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Es brennt heftig, und wie! Und wir sind alle Brandstifter.

Einige werden jetzt abwiegeln, Wald- und Buschbrände habe schon immer gegeben. Das ist richtig, aber die Erderhitzung wirkt als Brandbeschleuniger.

Um rund 1,5 Grad hat sich die Erde in den letzten 150 Jahren erhitzt, Europa sogar mehr als zwei Grad. Und mit jedem Grad Celsius kann die Luft sieben Prozent mehr Luftfeuchtigkeit aufnehmen. Das ist Physik, das Gesetz von Clausius-Clapeyron.

Die heiße Luft wirkt dabei wie ein Schwamm. Sie legt sich über die Landschaft und entzieht Böden und Pflanzen Feuchtigkeit.

Klar, damit der Wald brennt, muss ihn jemand anzünden oder fahrlässig mit Feuer umgehen, ein Blitz einschlagen oder eine Stromleitung Funken sprühen. Weil aber trockenes Holz erheblich besser brennt als feuchtes Holz, nehmen die Waldbrände und die Auswirkungen immer neue Dimensionen an.

Und weil die zusätzliche Feuchtigkeit, die die Luft aufnimmt, auch wieder runterkommen muss, haben wir außerdem noch heftigere Regenfälle. Nur leider nicht dann, wenn wir sie bräuchten, um die Feuer zu löschen.

Der zusätzliche Regen sorgt dafür, dass die Pflanzen außerhalb von Dürrezeiten üppiger wachsen. Damit gibt es auch noch mehr Material, das brennen kann. Auch das macht die Feuer heftiger.

Jeder Urlaubsflug, jede Autofahrt, jedes Steak und jede Gas- und Ölheizung heizen die Klimakrise weiter an.

Liebe Politik, macht doch endlich die richtigen Regeln, sonst wird es noch heißer und die Brände noch heftiger. Schütten wir nicht ständig weiter Öl ins Feuer. 

Volker Quaschning

ist Professor für Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin. Seine Lehr- und Sachbücher zur Energiewende gelten als Standardwerke. 

 

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