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Heizt ihr auch noch mit Erdgas und hofft, dass eure Gasrechnung möglichst noch lange stabil bleibt? Vergesst es, früher oder später wird eure Gasrechnung explodieren. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Immer mehr Menschen ersetzen ihre Gasheizung durch eine Wärmepumpe: unabhängig von riskanten Gasimporten, preiswerter im Betrieb, mehr Heizungskomfort und die einzig wahre Lösung für den Klimaschutz.

Aber je mehr Menschen sich eine Wärmepumpe einbauen, desto größer werden die Risiken für die noch verbliebenen Gasheizungen.

Volker Quaschning

ist Professor für Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin. Seine Lehr- und Sachbücher zur Energiewende gelten als Standardwerke.

Über die Gasrechnung werden auch die Gasnetze bezahlt. Die sogenannten Netzentgelte machen derzeit rund ein Viertel der Gasrechnung aus.

Wenn aber immer weniger Haushalte eine Gasheizung haben, müssen die gleichen Kosten auf immer weniger Haushalte umgelegt werden. Die Folge: ständig steigende Netzentgelte.

Eine Studie belegt, dass sich die Netzentgelte bis 2043 mehr als verzehnfachen könnten. Für einen Drei-Personen-Haushalt könnten diese dann um 3.000 bis 4.000 Euro pro Jahr ansteigen. Für viele unbezahlbar.

Und darum müssen wir bereits jetzt über den Gasausstieg nachdenken. Verabschiedet euch von eurer Gasheizung, solange ihr euch den Heizungsaustausch noch leisten könnt.

Und die Politik muss jetzt einen klaren Plan für die Stilllegung der Gasnetze vorlegen. Nur wenn es ein konkretes Ausstiegsdatum gibt, wird der Umstieg für alle planbar und die Kosten bleiben im Rahmen.

Hört nicht auf das Geschwätz der Gaslobby, denn diese wird die immer schneller steigenden Netzentgelte sicher nicht für euch bezahlen.

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