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Globales Wetterphänomen

El Niño ist da und die Welt reagiert

Eine Stadtlandschaft steht teilweise unter Wasser.

El Niño hat offiziell begonnen. Das Wetterphänomen beeinflusst Niederschläge und Temperaturen rund um den Globus und könnte in den kommenden Monaten Dürren, Überschwemmungen und Ernteausfälle verschärfen. Besonders groß ist die Sorge derzeit in den Pazifikstaaten.

von David Zauner

Klimaanpassung

Hitze steigt schneller als Hitzeschutz

Luftaufnahme einer mittelgroßen deutschen Stadt im Sommer.

Deutschland ist auf die Folgen extremer Hitze gerade für gefährdete Menschen schlecht vorbereitet, kritisieren Organisationen der Zivilgesellschaft. Das Umweltministerium baut auf Leitfäden, natürlichen Klimaschutz – und hofft auf frisches Geld im Bundeshaushalt.

von Jörg Staude

Hitzecheck 2026

Hunderttausende Bäume haben die Städte verlassen

Ein Sturm hat einen Baum an einer Hauptstraße entwurzelt, die Feuerwehr räumt ihn von der Straße.

Entgegen der dringend nötigen Klimaanpassung verlieren die deutschen Städte an Baumbestand und versiegeln mehr Flächen, zeigt der neue Hitzecheck der Deutschen Umwelthilfe. Die Organisation fordert, Baumschutz müsse vor Baurecht gehen.

von Jörg Staude

Buchrezension

Chronologie des Klimawandels

Über eine Eislandschaft laufen einige gut gekleidete Leute, ein Junge gleitet auf einem flachen Schlitten mit Schiebestock, auf einem zweispännigen Pferdefuhrwerk sitzen hinter dem Kutscher einige Menschen.

Der Geograf Rüdiger Glaser schildert in seinem Buch "Klimadämmerung" die Veränderungen des Klimas in Deutschland von der Kleinen Eiszeit bis in die neue Warmzeit. Er beschreibt auch, wie sich die Lebensbedingungen der Menschen wandeln – und wie sie darauf reagieren.

von Benjamin von Brackel

Pakistan

Leben am Rand der menschlichen Nische

Bei Sonnenuntergang steht ein Bauer auf seinem Feld zwischen zwei Bäumen, die aber kaum Schatten werfen.

Nach der Flut kommt die Hitze und nach der Hitze wieder das Wasser. Aus immer dichter aufeinanderfolgenden Extremen wird eine neue Normalität in Pakistan – eine Normalität, in der der Mensch zunehmend keinen Platz mehr hat. Ein Vor-Ort-Bericht.

von David Zauner

Der gute Wille

Berlin, lass wachsen

Stadtkulisse mit neuen mehrstöckigen Gebäuden, Straße, Straßenschildern, Bäumen und Baukran.

Die Stadt sollen hunderttausende neue Bäume bekommen. Der Start des Projekts ist holprig. Dabei ist ein großer, gut gepflegter Baumbestand die beste Klimaanlage einer Stadt.

eine Kolumne von Joachim Wille

Klimaveränderungen in Deutschland

"Wälder sterben einen relativ stillen Tod"

Ein Wald aus toten Fichten am Brocken im Hochharz.

Deutschland wird kein afrikanisches Klima bekommen, sagt der Dürre-Experte Andreas Marx. Dennoch bedeute der Klimawandel viel Stress, vor allem für die Forsten und Wälder. Sommerliches Wassersparen sei eher bei der Industrie sinnvoll.

Interview: Joachim Wille

Förderung soll einfacher werden

Kommunaler Klimaschutz im Förderdschungel

Panorama-Aufnahme der Stadt Kaiserlautern mit alten und neuen Stadtteilen.

Bis zu 19 Milliarden Euro müssten Kommunen jährlich in Klimaschutz investieren. Doch tatsächlich ist es nur ein Bruchteil. Eine Studie zeigt: Vor allem komplizierte Förderstrukturen und bürokratische Hürden bremsen den Klimaschutz vor Ort aus.

von Sandra Kirchner

klima update° – Folge 270

Schuldenpaket zweckentfremdet, Lücke zum Klimaziel 2030 wächst, Förderstopp für Anpassung

Eine in Wellenbewegungen ansteigende Temperaturkurve und der Schriftzug: Klima-Update – unser Podcast.

Aus dem Sondervermögen für Klima und Infrastruktur stopft die Regierung Haushaltslöcher. Die CO2-Emissionen stagnieren, damit wird die Lücke zum Klimaziel für 2030 größer. Wohlfahrtsverbände fordern Geld für Klimaanpassung aus dem Schuldenpaket. 

von Susanne Schwarz, Sandra Kirchner

klima update° – Folge 266

Zu wenig Klimaanpassung in der EU, Kritik am Infrastruktur-Zukunftsgesetz, durstige Plug-in-Hybride

Eine in Wellenbewegungen ansteigende Temperaturkurve und der Schriftzug: Klima-Update – unser Podcast.

Der EU-Klimabeirat fordert mehr Anstrengungen zur Klimaanpassung. Der beschleunigte Infrastrukturausbau, den die Bundesregierung plant, geht auf Kosten von Umwelt und Natur. Plug-in-Hybride verbrauchen noch mehr Sprit als bislang gedacht.

von Jonas Waack, Verena Kern

Resilienz im Stromsystem

Netzinseln bekommen wir erst übermorgen

Ein Starkstrom-Mast ist in mehreren Metern Höhe abgeknickt und liegt auf einem Feld.

