Verkehr

Robotaxis: China fährt vor, Deutschland schaut hinterher

Ein weißes Auto fährt an einem Sicherheitszaun entlang.

China hat sich, neben den USA, zu einem dynamischen Experimentierfeld für autonome Fahrsysteme entwickelt. Deutschland erteilte dagegen erst jetzt, fünf Jahre nach Verabschiedung der entsprechenden Verordnung, erstmals eine Betriebsgenehmigung für ein selbstfahrendes Auto – von einem chinesischen Anbieter.

von Timo Daum, Andreas Knie, Lia Musitz

Serie: Chinas Klimapolitik

"Bei globalen Herausforderungen dürfen wir nicht auf Kooperation mit China verzichten"

Ein Zug der kenianischen Staatsbahn hält am neuen Bahnhof Nairobi in einer weiten Ebene mit einigen Industrieanlagen.

In Chinas klima- und entwicklungs­politischer Erzählung geht es bei den globalen Nachhaltigkeits­zielen nicht schnell genug voran, sagt die Sinologin Marina Rudyak. Deutschland könne Partnerländer etwa in Afrika oder Asien dabei unterstützen, besseren Nutzen aus Chinas Präsenz zu ziehen. Teil 23 der Serie.

Interview: Merle Groneweg

Quaschnings Videokolumne

Quaschning erklärt: Superbatterien aus China

Aufmacherbild: Volker Quaschning im grauen Kapuzenpulli, vor ihm ein rotes Elektroauto aus China.

Elektroauto laden fast so schnell wie tanken? Neue Batterien von BYD und CATL laden in fünf bis zehn Minuten voll, mit Reichweiten bis zu 1.000 Kilometern. Parallel entstehen in China Tausende Megawatt-Ladestationen. Derweil diskutieren wir über die Zukunft antiker Verbrenner.

eine Kolumne von Volker Quaschning

Zukunftsbranchen

"Solarfabriken kann man auch bei uns betreiben"

Arbeiterin in weißer Schutzkleidung an einer Maschine zur Herstellung von Solarpaneelen in einer Produktionshalle.

China erntet jetzt die Früchte einer jahrzehntelangen konsequenten Industriepolitik, sagt Eicke Weber. Der führende Energiewendeforscher über die Boombranche Photovoltaik und Deutschlands Chancen, hier wieder Anschluss zu finden.

Interview: Joachim Wille

Serie: Chinas Klimapolitik

"Die Phase nach dem CO₂-Peak wird für China schwierig"

Luftaufnahme eines großen Zementwerks mit Metallkonstruktionen und Rohrleitungen.

Für den Ausstieg aus fossiler Infrastruktur ist der Emissionshandel in China zentral, sagt Zhibin Chen, Experte für CO2-Märkte beim Thinktank Adelphi. Beim CO2-Grenzausgleich könnte sich ein weltweiter Rahmen für handelspolitische Klimafragen entwickeln. Teil 22 der Serie.

Interview: Merle Groneweg

Serie: Chinas Klimapolitik

"In China gibt es eine klare Strategie der Elektrifizierung"

Etwa 80 weiße Batteriespeicher-Container auf einer umzäunten Fläche, von schräg oben aufgenommen, weit im Hintergrund stehen zahlreiche Hochspannungsmasten.

China erreicht mit mehr staatlicher Planung eine effiziente grüne Transformation, sagen die Sinologin Lia Musitz und der Transformations­forscher Timo Daum. Ohne sich zu sehr an China zu orientieren, sollte auch Europa über grundlegende Entwicklungsmodelle nachdenken. Teil 21 der Serie.

Interview: Merle Groneweg

Ladeinfrastruktur

Turbo an der Ladesäule

Kunden begutachten neue, große Modelle des Autoherstellers BYD in einem hellen Verkaufsraum in zurückhaltenden Farben, aber mit blitzendem Boden.

Der chinesische Autokonzern BYD meldet einen Durchbruch beim schnellen Laden von E‑Autos. Der Akku ist nach neun Minuten voll. Nun soll das Schnellladenetz ausgebaut werden.

von Joachim Wille

Der gute Wille

Chinas Klimatrab

Auf einem Dekorations-Rondell sind zweidimensionale lebensgroße bunte Pferde aufgestellt.

Mit seinem neuen Fünfjahresplan verfolgt China weiter eine energiepolitische Doppelstrategie. Ein kontrollierter Trab vorwärts – der für das Weltklima in die schnellere Gangart wechseln müsste.

eine Kolumne von Joachim Wille

Circular Economy

China holt auch bei der grünen Wirtschaft auf

Altbatterien auf einem Förderband vor dem Recycling in einer Fabrik in Krefeld.

Bei der Kreislaufwirtschaft ist Deutschland noch mit an der Weltspitze, doch Dynamik fehlt, und der Druck aus Ostasien wächst. Kernfelder sind das Batterie-Recycling und die Wiederverwertung beim Bauen.

von Joachim Wille

Serie: Chinas Klimapolitik

"Bürokratisches Handeln in China hat eine starke öffentliche Dimension"

Ein Junge mit Atemschutzmaske steht auf einer Brücke über die Stadtautobahn in Peking.

