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Ein paar Spinner glauben wirklich, man könne den Energiebedarf von Deutschland mit Solar- und Windkraftanlagen decken. Für die nötigen Anlagen haben wir doch gar nicht genug Platz!

Ähm, doch, sogar mehr als genug. Für die Windenergie an Land brauchen wir für die Energiewende rund zwei Prozent der Landesfläche. Dort lassen sich rund 30.000 Windräder aufstellen, die mehr Strom erzeugen können, als wir momentan brauchen.

Aber der Strombedarf wird steigen. Schließlich brauchen wir künftig jede Menge zusätzlichen Strom für die Elektromobilität, Wärmepumpen und die Industrie. 

Volker Quaschning

ist Professor für Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin. Seine Lehr- und Sachbücher zur Energiewende gelten als Standardwerke.

Der Rest des Landes bleibt windkraftfrei. Schließlich wollen wir niemandem ein Windrad auf die Terrasse stellen und auch nicht in die Nationalparks.

Übrigens, die Fundamentfläche all dieser Windräder zusammen benötigt nicht mal 0,01 Prozent der Landesfläche. Also Windräder brauchen praktisch gar keinen Platz. Man sieht sie halt nur.

Zusätzlich bauen wir an allen geeigneten Standorten Offshore-Windkraftanlagen in der Nord- und Ostsee, und außerdem nutzen wir künftig alle geeigneten Dächer für die Photovoltaik und stellen zusätzlich auf etwa einem Prozent der Landesfläche Freiflächen-Photovoltaikanlagen auf. Und mit Agri-Photovoltaik kann man dort sogar noch weiter Landwirtschaft betreiben.

Platz für die Energiewende ist also da. Mit 20 Prozent der Ackerflächen könnten wir dann rechnerisch sogar die ganze EU mit Solarstrom versorgen, aber das wollen wir ja gar nicht. Die anderen können ja auch mal was tun.