Der große Wurf des Pariser Klimagipfels hat nun, drei Jahre später, eine detaillierte und funktionierende "Betriebsanleitung" bekommen, das Katowicer Klimapaket. Trotz mancher Verzögerungen zum Ende hin wurde die Klimakonferenz in der polnischen Stadt ein Erfolg.

von Benjamin von Brackel, Christian Mihatsch, Susanne Schwarz

Das Verhandlungsfinale der UN-Klimakonferenz in Katowice bei Klimareporter° im Live-Ticker. Am Samstag kurz vor 22 Uhr ist das Regelwerk zum Pariser Klimavertrag angenommen.

von der Klimareporter°-Redaktion

COP 24 Katowice

Ein Shell-Mitarbeiter prahlt auf der Weltklimakonferenz mit dem Einfluss von Lobbyisten auf die Klimaverhandlungen. Manche Umweltschützer fordern deshalb, klimaschädliche Konzerne von den Klimagipfeln auszuschließen. Eine sinnvolle Regelung dafür zu finden wird allerdings schwierig.

von Susanne Schwarz

COP 24 in Katowice

Der Handel mit den CO2-Zertifikaten, mit denen der globale Luftverkehr bald seine Emissionen kompensieren will, entpuppt sich als gefährlichster Querschläger bei den Verhandlungen auf dem Katowicer Klimagipfel. Die noch offenen Probleme bei den eher politischen Kapiteln sind hingegen überschaubar.

von Christian Mihatsch

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Der bezuschusste regionale Stromtarif von Naturstrom ist eine attraktive, niedrigschwellige Möglichkeit der Teilhabe für Anwohner:innen in der Nachbarschaft von Öko-Energieanlagen.

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Polen hat als Gastgeber des UN-Klimagipfels die Erklärung "Wald für das Klima" initiiert. Gemeint ist weniger der Schutz naturnaher Wälder, um das dort gebundene CO2 zu sichern, sondern das Anlegen von Plantagen. Nebenbei wird davon abgelenkt, dass Polen seine wirksamste Klimaschutz-Möglichkeit nicht anpackt: das Abschalten uralter Kohlekraftwerke.

ein Gastbeitrag von Gabriela Michalek und Reimund Schwarze

COP 24 in Katowice

Deutschland hat in der Schlussphase der UN-Klimakonferenz eine Führungsrolle übernommen. Dass die Bundesregierung beim Klimaschutz zu Hause auf die Bremse tritt, spielt da keine Rolle. Bei der Kohle-Kommission rechnet Umweltministerin Schulze inzwischen nicht mehr mit einem Konsens beim Endbericht.

von Jörg Staude, Benjamin von Brackel

Shrada Shreejayas bisheriger Werdegang beginnt als Molekularbiologin – derzeit ist sie Genderaktivistin. Für die junge Frau aus Indien spielt bei der Geschlechtergerechtigkeit der Klimawandel eine entscheidende Rolle.

von Svea Busse

COP 24 in Katowice

Kurz vor dem Finale des UN-Klimagipfels warnt UN-Chef António Guterres vor einem Scheitern, das "nicht nur unmoralisch, sondern selbstmörderisch wäre". Auch die "Koalition der Ambitionierten" tritt öffentlich auf. All das zeigt: Ein wirksames Regelwerk für den Paris-Vertrag ist noch längst nicht in trockenen Tüchern.

von Christian Mihatsch

COP 24 in Katowice

Die erste Bestandsaufnahme nach dem Pariser Klimaabkommen ging heute zu Ende. Geschwindigkeit und Ausmaß des Klimaschutzes der Staaten reichten bei Weitem nicht aus, heißt es im Enddokument des sogenannten Talanoa-Dialogs.

von Susanne Schwarz, Benjamin von Brackel

Empfehlungen der Redaktion

Viele Unternehmen kaufen sich mit freiwilligen CO2-Zertifikaten von ihren Emissionen frei. Doch ein Großteil dieser Zertifikate ist wertlos, wie eine umfassende Recherche aufdeckt. Einige der größten Unternehmen der Welt sind davon betroffen.

von David Zauner

Die Klimakrise zu bewältigen, bedeutet Systemwandel in allen Bereichen und allen Ländern, heißt es im neuen Weltklimabericht. Das habe tiefgreifende Folgen, auch für Wirtschaft und Konsum. Nur wenn Gerechtigkeit im Vordergrund steht und Betroffene wirklich beteiligt werden, könne es gelingen.

ein Gastbeitrag von Reimund Schwarze

Die gute Nachricht

Der wissenschaftliche Konsens über den menschengemachten Klimawandel hat in den letzten zehn Jahren noch mehr zugenommen, zeigt eine aktuelle Auswertung von fast 90.000 Fachpublikationen.

von Verena Kern

Meinungen

Quaschnings Videokolumne

eine Kolumne von Volker Quaschning
eine Kolumne von Joachim Wille

Heute endet auf dem Weltklimagipfel in Katowice der sogenannte Talanoa-Dialog. Die offenen Gespräche sollen die Grundlage dafür legen, dass die Staaten in zwei Jahren ihre Klimaziele verschärfen. Eliza Northrop vom World Resources Institute spricht im Interview über die Macht des Geschichtenerzählens.

Interview: Susanne Schwarz

Bis 2030 entscheidet sich, ob die Welt den Pfad erreicht, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, sagt die Wissenschaft. Welche Brücken Politik und Gesellschaft dafür bei CO2-Emissionen, Landnutzung und urbaner Entwicklung nehmen müssen, lassen Debatten auf dem Klimagipfel in Katowice nur erahnen.

von Christian Mihatsch, Jörg Staude