Kalenderwoche 40: Mit ihrem Diesel-Konzept bekommt die Bundesregierung die Städte nicht sauber, sagt Claudia Kemfert, Professorin für Energiewirtschaft, Chefin des Energie- und Umweltbereichs am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung DIW und Mit-Herausgeberin von Klimareporter°. Die Politik muss die Autobauer zur Erneuerung bewegen.
In der Kohlekommission soll es vor allem um den Strukturwandel gehen, fordert die Politik, warnt aber unablässig vor hohen Kosten und zieht die Bremse an. Dieses Herangehen stellte sich schon in der Vergangenheit als falsch heraus, wie ein neuer "Kohlereader" zeigt. Tatsächlich übersteigt der Nutzen des Kohleausstiegs die Kosten deutlich.
Rund 1.400 neue Kohlekraftwerke befinden sich weltweit in Planung. Viele der verantwortlichen Unternehmen sitzen in China, aber auch deutsche Konzerne mischen mit.
Südkoreas Stromerzeugung hängt an der Kohle. Erstmals wollen nun zwei Pensionsfonds ihre Gelder aus klimaschädlichen Investitionen abziehen, und die Kohleprovinz Süd-Chungcheong tritt einer globalen Anti-Kohle-Allianz bei.
Gerade bei steigenden Strompreisen stellt sich für viele Solarhaushalte die Frage, ob ein leistungsfähigeres Speichersystem langfristig die bessere Investition ist. Bei der Anker Solix Solarbank 4 Pro kann das System mit steigenden Anforderungen wachsen.
Der bezuschusste regionale Stromtarif von Naturstrom ist eine attraktive, niedrigschwellige Möglichkeit der Teilhabe für Anwohner:innen in der Nachbarschaft von Öko-Energieanlagen.
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Der Europäische Gerichtshof hat Deutschland wegen zu laxen Umgangs mit Daimler verurteilt. Der Autokonzern hatte die Klimaanlagen in Neuwagen zu spät auf das klimafreundlichere Kältemittel R1234yf umgestellt. Nun rächt sich, dass die Autobauer nicht schon längst auf das natürliche Kältemittel CO2 gegangen sind.
Das Europaparlament will, dass die Autokonzerne den CO2-Ausstoß ihrer Pkw bis 2030 um 40 Prozent senken. Der Regierungen der EU-Staaten wollen sich am Dienstag im Ministerrat auf eine gemeinsame Position festlegen. Deutschland setzt sich für schwache Vorgaben ein.
Bei der Sonnenenergie sind die östlichen Bundesländer den westlichen deutlich voraus. Pro Einwohner ist hier fast doppelt so viel solare Leistung installiert wie im Westen. Doch insgesamt geht der Zubau nicht schnell genug voran.
Die große Koalition hat sich nun doch zu einem Maßnahmenpaket für ältere Dieselfahrzeuge durchgerungen. Doch selbst wenn die Autoindustrie doch noch mitziehen würde, wäre beim Problemthema Verkehr wenig gewonnen.
Kaffee, eins der beliebtesten Getränke hierzulande, gibt es neuerdings auch "klimaneutral" von einer Kooperative in Costa Rica. An ein Klima-Siegel, das interessierte Kunden darauf hinweist, hat aber noch niemand gedacht.
Lässt sich das 1,5-bis-zwei-Grad-Limit vorübergehend überschreiten und später durch "negative Emissionen" doch noch einhalten? Vielleicht – aber dann nur auf Kosten der Biodiversität, ergibt eine Studie. Und auch die Rückholtechnologien selbst setzen die Artenvielfalt aufs Spiel.
Je länger sich die Welt als unfähig erweist, die Klimakrise zu bewältigen, desto verlockender wird Geoengineering. Ein neuer Forschungsbericht bringt Wind in die Debatte. Über einen Ansatz mit enormen Nebenwirkungen – und einer eingebauten Veranlagung zum Scheitern.
Vom Elektroauto bis zum Smartphone: Nickel ist ein weltweit gefragter Rohstoff. Der Abbau in Guatemala hat schwere Folgen für die Umwelt und die indigenen Gemeinden, sagt Nati Garcia von der Menschenrechtsorganisation Cultural Survival. Die starken Proteste dürfen im globalen Norden nicht ignoriert werden.
Heute kommt der Kohle-Ausstieg einen kleinen Schritt voran: Neben zwei Blöcken des RWE-Braunkohlekraftwerks Niederaußem wird einer des Leag-Kraftwerks Jänschwalde in die sogenannte "Sicherheitsbereitschaft" geschickt – und in spätestens vier Jahren endgültig stillgelegt.
Kalenderwoche 39: Mit der Rodung des Hambacher Forstes kommen die Ursachen des Klimawandels auf einmal ganz nah, sagt Jens Mühlhaus, Vorstand beim Ökostrom-Anbieter Green City und Mitherausgeber von Klimareporter°. Die Auseinandersetzung um das verbliebene Stück Wald könnte ein Wendepunkt werden.