Klimakonferenz COP 30

Nach zehn Jahren des Aushandelns des Pariser Klimaabkommens fehlt weiter der politische Wille, den Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas verbindlich zu organisieren. Die globale Klimapolitik steckt fest zwischen wissenschaftlicher Dringlichkeit und geopolitischer Wirklichkeit.  

ein Kommentar von Joachim Wille

Auf dem Weltklimagipfel in Belém gab es außer Klimaanpassung kaum etwas zu verhandeln. Im Zentrum standen daher andere Themen, vor allem ein Fahrplan für den Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas. Er scheiterte aber an Erdölstaaten und musste mit einem Verfahrenstrick gerettet werden.

von Christian Mihatsch

"Flotilla 4 Change" zur COP 30

In den letzten Stunden der Verhandlungen in Belém eskaliert der Streit um den Ausstieg aus den Fossilen. Ein Feuer bricht auf dem Gelände aus – und der neue Verhandlungstext liest sich wie eine Absichtserklärung, den ganzen Planeten in Brand zu stecken. Warum wir die Klimakonferenzen dennoch brauchen – uns aber nie auf sie verlassen dürfen.

ein Gastbeitrag von Kathrin Henneberger

Der Klimagipfel COP 30 diskutiert einen Fossil-Ausstiegsplan, Kanzler Merz hat neue Stadtbild-Probleme. Deutschland ist kein Klima-Vorreiter mehr. Eine Länder-Allianz fordert eine Luxusflugsteuer, die Union in Deutschland ist dagegen.

von Jonas Waack, Susanne Schwarz

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Der bezuschusste regionale Stromtarif von Naturstrom ist eine attraktive, niedrigschwellige Möglichkeit der Teilhabe für Anwohner:innen in der Nachbarschaft von Öko-Energieanlagen.

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Die USA sind aus den Klimaverhandlungen ausgestiegen und niemand glaubt, dass sie so bald zurückkommen. Wer nun die Lücke füllt, ist aber die falsche Frage. Das Gefüge der Länder sortiert sich ganz neu.

ein Kommentar von Christian Mihatsch

Auf dem diesjährigen Weltklimagipfel geht es erstmals offiziell um "Transition Away from Fossil Fuels" (TAFF), einen Fahrplan zum Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas. Doch einige Länder leisten erbitterten Widerstand.

von Tine Heni

Mit 60 Millionen Euro für den Anpassungsfonds versucht Deutschland, seinen Ruf beim Weltklimagipfel aufzupolieren. Um die Ausfälle des Kanzlers gegen Brasilien vergessen zu machen, gibt die Bundesregierung jetzt eine Milliarde in den neuen Tropenwaldfonds TFFF.

von Jörg Staude

Nach zwei Monaten auf See legt unser Segelschiff endlich in Belém an. Etwas spät sprinten wir in Richtung der Verhandlungen, Panels und Verbündeten. 

ein Gastbeitrag von Kathrin Henneberger

Im globalen Klimaschutz-Ranking landet die Bundesrepublik nur noch auf Platz 22. Die USA stürzen ab, aber China und andere Länder machen Hoffnung.

von Joachim Wille

Empfehlungen der Redaktion

Wer als Geschäft nicht genug Parkplätze anbieten kann, verliert Umsatz – seit vielen Jahren hält sich dieser Mythos hartnäckig, auch in Stadtplanung und Verkehrspolitik. Dabei haben sich die Verhältnisse umgekehrt: Heute gewinnen Läden dort mehr Kundschaft, wo weniger Autos fahren.

ein Gastbeitrag von Andreas Knie, Michael Hoffmann

Baupolitik, Flächenfraß und Klima

Der Boden ist der zweitgrößte Kohlenstoffspeicher der Erde. Wird er versiegelt, trägt das zum Klimawandel bei. Doch die Bauwut in Deutschland ist ungebremst. Dafür sorgt auch die Bundesregierung: mit Einfach-Baurecht, Pendlerpauschale, Baukindergeld und Vorrang fürs Auto.

von Katja Dombrowski

Die Frage lässt sich bislang kaum beantworten, es fehlt schlicht an Daten. Die Lücke schließt nun ein mehrjähriges Projekt der Psychologin Cornelia Betsch, die zuvor die Einstellung der Deutschen zur Coronapandemie untersuchte. Erste Ergebnisse enthalten einige Überraschungen.

von Verena Kern

Meinungen

eine Kolumne von Joachim Wille
eine Kolumne von Volker Quaschning

Über fossile Energien spricht man nicht, zumindest nicht auf einer UN-Klimakonferenz. Das galt für fast jede der bislang 30 Konferenzen. Doch nun erhöhen über 80 Länder mit einer Demonstration der Stärke den Druck. Das könnte den Durchbruch bringen.

von Christian Mihatsch

Während es auf dem Weltklimagipfel in Brasilien um nicht weniger als die Zukunft des Planeten geht, betreibt die schwarz-rote Koalition zu Hause eine Politik, die von völliger Gleichgültigkeit gegenüber dem Klimaproblem gezeichnet ist.

ein Kommentar von Jörg Staude