Hitzepläne

Den Umgang mit Hitze kann man planen

Ein Auto fährt auf einer Hauptstraße in einer südeuropäischen Stadt, ein öffentliches Thermometer zeigt 45 Grad Celsius.

Länder wie Frankreich, Spanien oder Belgien schützen ihre Bevölkerung systematischer vor hohen Temperaturen als Deutschland. Die Beispiele zeigen auch: Klimaanlagen schaffen keinen Hitzeschutz in der Breite.

von Joachim Wille

Infrastruktur

Blow-ups und schwitzende Decken

Lange Autoschlange auf einer Schnellstraße, die Fahrbahn ist von Abgasen eingenebelt, sonst ist wenig zu erkennen.

In der Klimakrise geraten auch Straßen und Autobahnen unter Druck, wie die jüngste Hitzewelle zeigte. Die Bestandserhaltung wird künftig noch teurer werden. Experten warnen vor weiteren Neubauprojekten.

von Joachim Wille

Fünf Jahre Flutkatastrophe

"Aktuell wären wir für eine Flut wie 2021 nicht gewappnet"

Ein moderner elektrischer Nahverkehrszug mit komplett weißer Lackierung im Bahnhof Altenahr.

Eveline Lemke hatte schon vor der verheerenden Ahrtal-Flut ein Haus durch Extremwetter verloren. Seit fünf Jahren bewegt sie die Frage, was jetzt zu tun ist, damit wir gesellschaftlich besser auf kommende Krisen und Katastrophen vorbereitet sind.

Interview: Theresa Leisgang

Der gute Wille

Das Land der Klimaanlagen

Außengerät einer Klimaanlage auf dem schrägen Ziegeldach eines Einfamilienhauses.

Früher verpönt, heute begehrte Mangelware. Und was ist mit dem Stromverbrauch? 

eine Kolumne von Joachim Wille

Hitzeschutz

Lässt sich aus der Hitzewelle politische Energie ziehen?

Handgemaltes Protest-Plakat mit der Aufschrift: Make Earth Cool Again

Die Realität der Klimakrise erteilt allzu naiven Hoffnungen eine Absage, Klimafolgen würden die Menschen politisch aufrütteln, wenn sie in ihrem Alltag spürbar werden. Für den Staat ist Hitzeschutz bislang ohnehin vor allem eine Sache der Eigenverantwortung.

ein Gastbeitrag von Lasse Thiele

Bundesumweltminister

Für Hitzeschutz nicht zuständig, für schwächeres Umweltrecht schon

Bundesumweltminister Carsten Schneider hält eine handliche Wärmebildkamera auf ein Modell mit Häusern, Autos, Grünflächen und Menschen.

Die Ausgestaltung eines nationalen Hitzeaktionsplans zu prüfen, kündigte Bundesumweltminister Carsten Schneider Mitte Juni an. Tage später erklärt er sich für nicht zuständig beim Hitzeschutz. Wichtiger ist seinem Haus offenbar eine vermeintliche Modernisierung des Umweltrechts.

von Jörg Staude

Globales Wetterphänomen

El Niño ist da und die Welt reagiert

Eine Stadtlandschaft steht teilweise unter Wasser.

El Niño hat offiziell begonnen. Das Wetterphänomen beeinflusst Niederschläge und Temperaturen rund um den Globus und könnte in den kommenden Monaten Dürren, Überschwemmungen und Ernteausfälle verschärfen. Besonders groß ist die Sorge derzeit in den Pazifikstaaten.

von David Zauner

Klimaanpassung

Hitze steigt schneller als Hitzeschutz

Luftaufnahme einer mittelgroßen deutschen Stadt im Sommer.

Deutschland ist auf die Folgen extremer Hitze gerade für gefährdete Menschen schlecht vorbereitet, kritisieren Organisationen der Zivilgesellschaft. Das Umweltministerium baut auf Leitfäden, natürlichen Klimaschutz – und hofft auf frisches Geld im Bundeshaushalt.

von Jörg Staude

Hitzecheck 2026

Hunderttausende Bäume haben die Städte verlassen

Ein Sturm hat einen Baum an einer Hauptstraße entwurzelt, die Feuerwehr räumt ihn von der Straße.

Entgegen der dringend nötigen Klimaanpassung verlieren die deutschen Städte an Baumbestand und versiegeln mehr Flächen, zeigt der neue Hitzecheck der Deutschen Umwelthilfe. Die Organisation fordert, Baumschutz müsse vor Baurecht gehen.

von Jörg Staude

Buchrezension

Chronologie des Klimawandels

Über eine Eislandschaft laufen einige gut gekleidete Leute, ein Junge gleitet auf einem flachen Schlitten mit Schiebestock, auf einem zweispännigen Pferdefuhrwerk sitzen hinter dem Kutscher einige Menschen.

