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Mobilität

Das erste Jahr ohne eigenes Auto

Der Straßenrand einer schmalen Wohnstraße in Berlin-Mitte ist mit Autos vollgeparkt.

In Großstädten wie Berlin hat inzwischen fast die Hälfte der Haushalte kein eigenes Auto. Was finanziell und in Bezug auf Mobilität und Klima passiert, wenn man zu dieser Hälfte stößt, hat der Autor aus persönlicher Perspektive untersucht.

von Jörg Staude

Das Antiblockiersystem

Wie es ums Auto steht – oder was passiert, wenn 700 Parkplätze verschwinden

Auf einer Stadtstraße mit Gründerzeithäusern, Bäumen und Kopfsteinpflaster fahren Leute mit dem Fahrrad, auf ehemaligen Parkplätzen am Rand wurden Blumenbeete angelegt, offenbar erst vor Kurzem.

Der Graefekiez in Berlin zeigt als städtischer Verdichtungsraum: Verzicht auf ein privates Fahrzeug wird als Gewinn betrachtet. In anderen für Deutschland typischen Räumen bleibt das Umsteigen auf andere Verkehrsmittel schwierig.

ein Gastbeitrag von Andreas Knie

Knies Woche

Deutsche Fossil-Lobby, Stuttgarter Schienen-Fanal und Berliner Baumsensation

Portraitfoto Andreas Knie

Kalenderwoche 47: Dass die Bundesregierung die Luftverkehrssteuer senkt und zugleich das Deutschlandticket verteuert, ist fatal und völlig aus der Zeit gefallen, kritisiert Andreas Knie, Mobilitätsforscher und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Den Berliner Baumentscheid hält er für eine politische Sensation.

Ausstellung über Umweltzeitung

Das Rabennest im Ministerium

Ausstellungstafeln sind in einem kleinen Raum angeordnet, darauf steht zum Beispiel: Verkehrswende – und dann ein längerer Text mit Fotos.

Eine Fundgrube für Umweltinteressierte und solche, die über Ökothemen aller Art in Medien unterwegs sind: Die Berliner Umweltzeitung Der Rabe Ralf präsentiert 35 Jahre publizistische Arbeit, derzeit im Haus des Bundesumweltministeriums.

von Jörg Staude

Quaschnings Videokolumne

Quaschning erklärt: Milliardengrab Autobahn

Aufmacherbild: Volker Quaschning im hellgrauen Kapuzenpulli, hinter ihm fliegen Hundert-Euro-Scheine durch die Luft, daneben eine stilisierte Autobahn mit dem Brandenburger Tor in Berlin.

Deutschlands teuerste Autobahn kostete 225.000 Euro pro Meter – Stau gibt es nach wie vor. Jetzt soll für noch mehr Geld weitergebaut werden. Warum? Steckt das Geld in ÖPNV und Radwege, dann haben alle etwas davon – und es gibt wirklich weniger Staus.

eine Kolumne von Volker Quaschning

Quaschnings Videokolumne

Quaschning erklärt: Windkraft in Berlin

Aufmacherbild: Volker Quaschning im blauen Hemd, hinter ihm ein Windrad und der Berliner Fernsehturm.

Auf 0,5 Prozent der Berliner Landesfläche sollen Windräder gebaut werden. Warum die Aufregung? In Brandenburg wurden ganze Dörfer weggebaggert, um Berlin mit Energie aus Kohle zu versorgen. Jetzt muss auch Berlin mal Verantwortung übernehmen.

eine Kolumne von Volker Quaschning

Wasserspeicher-Initiative

Mit dem Wasser kommt der Klimaschutz dahergeschwommen

Auf einer großen nassen Wiese steckt ein Spaten in der Erde.

In Zeiten klimawandelverstärkter Hitze macht sich eine Initiative zum Wasserspeichern und Abkühlen gut, dachte das Bundesumweltministerium. Die Projekte in Stadt, Land und Wald erzählen aber auch einiges über den heutigen Stellenwert des Klimaschutzes.

von Jörg Staude

Kohleausstieg, Klima und Wasser

Wasser soll in Brandenburg und Sachsen so viel kosten wie in Berlin

Der geflutete frühere Braunkohletagebau Grünhaus in der Niederlausitz.

Mit einer Angleichung der Wasserentgelte auf Berliner Niveau ließe sich so viel Wasser sparen, dass umstrittene Lausitzer Großprojekte wie die Überleitung aus der Elbe in die Spree überflüssig werden. Das ergibt eine Studie von DIW und TU Berlin.

von Jörg Staude, Joachim Wille

Das Antiblockiersystem

Die wirtschaftsfeindliche Verkehrspolitik der Berliner CDU

An einer Metro-Station stehen viele Fahrräder. Einige Menschen gehen zu Fuß oder fahren mit dem Rad oder auch mit dem Auto vorbei.

In Berlin will die CDU-geführte Verkehrsverwaltung wie ehedem Politik für das private Auto machen. Das wirkt nicht nur seltsam provinziell, es schadet auch der eigenen Klientel.

ein Gastbeitrag von Weert Canzler

Der gute Wille

Die Berliner Stadtverwaldung

Wohnstraße in Berlin-Wannsee, Straßenbäume bilden ein Kronendach und spenden großflächig Schatten.

