weg zur Klimaneutralität ist lang und schwierig. Ein Forschungsteam hat nun einen Vorschlag vorgelegt, um die Dekarbonisierung zu beschleunigen: Wer sein CO2-Budget überzieht, soll darauf echte Zinsen zahlen.
Selbst die klimafreundlichsten Unternehmen in einer Wertpapierauswahl stoßen Treibhausgase aus. Neue Finanzprodukte sollen es ermöglichen, die durch die Investition entstehenden CO2-Emissionen durch einen Beitrag für ein Klimaschutzprojekt auszugleichen.
Über eine Modernisierung des umstrittenen Energiecharta-Vertrags verhandeln ab heute wieder mehr als 50 Staaten in Brüssel. Die Klima- und Umweltbewegung fordert, das rechtliche Fossil zu beerdigen – die EU scheint eher kapitulieren zu wollen.
Männer geben ihr Geld eher für klimaschädliche Dinge aus als Frauen, sagen Studien. Für Mobilitätsforscherin Meike Spitzner liegt der Kern des Problems aber tiefer: in Strukturen, die einen großen Teil des Lebens und Wirtschaftens unsichtbar machen.
Viele Unternehmen kaufen sich mit freiwilligen CO2-Zertifikaten von ihren Emissionen frei. Doch ein Großteil dieser Zertifikate ist wertlos, wie eine umfassende Recherche aufdeckt. Einige der größten Unternehmen der Welt sind davon betroffen.
Extremwetterereignisse häufen sich aufgrund der voranschreitenden Klimaveränderungen. Jeffrey Andrews vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie hat in Tansania erforscht, wie Klimaschock-Erfahrungen die Entwicklung von sozialem Verhalten beeinflussen könnten.
Christine Lagarde will mit ihrer Euro-Zentralbank die europäische Klimapolitik beflügeln. Der neue Finanzstabilitätsbericht der EZB analysiert erstmals die Auswirkungen des Klimawandels auf Banken, Fonds und Versicherungen. Sofort reagieren will Lagarde jedoch nicht.
Vor dem G7-Gipfel in Cornwall fordert die Entwicklungsorganisation Oxfam mehr Ehrgeiz beim Klimaschutz. Andernfalls drohten sehr hohe Kosten. Die Verluste der jährlichen Wirtschaftsleistung könnten doppelt so hoch ausfallen wie bei der Corona-Pandemie.