klima update° – Folge 281

Umweltkosten von KI, klimabedingte Flucht, wenig Klima unter Merz

Eine in Wellenbewegungen ansteigende Temperaturkurve und der Schriftzug: Klima-Update – unser Podcast.

Der ökologische Fußabdruck von Rechenzentren und künstlicher Intelligenz wächst massiv. Der Klimawandel verschärft Fluchtbewegungen, zeigt ein Report. Die Bundesregierung spricht kaum noch über Klimapolitik. 

von Verena Kern, Katharina Schipkowski

Müllers Woche

Röttgens Kritik an Reiche, kritische Kommunalpolitik und die Kritiker des Weltklimarats

Porträtaufnahme von Michael Müller.

Kalenderwoche 22: Eine Regierungserklärung des Bundeskanzlers zur Energiepolitik sollten Umwelt- und Verbraucherverbände, Grüne und Linke öffentlich sowie die SPD intern verlangen, fordert Michael Müller, SPD-Vordenker und Mitglied des Herausgeberrats von Klimareporter°. Eine feste Arbeitsgruppe "Energiewende" der Ministerien sollte zudem Fragen von Ökologie, Verbraucher- und Industriepolitik klären. 

Gebäude­modernisierungs­gesetz

Wofür reicht die SPD die Hand bei der Reform des "Heizungsgesetzes"?

Hände mit mit zwei Rohrzangen bei der Reparatur eines Gaskessels.

Der im Bundeskabinett beschlossene Entwurf fürs neue "Heizungsgesetz" geht deutlich über die mit der SPD verhandelten Positionen im Koalitionsvertrag und im Eckpunktepapier hinaus. Dazu gehört die Streichung des Verbots, Heizungen auch 2045 und danach fossil zu befeuern.

ein Gastbeitrag von Jochen Luhmann

Energiepolitisches Rollback

Energiewende verkehrt

Eigenheim mit großer Solaranlage auf dem Dach – das Bild ist aber auf den Kopf gestellt.

CDU-Energieministerin Reiche versucht ihre Konzern-nahe Agenda durchzudrücken – gegen den Widerstand von Teilen der Branche und der mitregierenden SPD. Hoffentlich können die Sozis dem Abwracken der Energiewende noch etwas entgegensetzen.

ein Kommentar von Joachim Wille

Klimaschutzprogramm

"Die Regierung sorgt beim Klimaschutz für Polarisierung"

An einem Mast auf der Straße klebt ein Sticker mit einem halb zerrissenen Herz und dem Spruch: Kein Merz für Kinder.

Gerade jetzt in der Energiekrise besteht die Chance, den fossilen Kapitalstock zu verringern, sagt Lisa Badum, klimapolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag. Von Umweltminister Schneider erwartet sie mehr Einsatz für einen sozialen Klimaschutz, etwa für ein preiswertes Deutschlandticket.

Interview: Jörg Staude

Schwarz-rote Klimapolitik

Bremsmanöver zur Unzeit

Hochspannungs-Leistungsschalter mit Keramik-Isolator in einem Umspannwerk.

Die Merz-Koalition hat Klimaschutz versprochen, aber immer deutlicher zeigt sich: Mit dieser Politik kommt er nicht. Ob Stromwende, Wärmewende oder Verkehrswende – eine Perspektive ist nicht erkennbar.

ein Kommentar von Joachim Wille

Hausheizungen

Wärmepumpen kommen in die Wahl

Eine Luftwärmepumpe steht vor einem modernen Einfamilienhaus in einem Schottergärtchen.

Eine Umfrage zeigt, dass die Beliebtheit der neuen Heizungstechnologie steigt. Damit wächst der Druck auf die Koalition, endlich Klarheit im geplanten neuen Gebäudegesetz zu schaffen.

von Joachim Wille

Bundesregierung

Die neuen Klima-Minister von Friedrich Merz

Friedrich Merz in Großaufnahme bei einer Veranstaltung, sein Gesichtsausdruck bewegt sich zwischen aufmerksam, nachdenklich und zweifelnd-distanziert.

Eine Energiemanagerin, ein zurückhaltender Verkehrspolitiker und ein Metzgermeister besetzen in der kommenden Legislatur klimapolitisch entscheidende Ministerien. Vor allem eine Personalie sorgt für kontroverse öffentliche Reaktionen.

von David Zauner

Regierungsprogramm

Schwarz-rote Koalition lässt den Klimaschutz zurücktreten

Erdgasleitung im Bau, neben dem ausgehobenen Graben, in dem schon ein Stück Rohr liegt, steht ein roter Bagger.

Klimaschutz ist nicht länger ein Instrument, um Deutschland zukunftsfähig zu machen. Er ist nicht einmal mehr eine Querschnittsaufgabe, die alle Bereiche erfasst. Im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD tröpfelt das Klima nur noch zwischen den Worten und Zeilen.

von Jörg Staude, David Zauner

Quaschnings Videokolumne

Ampel-Aus: Deutschland krisenfest machen

Cornelia und Volker Quaschning nehmen mit dem Mikrofon eine Podcast-Folge auf.