Nach dem tagelangen Stromausfall im Januar in Berlin fragt sich auch die Energiebranche, wie das Stromsystem widerstandsfähiger werden kann. Dafür lässt sich die ohnehin kommende Dezentralität nutzen, meint das Akademienprojekt Esys.

von Jörg Staude

Klimadiplomatie

Ohne Wumms: Die EU auf der Weltklimakonferenz in Brasilien

Ein Glas mit Caipirinha steht auf einem Tisch, in dem trüben Getränk sind Limetten und Eis zu erkennen.

Will die EU ihren Führungsanspruch beim Klimaschutz erneuern, muss sie ihren Ansatz zur internationalen Klimafinanzierung überdenken. Europa sollte den Partnerländern entgegenkommen, Emissionsvermeidung und Klimaanpassung als Paket behandeln und nicht gegeneinander ausspielen.

ein Gastbeitrag von Steffen Bauer, Svea Koch, Mariya Aleksandrova

UN-Klimagipfel COP 30

Globaler Klimaschutz braucht Verbindlichkeit und ausreichende Finanzierung

Präsident Lula da Silva auf einer Anzeigetafel im vollen Saal, im Vordergrund ist von hinten der Kopf eines Indigenen mit Federschmuck zu sehen.

Belém war ein symbolträchtiger Austragungsort für den 30. Weltklimagipfel. Trotz wichtiger Fortschritte konnte er aber die Erwartungen nicht erfüllen, vor allem gab es keine Einigung auf einen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen.

ein Gastbeitrag von Reimund Schwarze

UN-Klimakonferenz in Brasilien

Klimagipfel COP 30 endet mit Ergebnis von COP 28

Der Konferenz-Präsident schlägt mit einem Holz-Hämmerchen auf seinen Präsidiums-Tisch.

Auf dem Weltklimagipfel in Belém gab es außer Klimaanpassung kaum etwas zu verhandeln. Im Zentrum standen daher andere Themen, vor allem ein Fahrplan für den Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas. Er scheiterte aber an Erdölstaaten und musste mit einem Verfahrenstrick gerettet werden.

von Christian Mihatsch

UN-Klimagipfel COP 30

Letztmalig 60 Millionen für Klimaanpassung?

Favela in Rio de Janeiro - einfachste selbst gebaute Häuser nahezu übereinander an einem Steilhang.

Mit 60 Millionen Euro für den Anpassungsfonds versucht Deutschland, seinen Ruf beim Weltklimagipfel aufzupolieren. Um die Ausfälle des Kanzlers gegen Brasilien vergessen zu machen, gibt die Bundesregierung jetzt eine Milliarde in den neuen Tropenwaldfonds TFFF.

von Jörg Staude

COP 30 in Belém

Der Nord-Süd-Gegensatz zerbröselt

Zwei Dutzend Delegierte aus vielen Staaten, augenscheinlich vor allem aus dem globalen Süden, stehen in einer dichten Traube beieinander und hören aufmerksam zu, während eine nicht sichtbare Person offenbar spricht.

Bislang folgten UN-Klimakonferenzen dem Muster: Industriestaaten gegen Entwicklungsländer. Doch dieses Jahr in Belém scheint sich der Gegensatz aufzulösen. Grund dafür sind vier Themen, die gar nicht auf der Agenda stehen. 

von Christian Mihatsch

klima update° – Folge 254

CO₂-Emissionen hoch wie nie, umkämpfte Anpassung, Brasilien mit neuer Waldschutz-Initiative

Eine in Wellenbewegungen ansteigende Temperaturkurve und der Schriftzug: Klima-Update – unser Podcast.

Die Welt wird 2025 so viel CO2 ausstoßen wie nie. Klimaanpassung messen und bezahlen – darüber streitet die COP 30 in Brasilien. Bei dem Klimagipfel geht es auch um einen Waldschutzfonds und eine "COP der Umsetzung". 

von Sandra Kirchner, Jonas Waack

Entwicklungsforscher zur COP 30

Klimagipfel sind wichtig, liefern aber zu langsam

Handgemenge bei einer Protestaktion auf dem Klimagipfel in Madrid, man sieht vor allem hochgehaltene Fotohandys und das Konferenzmotto Time for action is now..

Auch wenn in Belém in den nächsten zwei Wochen drei große Verhandlungsblöcke anstehen, kann das Verhandlungsformat eines Weltgipfels nicht mehr die nötigen Fortschritte im globalen Klimaschutz liefern, warnen Fachleute des deutschen Entwicklungsforschungsinstituts IDOS.

von Jörg Staude

UN-Klimagipfel COP 30

Von Klimagipfeln des Öls zum Klimagipfel der Natur

Zwei große Hallen, eine mit einem Satteldach und eine mit einem Tonnendach, stehen an einer großen Straßenkreuzung in einem ansonsten kaum bebauten Teil der Stadt.

Die Vorbereitung des Weltklimagipfels in Belém fiel in eine geopolitisch schwierige Zeit. Deshalb konzentriert sich die COP 30 offenbar auf zwei Themen: die Finanzierung der Klimaanpassung und den Tropenwaldschutz. Hier scheinen noch Erfolge möglich.

ein Gastbeitrag von Reimund Schwarze

Der gute Wille

Die Lücke, die uns einholt

Die Pressechefin des UN-Umweltprogramms in Nairobi erläutert den neuen Bericht zur Klimaanpassung, hinter ihr die Titelabbildung des Berichts mit einer Skala ähnlich einer Füllstandsanzeige, die auf wenig über null steht.

Das Geld für die globale Klimaanpassung reicht hinten und vorne nicht, zeigt der neue "Adaptation Gap Report" der UN. Das wird sich rächen, auch für die Wohlstandsnationen.

eine Kolumne von Joachim Wille