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Rund 3.000 Tote in Deutschland, etwa 60.000 in Europa pro Jahr.

3.000 Menschen pro Jahr in Deutschland erstochen, erschlagen oder erschossen – hey, was wäre hier los?

Doch die Todesursache in unserem Fall ist Hitze.

Hitze ist ein lautloser Killer. Sie trifft vor allem Alte, Kinder, Kranke und arme Menschen. Und wir nehmen nicht einmal Notiz davon.

 

Als ich in den sozialen Netzwerken das Problem erläutert habe, kommentierte jemand: "Die alten Menschen wären doch sowieso schon bald gestorben." Hey, was für ein krankes Menschenbild haben einige?

Herz- oder Nierenversagen, Schlaganfall, Dehydrierung, Hitzschlag: Die Folgen von Hitze können für den menschlichen Körper fatal sein. Unsere Biologie ist für extrem hohe Temperaturen nicht gemacht. Durch die Klimakrise werden Hitzewellen immer häufiger und extremer.

Und bevor hier jemand kommentiert, dann würden doch weniger Menschen durch Kälte sterben: Studien zeigen klar, der Anstieg der Hitzetoten ist deutlich größer als der Rückgang der Kältetoten.

Nachdem 2003 in Europa rund 70.000 Menschen durch eine heftige Hitzewelle starben, schützt Frankreich seine Bevölkerung durch ein gut funktionierendes Hitzeschutzsystem. In Deutschland sind Hitzeschutzpläne hingegen schlecht funktionierendes Stückwerk.

Und noch schlimmer: Die deutsche Regierung dreht ihre Klimaschutzambitionen zurück. Eine fatale Kombination.

Wenn Politikerinnen und Politiker wieder einmal behaupten, sie wollten das deutsche Volk beschützen, fragt sie doch einfach mal nach ihren Plänen für Hitzeschutz und Klimaschutz.

Volker Quaschning

ist Professor für Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin. Seine Lehr- und Sachbücher zur Energiewende gelten als Standardwerke. 

 

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