Nach dem Ampel-Aus steht Deutschland vor Neuwahlen. Welche Fehler wurden gemacht? Was ist gut gelaufen? Was muss jetzt passieren und welche Lösungen brauchen wir? Podcast Folge 40.

eine Kolumne von Cornelia und Volker Quaschning

Kemferts Woche

Chancen durch Ampel-Aus, Klimagipfel-Start mit Rückschlag und die People Power

Claudia Kemfert vor verschwommener Bücherwand.

Kalenderwoche 45: Das Ende der Ampel kann eine Chance sein, sagt Claudia Kemfert, Energieökonomin und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Von der sich verschlechternden Lage für grüne Unternehmen in den USA könne Deutschland profitieren, wenn es die Schuldenbremse reformiert und Anreize zur Transformation schafft.

Bruch der Koalition

Die Dunkelflaute der Ampel

Ein rotes, ein grünes und ein gelbes Gummibärchen stehen nebeneinander, etwas verschwommen fotografiert.

Gut, dass die Agonie in Berlin aufhört. Für den Klimaschutz kann eine neue Regierung mehr bringen.

ein Kommentar von Joachim Wille

CO₂-Speicher-Gesetz

Habecks CO₂-Politik verärgert SPD und Grüne

Sektgläser

Das Bundeskabinett will die Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid auch bei Erdgas-Kraftwerken erlauben. Kritik kommt nicht nur von Umweltverbänden, sondern auch aus Regierungsparteien.

von Joachim Wille

Bundestag

Ränkespiele der FDP beim Klimaschutzgesetz

Verkehrsminister Volker Wissing sitz im Bundestag auf der regierungsbank und schaut zur Seite.

Mit Angstmache vor großflächigen Auto-Fahrverboten will Bundesverkehrsminister Wissing die Verabschiedung des entkernten Klimaschutzgesetzes erzwingen. Dahinter verbergen sich Winkelzüge der FDP, die echte Klimapolitik im Verkehr weiter verhindern will.

ein Kommentar von Jörg Staude

Initiative gegen zweiten Solar-Exodus

Doch noch ein Solar-Lichtblick

Ein orangefarbener Industrieroboter-Arm setzt ein Solarpaneel auf eine Fertigungsstraße in einer Solarfabrik. Das Bild ist von schräg unten aufgenommen.

Ein sächsischer Landrat will die stillgelegte Produktion beim Photovoltaik-Konzern Meyer Burger in Freiberg retten. Eine konkurrenzfähige Modulherstellung in Europa sei möglich, sagen auch Solarexperten.

von Joachim Wille

Soziale Klimapolitik

Klimageld im Orkus

Ein jung wirkender Olaf Scholz in Schwarz-Weiß auf einem roten Wahlplakat, darauf steht in Weiß: Kanzler für Klimaschutz – Scholz packt das an.

Das Klimageld ermöglicht sozial gerechten Klimaschutz. Die Ampel hat es versprochen, nun ist es Makulatur – ein Geschenk an AfD, Wagenknecht-Partei und Co.

ein Kommentar von Joachim Wille

Halbzeit auf der COP 28

Das deutsche Momentum auf dem Klimagipfel

Jennifer Morgan inmitten von anderen Delegierten bei der Eröffnungssitzung des Klimagipfels in Dubai.

Am heutigen Donnerstag pausiert die Weltklimakonferenz in Dubai. Eine gute Gelegenheit für die deutsche Delegation, um tags zuvor eine Halbzeitbilanz zu ziehen und die vom Bundeskabinett beschlossene Strategie für die Klimaaußenpolitik vorzustellen.

von Jörg Staude

UN-Klimagipfel COP 28

Schwieriges deutsches Schaulaufen in Dubai

Marokko COP 22

So viele deutsche Ministerinnen und Minister wie nie zuvor wollen sich auf dem heute beginnenden Weltklimagipfel präsentieren. Das Konzept, fehlenden Ehrgeiz im Inland durch großzügige Gaben zur internationalen Klimafinanzierung auszugleichen, ist aber mit dem jüngsten Verfassungsgerichtsurteil gescheitert.

von Jörg Staude

Nach dem Verfassungsgerichtsurteil

Ampel im Klimanotstand

Euro-Geldscheine vor schwarzem Hintergrund.

Besser nichts ausgeben als richtig ausgeben? Nein, das 60-Milliarden-Loch bei den Energiewende-Investitionen kann durchaus gefüllt werden.

ein Kommentar von Joachim Wille

Urteil aus Karlsruhe

Verfassungsgericht durchlöchert Finanzpolitik der Ampel

Ein grüner Hundert-Euro-Schein liegt im grünen Gras.

Die Verwendung nicht benötigter Corona-Kredite für den Klima- und Transformationsfonds der Bundesregierung widerspricht der Schuldenbremse, urteilt das Bundesverfassungsgericht. SPD, Grünen und FDP fehlen nun 60 Milliarden Euro.

von Hannes Koch