Anzeige

Strauchelnde Tropenwälder

Auch Afrikas Regenwälder sind keine CO₂-Senke mehr

Undurchdringlicher tropischer Wald mit vielen verschiedenen Pflanzen, darunter Bäume und große Farne.

Natürliche CO2-Speicher schwächeln weltweit. Eine neue Studie zeigt: Auch Afrikas Wälder geben inzwischen mehr Kohlenstoff ab, als sie aufnehmen.

von David Zauner

klima update° – Folge 248

Abstriche beim Moorschutz, Regierung will Wasserstoff-Hochlauf beschleunigen, Klimafinanzierung droht einzubrechen

Eine in Wellenbewegungen ansteigende Temperaturkurve und der Schriftzug: Klima-Update – unser Podcast.

Der Umweltminister will mehr Geld in Moorschutz stecken, beim CO2-Sparen aber mehr auf Wälder setzen. Trotz Beschleunigungsgesetz gefährden gekürzte Fördermittel den Wasserstoff-Hochlauf. Deutschland hielt 2024 seine Klimafinanzierungs-Zusage ein, doch 2025 drohen Kürzungen.

von Sandra Kirchner, Susanne Schwarz

Hartmut Graßl zum 85. Geburtstag

Koevolution von Grasland und Weidetieren: Gräser brauchen den Biss!

Eine gemischte Rinderherde grast auf einer Wiese neben einigen kleineren Bäumen im Flachland.

Graslandböden speichern weltweit 50 Prozent mehr Kohlenstoff als Waldböden. Das Klimaschutz-Potenzial der Gräser wird aber zunehmend beschränkt, wenn Grünland nicht beweidet, sondern gemäht oder gar in Wald oder Ackerflächen umgewandelt wird.

ein Gastbeitrag von Anita Idel, Hubert Weiger

Negative Emissionen

CO₂-Platz unter der Erde schrumpft

Ein blau-weißes Schiff mit einem hohen, abgerundeten Aufbau am Bug fährt in Landnähe über das Meer.

Unterirdische CO2-Speicher bieten bei Berücksichtigung von Risiken deutlich weniger Potenzial als angenommen, zeigt eine neue Studie. Auch in Deutschland gilt: Nur ein Bruchteil des technisch Möglichen ist wirklich vertretbar.

von David Zauner

Graßls Woche

Angepasste Klimaschuldner, Ausfall der Waldsenke und leichte Entwarnung bei Methan

Kalenderwoche 35: Die Länder, die im Klimawandel noch günstige Bedingungen bieten, erreichten dies durch exzessive fossile Nutzung und somit massive Ungerechtigkeiten gegenüber anderen Weltregionen, erklärt Hartmut Graßl, Physiker und Meteorologe und Mitglied des Herausgeberrats von Klimareporter°. Ihre globale Klimaschuld diskutieren die angepassten Länder aber kaum.

Gutachten für Umweltministerium

Klima-Beirat empfiehlt eine Milliarde jährlich für Moorschutz

Bundesumweltminister Carsten Schneider und neun Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats für Natürlichen Klimaschutz halten zwei Exemplare des neuen Gutachtens in die Kamera.

Auch die Emissionsminderung durch Wälder und Moore steckt in Deutschland in der Krise. Mögliche Auswege zeigt ein Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats für Natürlichen Klimaschutz auf. Für eine öffentliche Präsentation hat das zuständige Ministerium keine Zeit.

von Jörg Staude

Waldpolitik-Papier

Orientierung versprochen – Nebelkerze gezündet

Moderne Holzerntemaschine beim Zerlegen eines Fichtenstamms .

Statt gangbare Klimaschutzpfade in der Landnutzung aufzuzeigen, erschwert der Wissenschaftliche Beirat für Waldpolitik mit seiner neuen Stellungnahme zu Wald und Holz eine lösungsorientierte Debatte und zündelt am Grundgerüst der Klimapolitik.

ein Gastbeitrag von Sven Selbert, Leonie Pilgram

Neues Moorbündnis

"Wenn ein Moor einmal weg ist, ist es weg"

Abgesackte und weggebrochene Fahrbahn der Autobahn A20 bei Tribsees.

Moore, lange Zeit zweckentfremdet, werden als CO2-Speicher immer wichtiger. Doch noch immer gefährden Infrastrukturprojekte die wertvollen Feuchtgebiete. Luke Schneider vom Moor-Klima-Bündnis fordert ein Umdenken.

Interview: Pia Hesse

Moor-Wiedervernässung

Lass die Gummistiefel daheim, es geht ins Moor

Ein kleiner Bagger hebt ein großes altes Staurohr aus dem Boden heraus.

Früher mystische Landschaften, heute karge Flächen: Moore wurden lange agrarisch genutzt und liegen nun meist trocken. Lösungen fürs Klima müssen auch wirtschaftlich sein. Ein Beispiel aus Brandenburg zeigt, wie es geht.

von Pia Hesse

Natürliche Senken

Hoffnungsblase Wald

Wald mit deutlichen Anzeichen von Trockenstress.