Der Geograf Rüdiger Glaser schildert in seinem Buch "Klimadämmerung" die Veränderungen des Klimas in Deutschland von der Kleinen Eiszeit bis in die neue Warmzeit. Er beschreibt auch, wie sich die Lebensbedingungen der Menschen wandeln – und wie sie darauf reagieren.

von Benjamin von Brackel

Pakistan

Leben am Rand der menschlichen Nische

Bei Sonnenuntergang steht ein Bauer auf seinem Feld zwischen zwei Bäumen, die aber kaum Schatten werfen.

Nach der Flut kommt die Hitze und nach der Hitze wieder das Wasser. Aus immer dichter aufeinanderfolgenden Extremen wird eine neue Normalität in Pakistan – eine Normalität, in der der Mensch zunehmend keinen Platz mehr hat. Ein Vor-Ort-Bericht.

von David Zauner

Der gute Wille

Berlin, lass wachsen

Stadtkulisse mit neuen mehrstöckigen Gebäuden, Straße, Straßenschildern, Bäumen und Baukran.

Die Stadt sollen hunderttausende neue Bäume bekommen. Der Start des Projekts ist holprig. Dabei ist ein großer, gut gepflegter Baumbestand die beste Klimaanlage einer Stadt.

eine Kolumne von Joachim Wille

Klimaveränderungen in Deutschland

"Wälder sterben einen relativ stillen Tod"

Ein Wald aus toten Fichten am Brocken im Hochharz.

Deutschland wird kein afrikanisches Klima bekommen, sagt der Dürre-Experte Andreas Marx. Dennoch bedeute der Klimawandel viel Stress, vor allem für die Forsten und Wälder. Sommerliches Wassersparen sei eher bei der Industrie sinnvoll.

Interview: Joachim Wille

Förderung soll einfacher werden

Kommunaler Klimaschutz im Förderdschungel

Panorama-Aufnahme der Stadt Kaiserlautern mit alten und neuen Stadtteilen.

Bis zu 19 Milliarden Euro müssten Kommunen jährlich in Klimaschutz investieren. Doch tatsächlich ist es nur ein Bruchteil. Eine Studie zeigt: Vor allem komplizierte Förderstrukturen und bürokratische Hürden bremsen den Klimaschutz vor Ort aus.

von Sandra Kirchner

klima update° – Folge 270

Schuldenpaket zweckentfremdet, Lücke zum Klimaziel 2030 wächst, Förderstopp für Anpassung

Eine in Wellenbewegungen ansteigende Temperaturkurve und der Schriftzug: Klima-Update – unser Podcast.

Aus dem Sondervermögen für Klima und Infrastruktur stopft die Regierung Haushaltslöcher. Die CO2-Emissionen stagnieren, damit wird die Lücke zum Klimaziel für 2030 größer. Wohlfahrtsverbände fordern Geld für Klimaanpassung aus dem Schuldenpaket. 

von Susanne Schwarz, Sandra Kirchner

klima update° – Folge 266

Zu wenig Klimaanpassung in der EU, Kritik am Infrastruktur-Zukunftsgesetz, durstige Plug-in-Hybride

Eine in Wellenbewegungen ansteigende Temperaturkurve und der Schriftzug: Klima-Update – unser Podcast.

Der EU-Klimabeirat fordert mehr Anstrengungen zur Klimaanpassung. Der beschleunigte Infrastrukturausbau, den die Bundesregierung plant, geht auf Kosten von Umwelt und Natur. Plug-in-Hybride verbrauchen noch mehr Sprit als bislang gedacht.

von Jonas Waack, Verena Kern

Resilienz im Stromsystem

Netzinseln bekommen wir erst übermorgen

Ein Starkstrom-Mast ist in mehreren Metern Höhe abgeknickt und liegt auf einem Feld.

Nach dem tagelangen Stromausfall im Januar in Berlin fragt sich auch die Energiebranche, wie das Stromsystem widerstandsfähiger werden kann. Dafür lässt sich die ohnehin kommende Dezentralität nutzen, meint das Akademienprojekt Esys.

von Jörg Staude

Klimadiplomatie

Ohne Wumms: Die EU auf der Weltklimakonferenz in Brasilien

Ein Glas mit Caipirinha steht auf einem Tisch, in dem trüben Getränk sind Limetten und Eis zu erkennen.

Will die EU ihren Führungsanspruch beim Klimaschutz erneuern, muss sie ihren Ansatz zur internationalen Klimafinanzierung überdenken. Europa sollte den Partnerländern entgegenkommen, Emissionsvermeidung und Klimaanpassung als Paket behandeln und nicht gegeneinander ausspielen.

ein Gastbeitrag von Steffen Bauer, Svea Koch, Mariya Aleksandrova