Saubere Luft als politisches Versprechen: Umweltpolitik in China ist auch Teil einer Inszenierung von Handlungsfähigkeit, sagt die Politikwissenschaftlerin Iza Ding. Im Interview erklärt sie, was passiert, wenn öffentliche Aufmerksamkeit hoch, staatliche Kapazitäten aber begrenzt sind. Teil 20 der Serie.

Interview: Merle Groneweg

Erneuerbares Stromsystem

Energie aus Luft

Haushohe, weiß gestrichene Industrieanlage, aus der drei große Rohre heraus- und U-förmig gebogen wieder hineinführen.

China hat den größten Druckluft-Speicher weltweit in Betrieb genommen – als Ergänzung zur fluktuierenden Ökostrom-Einspeisung. Neben Solar- und Windkraft fährt das Land nun auch Netze, Speicher und steuerbare Reservekapazitäten hoch.

von Joachim Wille

Emissionsrückgang

Kommt der globale CO₂-Peak?

Auf einem geraden Steinweg durch einen kleinen Solarpark geht ein Mann.

China und Indien produzieren weniger Kohlestrom, das könnte die Wende für den globalen Treibhausgasausstoß bedeuten. Es braucht aber noch energiepolitische Weichenstellungen für das neue Stromsystem.

von Joachim Wille

Aktionsplan

China soll ergrünen

Zwei Dutzend E-Kleinwagen stehen an einer Carsharing-Station und werden aufgeladen.

Die Regierung in Peking verkündet einen Plan für Öko-Konsum als neue Wirtschafts- und Ressourcenstrategie. Weiteres Wachstum soll mit mehr Energie- und Ressourceneffizienz einhergehen.

von Joachim Wille

Serie: Chinas Klimapolitik

"Auch Chinas Wirtschafts­funktionäre sehen Extremwetter inzwischen als Problem"

Überfluteter Spielplatz in einer Hochhaussiedlung in Hongkong nach dem Taifun Mangkhut

Klimabedingte Katastrophen haben China in den letzten Jahren aufgerüttelt, sagt Klimaexpertin Anika Patel vom Newsportal Carbon Brief. Für die wachsenden Probleme gebe es immer öfter auch Lösungen. Was vor Ort ankommt, sei aber regional sehr unterschiedlich. Teil 19 der Serie.

Interview: Merle Groneweg

Zehn Jahre Paris-Vertrag

"China ist der Hoffnungsträger"

Vier Batteriespeicher-Container auf einer umzäunten Fläche, im Hintergrund eine Industrieanlage.

Vom UN-Klimagipfel in Belém erhofft sich Klimaforscher Niklas Höhne vom New Climate Institute vor allem ein starkes Bekenntnis zu Kooperation und Regeln. Das halte die Tür offen – während die Märkte die Energiewende vorantreiben.

Interview: Joachim Wille

Serie: Chinas Klimapolitik

"Der Wandel braucht mehr als neue Solar- und Wind-Kapazitäten"

Einige Behälter, Leitungen und Schornsteine einer Raffinerie, möglicherweise einer Kohleraffinerie.

Was hinter dem erstmaligen Rückgang der chinesischen CO2-Emissionen aus Kraftwerken und Industrie steckt, erläutert Energieexperte Kevin Tu von Agora Energy China. Mit Reformen im Stromsystem und einem sozial gerechten Übergang seien die Klimaziele früher erreichbar. Teil 18 der Serie.

Interview: Merle Groneweg

Quaschnings Videokolumne

Quaschning erklärt: China hängt uns ab

Aufmacherbild: Volker Quaschning im weißen Hemd mit Pullover, hinter ihm die Umrisse von China, eingefärbt mit der Nationalflagge, darauf ein Solar-Paneel und ein Windrad.

China baut mehr Solar- und Windkraft in einem Jahr als die EU in 30 Jahren, China baut 50 Prozent aller E‑Autos – und wir? Halten an Verbrennerautos und Erdgaskraftwerken fest. Was wollen wir künftig eigentlich noch exportieren?

eine Kolumne von Volker Quaschning

Serie: Grüne Geldanlage – Teil 56

Grünes Licht in China

Grafik: Pflanzen wachsen an Bankgebäuden und fossiler Infrastruktur hoch

Das neue chinesische Klimaziel markiert einen wichtigen Wendepunkt in der weltweiten Klimapolitik. Bundeskanzler Merz und seine schwarz-rote Regierung geraten unter Druck. Deutschland und die EU drohen abgehängt zu werden.

von Hermannus Pfeiffer

Internationale Klimapolitik

Belém, China und Europa

Ein orangefarbener Industrieroboter-Arm setzt ein Solarpaneel auf eine Fertigungsstraße in einer Solarfabrik. Das Bild ist von schräg unten aufgenommen.

Während der US-Präsident vom "Hoax" Klimawandel faselt und die Europäische Union zögert, geht Peking beim Klima voran. Der Großemittent EU darf jetzt nicht länger zaudern.

ein Kommentar von Joachim Wille

Müllers Woche

Neo-Ministerin, gewerkschaftliches Klimadefizit und der chinesische Sprung

Porträtaufnahme von Michael Müller.

Kalenderwoche 36: Es war ein Grundfehler der Koalition, Katherina Reiche zur Wirtschaftsministerin zu machen, sagt Michael Müller, SPD-Vordenker und Mitglied des Herausgeberrats von Klimareporter°. Reiche denke von kurzfristigen Interessen her, ihr Credo sei neoliberal und sie verdränge die Klima-Dimension.