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Donald Trump ist gut für den Klimaschutz. Glaubt ihr nicht? Stimmt aber.

Richtig, Donald Trump hält den Klimawandel für den größten Betrug aller Zeiten. In den USA bekommen Firmen inzwischen sogar Geld dafür, dass sie keine Windparks bauen.

Aber trotzdem geht der Ausbau der Solar- und Windkraft in den USA munter weiter. Sie ist halt billiger als die fossile Konkurrenz. Und darum kann König Trump den Ausbau erneuerbarer Energien nur verzögern, aber nicht aufhalten.

 

Den größten Push für den Klimaschutz hat Trump aber mit seinem Krieg im Iran ausgelöst.

Krieg ist immer eine Katastrophe für die Menschen vor Ort. Außerdem leiden viele Menschen weltweit unter den explodierenden Preisen, und die Zahl der Hungernden steigt.

Die hohen Öl- und Gaspreise sorgen aber auch dafür, dass sich immer mehr Länder und Menschen von den fossilen Energieträgern unabhängig machen wollen. Die Nachfrage nach Elektroautos steigt genauso wie nach Wärmepumpen und Solaranlagen.

Nachdem die Menschen nach der letzten Energiekrise vor vier Jahren wieder in ihre alten Verbrauchsmuster zurückgefallen sind, haben viele jetzt verstanden, dass fossile Energiekrisen keine einmaligen Ereignisse sind. Trump hat es geschafft.

Bereits vor dem Irankrieg boomten die erneuerbaren Energien weltweit. Der Wechsel von fossilen Energieträgern zu den erneuerbaren dürfte sich jetzt noch einmal deutlich beschleunigen, und vielleicht gelingt es so sogar, die globale Erwärmung über die schlimmsten Kipppunkte hinaus noch zu verhindern.

Trotzdem wäre eine Welt ohne Trump eine deutlich bessere. 

Volker Quaschning

ist Professor für Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin. Seine Lehr- und Sachbücher zur Energiewende gelten als Standardwerke.