Bundesumweltminister

Für Hitzeschutz nicht zuständig, für schwächeres Umweltrecht schon

Bundesumweltminister Carsten Schneider hält eine handliche Wärmebildkamera auf ein Modell mit Häusern, Autos, Grünflächen und Menschen.

Die Ausgestaltung eines nationalen Hitzeaktionsplans zu prüfen, kündigte Bundesumweltminister Carsten Schneider Mitte Juni an. Tage später erklärt er sich für nicht zuständig beim Hitzeschutz. Wichtiger ist seinem Haus offenbar eine vermeintliche Modernisierung des Umweltrechts.

von Jörg Staude

Klimaanpassung

Hitze steigt schneller als Hitzeschutz

Luftaufnahme einer mittelgroßen deutschen Stadt im Sommer.

Deutschland ist auf die Folgen extremer Hitze gerade für gefährdete Menschen schlecht vorbereitet, kritisieren Organisationen der Zivilgesellschaft. Das Umweltministerium baut auf Leitfäden, natürlichen Klimaschutz – und hofft auf frisches Geld im Bundeshaushalt.

von Jörg Staude

40 Jahre Umweltministerium

Merkel warnt vor Rolle rückwärts

Sieben der neun Umweltministerinnen und Umweltminister seit 1994 stehen auf der Bühne hinter eibnem Transparent mit der Aufschrift: Natur verbunden – 40 Jahre Umweltministerium.

Beim 40-jährigen Jubiläum des Bundes­umwelt­ministeriums mahnt die Ex-Kanzlerin, den Klimaschutz trotz Krisen nicht zu verdrängen. Auch den Atomausstieg verteidigt sie.

von Joachim Wille

Umweltpolitik

"Man darf sich von Industrielobbys nicht erpressen lassen"

Angela Merkel schneidet eine Torte an, während Barbara Hendricks hilft und Jürgen Trittin, Peter Altmaier und Klaus Töpfer zusehen. Auf der Torte steht: 30 Jahre Bundesumweltministerium.

Dank der Energiewende ist Deutschland aus Atom und Kohle ausgestiegen, bilanziert Ex-Umweltminister Jürgen Trittin im Interview zum 40‑jährigen Jubiläum des Bundes­umwelt­ministeriums und über das aktuelle politische Rollback.

Interview: Joachim Wille

Energieintensive Industrie

Für die Chemie soll der Klimaschutz stimmen

Große Raffinerieanlage bei Nacht, auf hohen stählernen Schornsteinen brennen einige Gasfackeln.

Die Chemieindustrie leidet unter hohen Preisen für fossiles Erdgas. Zwecks Entlastung kündigt das Bundes­umwelt­ministerium nun eine höhere Strompreis­kompensation an und macht der EU-Kommission Vorschläge für einen entschärften Emissionshandel.

von Jörg Staude

Ausbau der Erneuerbaren

Schwerer Start in die zweite Halbzeit

Ein Sturm zieht über einen Windpark in ebener Landschaft hin.

Für den Fortgang der Energiewende ist 2026 das entscheidende Jahr, verkünden Verbände, Politik und Experten bei jeder Gelegenheit besorgt. Tatsächlich steht allein schon die Stromwende vor einem schweren Start in ihre anstehende "zweite Halbzeit".

von Jörg Staude

Expertenrat für Klimafragen

Die sieben Rechtspflichten für den Klimaschutz

Einige Windräder in Landschaft mit Wäldern und Feldern, im Hintergrund ein großes Kohlekraftwerk mit neun dampfenden Kühltürmen.

Rechtliche Pflichten aus dem Klimaschutzgesetz und dem Kohle-Ausstiegsgesetz werden von den Bundesregierungen teilweise seit Jahren nicht erfüllt. Sieben dieser Vorgaben listet der Klima-Expertenrat jetzt erneut in einer Stellungnahme auf, fünf davon sind nach wie vor überfällig.

von Jörg Staude

Ausstellung über Umweltzeitung

Das Rabennest im Ministerium

Ausstellungstafeln sind in einem kleinen Raum angeordnet, darauf steht zum Beispiel: Verkehrswende – und dann ein längerer Text mit Fotos.

Eine Fundgrube für Umweltinteressierte und solche, die über Ökothemen aller Art in Medien unterwegs sind: Die Berliner Umweltzeitung Der Rabe Ralf präsentiert 35 Jahre publizistische Arbeit, derzeit im Haus des Bundesumweltministeriums.

von Jörg Staude

Umweltministerrat

Politisches Schauspiel ums EU‑Klimaziel

Berliner Compagnie

Zur heutigen Tagung des Umweltministerrats hat sich um die Festlegung des EU-Klimaziels für 2040 ein bizarres politisches Bühnenstück entwickelt. Welche Figur dabei der Bundesumweltminister abgibt, wird ganz verschieden beurteilt. 

von Jörg Staude

CO₂-Reduktion bis 2040

Regierung zofft sich um Europas Klimaziel

Vor dem Ausgang warten die Medienvertreter, die draußen bleiben mussten. Der Saal war nicht groß genug.

