Kalenderwoche 21: Dass die Autokonzerne nun endlich die Kehrtwende beschließen und klimaneutral werden wollen, hat nicht zuletzt mit den CO2-Grenzwerten der EU zu tun, sagt Andreas Knie, Sozialwissenschaftler, Mobilitätsforscher und Mitglied des Kuratoriums von Klimareporter°.

Serie Finanzwende

Auch in Japan, dem diesjährigen G20-Gastgeber, ist das Bewusstsein für klimabezogene Risiken in den vergangenen Jahren gestiegen. Der Weg zu einem vollständig nachhaltigen Finanzsystem ist aber noch weit.

ein Gastbeitrag von Kim Schumacher

Verbände legen Fünf-Punkte-Katalog vor

Sie sind kaum noch zu zählen: die dringlichen Appelle, Energiesteuern und -abgaben zu reformieren, um endlich bei der Energiewende voranzukommen – mit Sektorkopplung und flexibler Versorgung. Jetzt waren in Berlin der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) und der Speicherverband BVES dran.

von Jörg Staude

Strukturwandel in Kohleregionen

Mit einem Monat Verspätung hat das Bundeskabinett heute die Eckpunkte für ein "Strukturstärkungsgesetz" beschlossen. Die Regelungen, um den Kohleregionen bis 2038 zunächst 14 Milliarden der insgesamt versprochenen 40 Milliarden Euro zukommen zu lassen, sollen noch vor der Sommerpause verabschiedet werden.

von Jörg Staude

Advertorials

Der bezuschusste regionale Stromtarif von Naturstrom ist eine attraktive, niedrigschwellige Möglichkeit der Teilhabe für Anwohner:innen in der Nachbarschaft von Öko-Energieanlagen.

Wirtschaftsministerin Reiche plant Milliarden-Subventionen für neue Gaskraftwerke. Doch die verstoßen gegen EU-Recht und blockieren Speicher, flexible Stromtarife und Innovationen für 100 Prozent Erneuerbare, sagt Sönke Tangermann, Vorstand von Green Planet Energy. Die Energie-Genossenschaft hat Beschwerde bei der EU eingereicht.

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Automobilwirtschaft verspricht Netto-Null

Während die Kanzlerin noch darüber diskutieren will, wie Deutschland "klimaneutral" werden kann, wollen Daimler, Bosch und Co künftig so weit wie möglich Kohlendioxid-frei produzieren – durch Einsparungen beim Energieverbrauch und durch die Nutzung erneuerbarer Energien. Für verbleibende Emissionen sollen CO2-Zertifikate gekauft werden.

von Joachim Wille

Vor allem Städte und Gemeinden, aber auch die Immobilienwirtschaft treiben in Schweden den Markt für grüne Anleihen an und machen das Land so zu einem Pionier für nachhaltige Finanzen. Allerdings fehlen nach wie vor verbindliche Standards.

ein Gastbeitrag von Gregor Vulturius

Dossiers

Klimapolitisches Rollback

Serie: Chinas Klima- und Umweltpolitik

Serie: Grüne Geldanlage

Der gute Wille

Solarmodule lassen sich so auf Feldern aufstellen, dass darunter gut Ackerbau betrieben werden kann. Das hat jetzt ein zweijähriges Forschungsprojekt am Bodensee gezeigt. Bauern könnten also künftig mit eigenem Ökostrom über die Äcker "dieseln".

eine Kolumne von Joachim Wille

Aus der rot-grünen Steuerreform lernen

CO2-Steuern und ökologisch wahre Preise sind notwendig – sie reichen für eine gute Klimapolitik aber nicht aus. Nötig ist auch die Rückkehr des Gemeinsinns und des Gemeinwohls ins Wirtschaftsleben.

ein Gastbeitrag von Reinhard Loske

DBU-Chef im Interview – Teil 2

Die junge Generation erwartet, dass beim Klimaschutz viel schneller und konsequenter gehandelt wird. Das Wissen dafür ist vorhanden, betont der Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, Alexander Bonde, im zweiten Teil des Interviews. Hauseigentümer brauchten Anreize, um die energetische Sanierung endlich in Gang zu bringen.

Interview: Joachim Wille

Empfehlungen der Redaktion

Verkehrsforscherin kritisiert Klimastudien

Männer geben ihr Geld eher für klimaschädliche Dinge aus als Frauen, sagen Studien. Für Mobilitätsforscherin Meike Spitzner liegt der Kern des Problems aber tiefer: in Strukturen, die einen großen Teil des Lebens und Wirtschaftens unsichtbar machen.

von Sandra Kirchner

Große Supermarktketten fahren mit dem Soja-Geschäft Millionengewinne ein. Landwirt:innen schreiben rote Zahlen. Es brauche klare Regeln, um die Macht des Einzelhandels zu beschränken, findet die "Aktion Agrar" und kündigt Proteste an.

von David Zauner

Vom Elektroauto bis zum Smartphone: Nickel ist ein weltweit gefragter Rohstoff. Der Abbau in Guatemala hat schwere Folgen für die Umwelt und die indigenen Gemeinden, sagt Nati Garcia von der Menschenrechtsorganisation Cultural Survival. Die starken Proteste dürfen im globalen Norden nicht ignoriert werden.

Interview: Merle Groneweg

Meinungen

ein Gastbeitrag von Fritz Vorholz
ein Gastbeitrag von Torben Fischer, Philip Rathgeb, Leonce Röth, Maike Wittmann
ein Kommentar von Jörg Staude

Müll- statt Kohleverbrennung

Am Standort des Braunkohlekraftwerks Jänschwalde will der Lausitzer Kohlekonzern Leag eine "Energie- und Verwertungsanlage" bauen. Möglicherweise will sich das Unternehmen absichern, falls die Kohleverstromung früher endet als bisher geplant.

von Jörg Staude

Eckpunkte für "Strukturstärkungsgesetz"

Kommenden Mittwoch soll das Bundeskabinett endlich über das "Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen" entscheiden. Es ist Teil der Regelungen, mit denen der Kompromiss zum Kohleausstieg umgesetzt wird. In einem Klimareporter° vorliegenden Eckpunkte-Entwurf zeichnen sich allerdings noch große Streitpunkte zwischen Bund und Ländern ab.

von Jörg Staude