Kalenderwoche 33: Flug- und Lkw-Verkehr werden weiter systematisch subventioniert, während die Schiene ein Nischendasein fristet, kritisiert Andreas Knie, Sozialwissenschaftler, Mobilitätsforscher und Mitherausgeber von Klimareporter°. Er fordert ein Ende der Ankündigungs- und Symbolpolitik.

Bundesregierung setzt EU-Vorgaben nicht um

Nicht nur Diesel, auch die Kohleverbrennung belastet die Luft mit Schadstoffen. Bund, Länder und Lobbyverbände verzögern aber EU-Vorgaben zu schärferen Grenzwerten für die über 100 deutschen Kohlekraftwerke. Umweltverbände kritisieren den Rechtsbruch zulasten der Gesundheit.

von Susanne Götze, Jörg Staude

Kein deutscher Spitzenpolitiker fährt einen Dienstwagen, der im realen Verbrauch den EU-Grenzwert einhält. Die Deutsche Umwelthilfe kritisiert, dass es immer mehr spritschluckende Plug-in-Hybride unter den Dienstautos gibt.

von Friederike Meier

Kältemittelstreit

Es könnte die Wende im jahrelangen Streit um Autoklimaanlagen bringen: Volkswagen setzt für seine neuen Elektroautos auf natürliche CO2-Kühltechnik. Vor der bislang verwendeten Chemikalie warnte zuletzt auch das Umweltbundesamt.

von Joachim Wille

Advertorials

Der bezuschusste regionale Stromtarif von Naturstrom ist eine attraktive, niedrigschwellige Möglichkeit der Teilhabe für Anwohner:innen in der Nachbarschaft von Öko-Energieanlagen.

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Der Verkehr in Deutschland verweigert sich seit vielen Jahren dem Klimaschutz. Ein Verbot von Flügen innerhalb Deutschlands könnte die dringend nötige Verkehrswende anstoßen – und nebenbei zu einer gesetzlich geregelten Entschleunigung führen. Ein Gedankenexperiment.

ein Gastbeitrag von Andreas Knie

Finanzminister Scholz lehnt den Vorschlag von Umweltministerin Schulze ab, den CO2-Ausstoß von Neuwagen bis zum Jahr 2030 um 50 Prozent zu senken. Der fehlende Klimaschutz im Verkehr könnte ihm jedoch noch an anderer Stelle auf die Füße fallen.

von Friederike Meier, Susanne Schwarz

Schlupflöcher für die Autoindustrie

Elektroautos sind langfristig eine klimafreundliche Option für den Individualverkehr, wenn sie mit erneuerbarem Strom fahren. Allerdings ist es ein Irrglaube, dass die leistungsstarken Hybridfahrzeuge, die die Autokonzerne jetzt massiv in den Markt drücken werden, zur Senkung der CO2-Emissionen beitragen.

ein Gastbeitrag von Dieter Seifried

Auch der Versicherungsriese Munich Re will nun aus dem Kohlegeschäft aussteigen und begründet dies mit den teuren Folgen des Klimawandels. Kritikern geht das nicht weit genug.

von Verena Kern

Klimaanlagen und Ventilatoren brauchen zehn Prozent des weltweiten Stroms. Bis Mitte des Jahrhunderts könnte sich die Menge verdreifachen. Auf Hitzewellen wie diese sollte man deshalb möglichst smart reagieren.

eine Kolumne von Joachim Wille

Empfehlungen der Redaktion

Die Klimakrise zu bewältigen, bedeutet Systemwandel in allen Bereichen und allen Ländern, heißt es im neuen Weltklimabericht. Das habe tiefgreifende Folgen, auch für Wirtschaft und Konsum. Nur wenn Gerechtigkeit im Vordergrund steht und Betroffene wirklich beteiligt werden, könne es gelingen.

ein Gastbeitrag von Reimund Schwarze

In Wolfsburg setzen sich Klimaaktivist:innen für eine sozial gerechte Verkehrswende ein. Sie fordern die Abkehr vom Auto und den Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Damit werden sie nicht zu rückwärtsgewandten Traditionalist:innen, sondern füllen eine strategisch wichtige Rolle aus.

ein Gastbeitrag von Clara S. Thompson

Wer als Geschäft nicht genug Parkplätze anbieten kann, verliert Umsatz – seit vielen Jahren hält sich dieser Mythos hartnäckig, auch in Stadtplanung und Verkehrspolitik. Dabei haben sich die Verhältnisse umgekehrt: Heute gewinnen Läden dort mehr Kundschaft, wo weniger Autos fahren.

ein Gastbeitrag von Andreas Knie, Michael Hoffmann

Meinungen

Quaschnings Videokolumne

eine Kolumne von Volker Quaschning
eine Kolumne von Joachim Wille

Kalenderwoche 31: Wenn konventionelle Kraftwerke wegen der Hitze heruntergefahren werden, muss sich trotzdem keiner Sorgen machen, sagt Jens Mühlhaus, Vorstand beim Ökostrom-Anbieter Green City und Mitherausgeber von Klimareporter°. Denn Photovoltaik-Anlagen sichern in Zeiten wie diesen die Netzstabilität.

Im Juli wurde in Deutschland so viel Solarstrom produziert wie noch nie. Allerdings leiden auch die Solaranlagen unter der Hitze.

von Friederike Meier