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Der Weltklimagipfel im brasilianischen Amazonasgebiet hat stärker als je zuvor den Waldschutz auf die Tagesordnung gesetzt, vor allem mit dem neuen Tropenwaldfonds TFFF, erklärt Friedrich Bohn vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ in Leipzig. Der Fonds versuche Wäldern einen monetären Wert zu geben, um ihren Erhalt attraktiv zu machen. Ob der TFFF ein Erfolg werde, lasse sich jetzt aber noch nicht sagen, so der Ökosystemmodellierer im "Gipfelgespräch" mit Klimareporter°-Redakteur Christian Mihatsch am Konferenzort in Belém. 

 

So ist aus Bohns Sicht noch nicht sicher, ob die geplanten 125 Milliarden US-Dollar für den Fonds zustande kommen. Er sei aber "relativ optimistisch", sagt der Wissenschaftler. Ein Grund ist für ihn, dass die eingezahlten Mittel nicht verloren gehen, sondern verzinst werden. Andere Wissenschaftler:innen, mit denen er in Belém sprach, seien der Ansicht, der TFFF sei "good enough to try" – sicher genug, es zu versuchen.

Im Podcast sprechen Bohn und Mihatsch auch darüber, wie der Waldschutz per Satellit kontrolliert werden kann und wie weit der Amazonas-Regenwald von einem Klima-Kipppunkt entfernt ist. Weitere Themen sind der "CO2-Markt 2.0" sowie der Nutzen der von der EU auf den Weg gebrachten entwaldungsfreien Lieferkette.

Das Gespräch können Sie über den Youtube-Button starten. 

 

COP 30 in Belém

Bei der 30. UN-Klimakonferenz in Brasilien geht es um die Finanzierung von Klimaanpassung und Waldschutz. Klimareporter° ist mit einem Redakteur vor Ort und berichtet täglich.