Mit der ins neue "Heizungsgesetz" eingefügten und bis 2045 reichenden Grüngas- und Grünheizöl-Quote versucht die Koalition, verfassungsrechtlichen Problemen die Spitze zu nehmen. Ob das vor Gerichten Bestand haben wird, ist fraglich.
In der Klimakrise geraten auch Straßen und Autobahnen unter Druck, wie die jüngste Hitzewelle zeigte. Die Bestandserhaltung wird künftig noch teurer werden. Experten warnen vor weiteren Neubauprojekten.
Regionale Preissignale im Strom-Großhandel könnten es erleichtern, günstigen Wind- und Sonnenstrom nahe seiner Erzeugung zu verbrauchen. Dafür wären tiefgreifende Veränderungen notwendig – für die sich nun die Grünen einsetzen.
Der Energieexperte Martin Pehnt hält das letzte Woche beschlossene Gebäudemodernisierungsgesetz für einen deutlichen Rückschritt, sieht aber auch positive Aspekte. So dürfen ab 2030 nur noch Nullemissionshäuser gebaut werden.
Der bezuschusste regionale Stromtarif von Naturstrom ist eine attraktive, niedrigschwellige Möglichkeit der Teilhabe für Anwohner:innen in der Nachbarschaft von Öko-Energieanlagen.
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Erst nach der Sommerpause will die Koalition im Bundestag über die EEG-Reform und das Netzpaket weiter verhandeln. Das sorgt schon jetzt für Verunsicherung in der Erneuerbaren-Branche. 2027 droht ein realer Förderstopp.
Mit ihren jüngsten Korrekturen am Entwurf für das neue Heizungsgesetz schafft Schwarz-Rot weitere Verwirrung. Unklare Vorgaben und weniger Förderung – damit sendet die Regierung das denkbar schlechteste Signal.
Der Netzausbau geht zu langsam – nun will die Bundesregierung Solar- und Windenergie ausbremsen. Neue Anlagen sollen in überlasteten Regionen ohne Entschädigung abgeschaltet werden können. Das macht Projekte unfinanzierbar. Andere Länder entschärfen erfolgreich die Netzengpässe.
Einnahmen aus dem CO2-Emissionshandel sollen nächstes Jahr Haushaltslöcher stopfen. Das sieht der Etatplan für 2027 von SPD-Finanzminister Lars Klingbeil vor. Umweltverbände sprechen vom "nächsten Angriff von Schwarz-Rot auf den Klimaschutz".
Rechenzentren verbrauchen immer mehr Strom und Wasser. Eine neue Analyse des Versicherungskonzerns Allianz zeigt, wie stark ihr Klima-Fußabdruck bislang unterschätzt wurde.
Deutschland will mehr Flüssigerdgas importieren – auch aus den USA. Doch das dort angewandte Fracking bedeutet eine Industrialisierung der Landschaft und massive Gesundheitsgefahren für die Anwohner:innen, die häufig sozial benachteiligt sind. Umweltorganisationen und EU-Politiker:innen warnen vor den Folgen.
Viele Unternehmen kaufen sich mit freiwilligen CO2-Zertifikaten von ihren Emissionen frei. Doch ein Großteil dieser Zertifikate ist wertlos, wie eine umfassende Recherche aufdeckt. Einige der größten Unternehmen der Welt sind davon betroffen.
Unter Klimaschutz wird heute meist das Einsparen einer bestimmten Menge CO2-Äquivalent verstanden. Das ist eine simplifizierende Sichtweise, die zu einem bedenklichen Ablasshandel führt. Notwendige Änderungen am ökonomischen System werden so verschleppt.
ein Gastbeitrag von Camila Moreno, Lili Fuhr,Daniel Speich
Wäre das deutsche Stromsystem flexibel genug, wäre mehr Ökostrom nutzbar – zugleich sänken die Stromkosten und die nötigen EEG-Zuschüsse vom Staat. Den Mehrfachnutzen gerade großer Batteriespeicher macht jetzt eine Fraunhofer-Studie im Auftrag der Erneuerbaren-Branche klar.
Die Hitzewelle hat Millionen Wohnungen über 30 Grad aufgeheizt. Klimageräte sind knapp, Installateure ausgebucht. Kühlung muss effizient sein, möglichst mit Solarstrom. Gute Klimaanlagen können im Winter zur Wärmepumpe werden.