Der Kompromiss zum "Heizungsgesetz" dient dem Schutz von Wohnungsmietern und wirkt im Sinne des Klimaschutzes abschreckend. Nicht-vermietenden Wohnungseigentümern bleibt die Freiheit zur Selbstschädigung. Dass aber der Mietmarkt für Gewerbeimmobilien anders als vereinbart ausgelassen wird, ist skandalös.
Bestimmte Verbrauchskosten neuer Gasheizungen werden künftig zwischen Vermietern und Mietern geteilt. Mit diesem Kompromiss will die Koalition die Mietenden vor hohen Gaspreisen schützen.
Trotz vieler Vorteile wird das Potenzial von Wärmegenossenschaften noch nicht ausgeschöpft. Die oft ehrenamtlichen Projekte stoßen schnell an Grenzen. Planung, Finanzierung und Betrieb der genossenschaftlichen Wärmewende erfordern professionelle Strukturen und verlässliche Rahmenbedingungen.
ein Gastbeitrag von Katharina Habersbrunner,Pascal Lang
Allein in den Gebäuden stecken in Deutschland rund 20 Milliarden Tonnen an Materialien – das ist unser Rohstofflager der Zukunft, meint der Umweltrat SRU und verlangt in seinem neuen Gutachten den Übergang zum zirkulären Bauen. Das würde ökologischer sein und das Land resilienter machen.
Der bezuschusste regionale Stromtarif von Naturstrom ist eine attraktive, niedrigschwellige Möglichkeit der Teilhabe für Anwohner:innen in der Nachbarschaft von Öko-Energieanlagen.
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Die Umweltstiftung WWF fordert von der schwarz-roten Koalition Änderungen am geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz. Es müsse konsequent auf Wirtschaftlichkeit, Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit ausgerichtet werden.
Sollen Vermieter künftig hohe Kosten für Heizgas mittragen, die bisher die Mieter allein bezahlen? Diese Frage verhindert die Einigung der Koalition beim neuen Heizungsgesetz. Außerdem steht die Klimaneutralität 2045 infrage.
Die Warnung vor dem "Teuer-Heizen-Gesetz" ist derzeit ein beliebter Frame in Verbänden und der grünen Politik. Der gewollte Ausstieg aus der Erdgasnutzung ist aber nicht vordergründig eine Frage des Preises. Entscheidend fürs Klima ist der Stopp fossiler CO2-Emissionen.
Rund 80 Prozent der Deutschen wollen, dass die Bundesrepublik weniger abhängig von fossilen Importen wird. Neue Umfrageergebnisse zeigen beim Heizungstausch nicht so viel Polarisierung, wie Debatten in Politik und Medien vermuten ließen.
Gasheizung, Wärmepumpe, Pellets, Ölkessel: Die Bundesregierung lässt alle Systeme wieder für den Neueinbau zu. Welche sind die besten für Klima und Portemonnaie?
Tausende Hitzetote, immer mehr Allergiker, West-Nil-Fieber in Sachsen: Schon heute macht die Klimakrise krank. Wie können wir uns schützen? Ein Gespräch mit der Umweltmedizinerin Claudia Traidl-Hoffmann über die Pandemien der Zukunft und das große Vorbild Frankreich.
Die Erderhitzung noch bei 1,5 Grad zu halten, würde an ein Wunder grenzen. Das kann man dem neuen Bericht des Weltklimarats entnehmen. Entscheidende Punkte haben die Regierungen aber aus der üblichen Zusammenfassung herausverhandelt. So kann das nichts werden.
Kann ein Leuchtturm fern vom Meer Wandel bewirken? Ja, sagt der britische "Artivist" John Jordan. Transformation entsteht nicht, weil die Menschen die Fakten kennen, sondern weil sie träumen.
Wieder ist Krieg und wieder explodieren die Öl- und Gaspreise. Was tut die Bundesregierung? Sie ändert das Heizungsgesetz, sodass wir länger von Öl und Gas abhängig bleiben. Energiesicherheit gibt es nur mit erneuerbaren Energien und Wärmepumpen.
Das neue Heizungsgesetz der Merz-Koalition gefährdet nach Berechnungen des Öko-Instituts Deutschlands Klimaziele. Das liegt vor allem am geplanten Wegfall der 65-Prozent-Regel für den Heizungseinbau.