Zwei Monate vor Beginn des 30. Weltklimagipfels in Belém streitet sich die schwarz-rote Koalition um das europäische Klimaziel für 2040. Den direkten Angriff scheut das Kanzleramt dabei und setzt offenbar auf Verfahrenstricks.

von Jörg Staude

Wasserspeicher-Initiative

Mit dem Wasser kommt der Klimaschutz dahergeschwommen

Auf einer großen nassen Wiese steckt ein Spaten in der Erde.

In Zeiten klimawandelverstärkter Hitze macht sich eine Initiative zum Wasserspeichern und Abkühlen gut, dachte das Bundesumweltministerium. Die Projekte in Stadt, Land und Wald erzählen aber auch einiges über den heutigen Stellenwert des Klimaschutzes.

von Jörg Staude

Klimapolitik

Der Wachstums-Klimaminister

Carsten Schneider schaut skeptisch und stemmt einen Arm in die Seite, hinter ihm eine rote Wand mit dem Wahlkampf-Slogan: SPD – besser für Deutschland.

Der Klimaschutz ist in der schwarz-roten Bundesregierung wieder ganz ins Umweltressort zurückgekehrt. Einen Monat nach Amtsübernahme fremdelt der neue Umwelt- und Klimaminister Carsten Schneider (SPD) noch mit der neuen Verantwortung.

ein Kommentar von Jörg Staude

klima update° – Folge 228

Neuer Umweltminister, EU weicht Flottengrenzwerte auf, Reiche für zwei Drittel der Erderwärmung verantwortlich

Eine in Wellenbewegungen ansteigende Temperaturkurve und der Schriftzug: Klima-Update – unser Podcast.

Was ist von Carsten Schneider zu erwarten, der nun für Klimapolitik zuständig ist? Die EU gibt Autokonzernen mehr Zeit bei den CO2-Grenzwerten. Reiche Menschen tragen überproportional zu extremen Klimaereignissen bei.

von Verena Kern, Jonas Waack

Umweltpolitik

Das grüne Gewissen Deutschlands

Klaus Töpfer und Hermann Scheer im angeregten Gespräch.

Klaus Töpfer war ein unabhängiger Politiker, wie es sie heute kaum noch gibt. Er war als Mensch tolerant und als Politiker kompromissbereit, aber mit einer festen Überzeugung.

ein Gastbeitrag von Franz Alt

Nachruf

Der grüne Schwarze

Klaus Töpfer steht am Pult und spricht, während er eine raumgreifende Handbewegung macht.

Klaus Töpfer war Deutschlands renommiertester Umweltpolitiker. Der langjährige Bundesumweltminister und spätere UN-Umweltchef erkannte früher als andere, dass Klima, globaler Umweltschutz und Entwicklung der armen Länder zusammengehören.

von Joachim Wille

Offshore-Windkraft

Geld für Naturschutz wird im Haushalt verpulvert

Offshore-Windpark Sandbank in der Nordsee

Die Proteste der Bauern gehen ab heute weiter, obwohl die Kürzung ihrer Subventionen teilweise zurückgenommen wurde. Dazu will die Koalition auch 250 Millionen Euro einsetzen, die eigentlich für den Meeres-Naturschutz gebunden sind. Gegen diesen Eindruck wehrt sich wiederum das Umweltministerium.

von Jörg Staude

Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz

Mit Wald und Wiese gegen die Klimakrise

Rinder auf einer Weide in Ostfriesland, hinten stehen Windräder.

Mit den von FDP-Chef Lindner verkündeten Paradigmenwechseln im Naturschutz kann Umweltministerin Lemke nicht viel anfangen. Das ließ die Grüne durchblicken, als sie am Mittwoch den Kabinettsbeschluss zum natürlichen Klimaschutz vorstellte – aus ihrer Sicht ein wirklicher Paradigmenwechsel.

von Jörg Staude

Förderende für Agrokraftstoffe

Weniger Biosprit, aber was dann?

Rapsfeld

Ein Gesetzesvorschlag von Umweltministerin Lemke soll die Förderung von Agrokraftstoffen aus Nahrungsmitteln oder Energiepflanzen bis 2030 beenden. Was aus Sicht der Welternährung unerlässlich erscheint, droht die Treibhausgasemissionen im Verkehr in Deutschland weiter nach oben zu treiben.

von Jörg Staude

Kabinett verabschiedet Moorschutzstrategie

Ampel betreibt Klimaschutz auf Groko-Niveau

Ein Raupenfahrzeug fährt über eine feuchte Wiese und erntet Schilf und andere Gräser.

Als Begleitmusik zum laufenden Weltklimagipfel hat die Bundesregierung die Nationale Moorschutzstrategie verabschiedet. Sie setzt vor allem auf freiwillige Maßnahmen, gerade gegenüber den Landwirten. Umweltschützer attestieren der Regierung fehlenden Ehrgeiz und Klimaschutz auf dem Niveau der großen Koalition.

von Jörg Staude

Ankündigung des Bundesumweltministeriums

Vier Milliarden für natürlichen Klimaschutz

Trotz der Belastungen des Bundeshaushalts durch Krieg und Energiepreiskrise sollen in den nächsten vier Jahren vier Milliarden Euro zusätzlich für Maßnahmen zum natürlichen Klimaschutz aufgebracht werden. Das kündigte Umweltministein Lemke am Montag auf einer Tagung zum Moorschutz an.

von Jörg Staude