Ein "Bäume-Plus-Gesetz" soll die Hauptstadt klimafit machen – eine gute Idee. Bleibt zu hoffen, dass der Volksentscheid erfolgreich ist, bei Kosten bis zu einer Milliarde für neue Stadtbäume und wegfallenden Parkplätzen. 

eine Kolumne von Joachim Wille

Das Antiblockiersystem

Ein Straßenbauprojekt wider alle Vernunft

Ein handgestaltetes Plakat an einem Baum im Wald mit gemalten Waldbäumen und der Aufschrift: TVO stoppen - Fridays for Future Treptow-Köpenick.

Obwohl das Zeitalter der Automobilität seinen Höhepunkt schon lange hinter sich hat, soll es im Berliner Osten mit einer vierspurigen Quasi-Autobahn künstlich wiederbelebt werden.

ein Gastbeitrag von Weert Canzler

Das Antiblockiersystem

Wenn Stadtraum-Umgestaltung an manchen Lebensrealitäten vorbeigeht

Achtstöckiges Eckhaus in Plattenbauweise, einige Fenster sind rund oder als großzügige Eckfenster ausgeführt, unten sind Läden, vor denen Autos geparkt sind.

Das Auto ist nicht nur ein Transportmittel. Es spiegelt komplexe soziale, kulturelle und wirtschaftliche Strukturen wider, die unterschiedliche Communitys prägen. Wer eine gerechte Verkehrswende will, muss das beachten.

ein Gastbeitrag von Vanessa Rösner, Viktoria Scheidler

Ökologisches Bauen

Grün und teuer: Das neue Vorzeige-Quartier in Berlin

Noch im Bau befindliche Siedlung mit Mehrfamilienhäusern aus Holz, die Straßen und Gehwege fehlen noch.

Im Norden Berlins entsteht das Öko-Quartier Kokoni One. Holz als Baustoff, dachintegrierte Photovoltaikanlagen, Geothermie-Nahwärmenetz – alles gut und richtig, aber auch teuer.

von David Zauner

Wenn Klimaschutz konkret wird

Schwierig zu kultivierende Gemüsekiste

Ein Teller voller Salatgemüse.

"Solidarische Landwirtschaft" kann das Klima schützen und die sozial-ökologische Transformation voranbringen. Doch Solawi-Bauer Christian Heymann aus Berlin steht gleich mehreren Problemen gegenüber.

von Leonie Vogelsang

Das Antiblockiersystem

Welche Mächte sind es, die das Stadtquartier verändern?

Ein gutes Dutzend Menschen mit Gartengeräten versuchen eine ehemalige Wiese in Gartenland umzugestalten.

Seit Jahren entwickelt sich der Graefekiez im Berliner Stadtteil Kreuzberg zu einem klimaresilienten urbanen Raum. Das beruht vielfach auf einem intensiven Wechselspiel von Bürgergruppen und anderen Akteuren sowie den städtischen Parlamenten und Verwaltungen.

ein Gastbeitrag von Cléo Mieulet

Das Antiblockiersystem

Mehr Autos stehen in Berlin länger herum

Auf einer Straße am Brandenburger Tor in Berlin fahren kaum Autos, während der Straßenrand vollgeparkt ist.

Obwohl mehr Autos verkauft werden, wird seit Jahren weniger Autoverkehr in der Hauptstadt gemessen. Politik für das Auto verliert zunehmend ihre Grundlage. Denn Messstellen irren nicht.

ein Gastbeitrag von Weert Canzler

Heizen mit Biomasse

Berlin auf dem Holzweg

Vor einem modernen Holzheizkraftwerk im Berliner Bezirk Neukölln stehen einige Autos.

Holz für die Wärmeversorgung zu nutzen, ist fast genauso klimaschädlich, wie Kohle zu verbrennen, warnen Umweltorganisationen. Sie kritisieren die Wärmewende in Berlin und den Dekarbonisierungsplan von Vattenfall für die Stadt.

von Leonie Vogelsang

Anhörung zu Solarsteckgeräten

Noch kein Solarsommer vorm Balkon

Ein junger und ein alter Mann stehen auf einem Balkon und schrauben zwei Solarmodule an.

Zu einer "privilegierten Maßnahme" in Wohnungen soll per Gesetz die Installation von Balkonsolaranlagen erklärt werden. Das werde nicht reichen, um die Widerstände der Vermieter gegen die Steckersolargeräte aufzulösen, betonen Solar-, Umwelt- und Mieterverbände.

von Jörg Staude

Das Antiblockiersystem

Berliner Kieze bald ohne Gewerbe?

Die Graefestraße führt durch ein Kreuzberger Wohngebiet mit typischen fünfstöckigen Gründerzeithäusern. Parallel zum Straßenrand dürfen Autos auf öffentlichem Grund geparkt werden.

Ein Projekt zur Umwidmung von Parkplätzen in Berlin-Kreuzberg lässt vermuten, dass nicht alle Gewerbe von solchen Verkehrswende-Maßnahmen profitieren. Vor allem Kleingewerbe und Handwerk fühlen sich durch Parkplatznot bedrängt.

ein Gastbeitrag von Vanessa Rösner, Viktoria Scheidler

Das Antiblockiersystem

Ohne Barrierefreiheit keine Verkehrswende

Ein älterer Mensch im Rollstuhl, man sieht vor allem eine Hand und die Räder.

Das Ziel, die Verkehrswende mit experimentellen Lösungen auf die Straße zu bringen, birgt die Gefahr, Menschen auszuschließen. So können Ältere und jene mit eingeschränkter Mobilität neu gestaltete öffentliche Räume nicht nutzen, wenn die Planung ihre speziellen Bedürfnisse nicht berücksichtigt.

ein Gastbeitrag von Vanessa Rösner, Viktoria Scheidler