Ernährung, Tierschutz und Klima

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner will jetzt die Einführung einer Fleischsteuer prüfen lassen, um so mehr Tierwohl zu ermöglichen. Damit spielt sie auf Zeit – und wälzt die Verantwortung wieder einmal auf die Verbraucherinnen ab.

ein Gastbeitrag von Michael Kopatz

In Deutschland fliegen pro Kopf und Woche 1,5 Kilo Lebensmittel in den Müll – das ist ziemlich genau der Weltdurchschnitt, hat ein UN-Report ermittelt. Fast ein Zehntel des globalen Treibhausgasausstoßes geht auf das Konto der zwischen Acker und Teller verlorenen Lebensmittel.

eine Kolumne von Joachim Wille

Die Klimafolgen von Landwirtschaft und Ernährung sind fatal, oft wird aber nur über den individuellen Konsum diskutiert. Eine Analyse zeigt, wie stark die Tierindustrie staatlich gefördert wird. Für den nötigen Abbau der Tierbestände braucht es daher jetzt politische Lösungen – die keine halbherzigen Reformen bleiben dürfen.

ein Gastbeitrag von Friederike Schmitz, Friedrich Kirsch

Winter-Wetter-Bilanz und Ausblick

Der Winter hat durchschnittliche Niederschläge gebracht, sogar etwas mehr – doch um die drei vergangenen trockenen Jahre auszugleichen, reicht das bei Weitem nicht. Die Böden sind nur oberflächlich feucht. Ein weiteres Dürrejahr träfe die Land- und Forstwirtschaft hart.

von Joachim Wille

Advertorials

Der bezuschusste regionale Stromtarif von Naturstrom ist eine attraktive, niedrigschwellige Möglichkeit der Teilhabe für Anwohner:innen in der Nachbarschaft von Öko-Energieanlagen.

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Vegane Alternativprodukte unter Druck

Hersteller pflanzlicher Milch-Alternativen kämpfen gegen schärfere Kennzeichnungsregeln. Möglicherweise dürfte die Verpackung dann nicht einmal CO2- oder Geschmacksvergleiche mit tierischen Produkten zeigen. Das fordert die Milchindustrie, die angeblich Verwechslungen mit ihren Produkten fürchtet. Ein Haferdrink-Hersteller fragt die Verbraucher: "Are you stupid?"

von Joachim Wille

Wir Menschen haben einen lebenswichtigen Kreislauf unterbrochen: Mit unseren Nutzpflanzen entnehmen wir Material vom Acker und bringen es nicht wieder zum Verrotten dorthin zurück. Das hat weitreichende Konsequenzen für die Humusvorräte. Mit regenerativer Landwirtschaft ließe sich das Problem lösen.

ein Gastbeitrag von Frederick Büks

Serie: Klimarettung 2021

Was für das 1,5-Grad-Ziel nötig wäre, hat die Welt 2020 fast geschafft – nicht mit Klimapolitik, sondern mit Corona-Lockdowns. Trotzdem kann 2021 ein Startpunkt für die Klimawende werden. In einer Serie zeigt Klimareporter° auf, was dafür passieren muss. Teil 10 und Schluss: Ernährungsumstellung.

von Joachim Wille

Der Klima-Lügendetektor

Wer eine Bundesregierung wie die unsere hat, bekommt "Klimaschutz mit Biss". So jedenfalls sieht sie es selbst, wenn sie schreibt: "Wir stärken den Ökolandbau." Eine sehr steile These für eine Regierung, die seit 28 Jahren jedes Ökolandbauziel vergeigt hat.

von klima-luegendetektor.de

Der Veggie-Burger darf weiter Veggie-Burger heißen, das EU-Parlament hat den Vorstoß der Agrarverbände für ein Namensverbot abgewehrt. Dabei ist Veganismus immer noch ein recht kleines Pflänzchen in Europa. Woher kommt die Nervosität der Branche?

eine Kolumne von Verena Kern

Empfehlungen der Redaktion

Vor zehn Jahren erschütterte "Dieselgate" den VW-Konzern und die deutsche Autoindustrie. Bis heute ist vieles nicht aufgeklärt und die Branche hat nichts aus den Fehlern gelernt, kritisiert ein Verkehrsverband.

von David Zauner

Von den ewigen Nörgeleien der Energiewende-Skeptiker und den lauter werdenden Beschwörungen eines umweltbedingten Totalzusammenbruchs hält Stefan Rahmstorf nichts. Der Physiker am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung will die Botschaften der Wissenschaft aber auch nicht zu positiv verkauft wissen.

Interview: Astrid Dähn

Ich wurde auf einem Pressefoto mit Luisa Neubauer und anderen weißen Klimaaktivistinnen unsichtbar gemacht. Vor kaum einem halben Jahr ist der ugandischen Klimaaktivistin Vanessa Nakate mehr oder weniger dasselbe passiert. Der Unterschied: Diesmal waren Menschen aus der Klimabewegung verantwortlich. Menschen, die ich Kolleg:innen und Freund:innen nenne.

ein Gastbeitrag von Tonny Nowshin

EU hält an Flächenprämie fest

Auch in den kommenden sieben Jahren sollen die milliardenschweren Agrarsubventionen hauptsächlich nach Größe der landwirtschaftlichen Fläche verteilt werden. Die Beschlüsse des EU-Ministerrats und des Europaparlaments stehen einer Neuausrichtung der Agrarpolitik entgegen.

von Sandra Kirchner

Während die EU ihr Klimaziel nach oben schraubt, heißt das Motto bei der europäischen Landwirtschaft: Weitermachen wie zuvor. Eine Studie des Öko-Instituts zeigt nun: Der Agrarsektor könnte bald zum Umwelt-Sorgenkind der EU werden.

von Ben Balzereit