Nicht nur das deutsche Klimaschutzgesetz, auch die großen Klimamodelle überschätzen die CO2-Speicherleistung der Wälder. Das gefährdet die Klimaziele, zeigt eine neue Studie. Vor allem, wenn die neue Datenlage erstmal ignoriert wird.

von David Zauner

Podcast "Gipfelgespräch"

"Ohne CO₂-Minderung hilft auch kein natürlicher Klimaschutz"

Friedrich Bohn, Jörg Staude und Christian Mihatsch an einem Stehtisch im Gespräch.

Ohne schnelle Minderung der Treibhausgas-Emissionen können auch die sogenannten naturbasierten Lösungen das Klima nicht retten, sagt Ökosystemwissenschaftler Friedrich Bohn im "Gipfelgespräch"-Podcast von Klimareporter°.

von Christian Mihatsch, Jörg Staude

Bundeswaldinventur

"Der Wald kann nichts dafür"

Wald mit deutlichen Anzeichen von Trockenstress

Dürren und Borkenkäfer-Massenvermehrung schaden gerade den mittelalten Fichtenwäldern, den Motoren der CO2-Bindung, sagt Waldökologe Andreas Bolte vom Thünen-Institut. Aber jede Krise biete auch eine Chance, in dem Fall zum schnelleren Waldumbau.

Interview: David Zauner

Zahlen zum deutschen Wald

Abgesang auf die Holzäcker

Blick in einen Kiefernstangenforst.

Die "Bundeswaldinventur" zeigt, dass der Wald immer schlechter mit der Klimaerwärmung zurechtkommt. Er ist bereits zu einer CO2-Quelle geworden. Was zu tun ist, wissen alle, es geschieht nur nicht.

ein Kommentar von Joachim Wille

Natürlicher Klimaschutz

Werden die deutschen Wälder zum Klimaproblem?

Kahle Fichten im Bayerischen Wald.

Immer mehr Prognosen legen nahe, dass Deutschlands Wälder in Zukunft mehr CO2 ausstoßen als aufnehmen werden. Die Bundeswaldinventur wird in wenigen Tagen zeigen, ob die Schwelle nicht vielleicht schon überschritten ist.

von David Zauner

Klimaforschung

Kanadas Waldbrände zählen zu weltgrößten CO₂‑Quellen

Groißflächig brennender Wald in Kanada, vor dichten dunkelgrauen Rauchschwaden ist ein kleiner Hubschrauber zu sehen.

Forscher:innen fanden heraus, dass die kanadischen Waldbrände letztes Jahr mehr klimaschädliche Emissionen verursachten als die fossile Verbrennung fast jeder Industrienation. Schon länger mahnt die Wissenschaft, sich nicht auf natürliche CO2-Senken zu verlassen.

von David Zauner

Ted-Talk

Wenn Klimaforscher:innen nervös werden

Grafik: Vergangenheit und zwei mögliche Zukünfte der Erde - eine sichere und eine unsichere, heiße Zukunft.

Das Erdsystem verändert sich schneller, als die Wissenschaft erwartet hat. Nicht die einzige besorgniserregende Erkenntnis, die Johan Rockström, einer der führenden Erdsystemwissenschaftler, kürzlich der Öffentlichkeit mitteilte.

von David Zauner

Klimaschutzgebiete

"Schlick ist schick"

Auf ruhigem Meer holt ein Fischereischiff das Schleppnetz von backbord ein und gerät dabei in Krängung, also eine leichte Schieflage.

Grundschleppnetzfischerei bedroht den wichtigen CO2-Speicher am Meeresboden, gerade auch in der Nordsee. Umweltorganisationen fordern Klimaschutzgebiete, um dort Schleppnetzfischen, Baggern oder Kabelverlegung auszuschließen.

von Joachim Wille

Landnutzung

Fehlstart beim natürlichen Klimaschutz

Luftaufnahme einer Wiese mit zahlreichen schmalen Abschnitten, auf denen Torfmoose wachsen.

Fehlende CO2-Speicher in der Landnutzung sind ein weiteres Sorgenkind deutscher Klimapolitik – neben Verkehr und Gebäuden. Auch das milliardenschwere "Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz" schafft bislang keine Abhilfe. Nötig ist ein Richtungswechsel.

ein Gastbeitrag von Milan Loose, Peer Cyriacks

Natürliche CO₂-Senken

Die klimafreundlichen Riesen

Vom Boden in den Himmel fotografiert sieht man zahlreiche Mammutbäume.

Die gigantischen Mammutbaum-Wälder in Kalifornien nehmen mehr CO2 auf als jedes andere Ökosystem an Land. Eine neue Studie zeigt nun, dass die Baumriesen in Europa ebenso gut gedeihen.

von David Zauner

Negative Emissionen

"Langlebige CO₂-Speicherung ist noch nicht definiert"

Buchen in einem dichten Wald im tschechischen Teil der Karpaten.

Die CO2-Entnahme aus der Luft darf die nötige schnelle und drastische CO2-Reduktion nicht unterminieren, kann sie aber ergänzen, erklärt Julia Pongratz. Die Klimaforscherin koordiniert das deutsche Programm "CDR terra", das CO2-Senken an Land untersucht. 

Interview: Jörg Staude