Bürgerenergie-Konvent 2026

"Für Kommunen ist das Stromkabel übern Zaun keine Lösung"

Eine Fahne mit dem Logo vom Bündnis Bürgerenergie, daneben eine Solarstrom-Anlage und Bäume.

Energy Sharing heißt auch, dass Kommunen ihre im Stadtgebiet verteilten Liegenschaften mit selbst erzeugter erneuerbarer Energie versorgen können, betonen Lydia Takit und Harald Uphoff vom Bündnis Bürgerenergie. Sie plädieren für mehr Erneuerbare, mehr Bürgerenergie, niedrigere Strom- und Wärmepreise sowie weniger Abhängigkeit von fossilen Importen.

Interview: Jörg Staude

Bürgerenergie

Genossenschaften sind Gamechanger in der Wärmewende

Bauarbeiten für die Verlegung von Fernwärmeleitungen in Tübingen.

Trotz vieler Vorteile wird das Potenzial von Wärmegenossenschaften noch nicht ausgeschöpft. Die oft ehrenamtlichen Projekte stoßen schnell an Grenzen. Planung, Finanzierung und Betrieb der genossenschaftlichen Wärmewende erfordern professionelle Strukturen und verlässliche Rahmenbedingungen.

ein Gastbeitrag von Katharina Habersbrunner, Pascal Lang

Bürgerenergie-Konvent 2026

"Die Geschäftsmodelle der Bürgerenergie werden vielfältiger und innovativer"

Ein Dutzend Menschen steht am Fuß und auf der Treppe zum Turm eines Windrades, hinten stehen weitere Windräder.

Die Bürgerenergie hat sich immer für erneuerbare und gegen fossile Energien eingesetzt, für Resilienz und eine demokratische Kultur, betonen Lydia Takit und Harald Uphoff vom Bündnis Bürgerenergie. Die aktuellen Pläne des Wirtschaftsministeriums sind ein umfassender Angriff darauf, kritisieren sie.

Interview: Jörg Staude

Erneuerbare-Energien-Gesetz

"Ministerin Reiche will die Gewinne der fossilen Konzerne sichern"

Die Ortschaft Paschel bei Trier, im Hintergrund Windräder.

Heimische erneuerbare Energien sind die Lösung gerade in Zeiten von Krisen und Kriegen, sagt Hans-Josef Fell. Der Miterfinder des EEG kritisiert die aktuellen Pläne der schwarz-roten Koalition für Solardächer, Netzausbau, Bioenergie und Heizungen.

Interview: Joachim Wille

Resilienz im Stromsystem

Netzinseln bekommen wir erst übermorgen

Ein Starkstrom-Mast ist in mehreren Metern Höhe abgeknickt und liegt auf einem Feld.

Nach dem tagelangen Stromausfall im Januar in Berlin fragt sich auch die Energiebranche, wie das Stromsystem widerstandsfähiger werden kann. Dafür lässt sich die ohnehin kommende Dezentralität nutzen, meint das Akademienprojekt Esys.

von Jörg Staude

Quaschnings Videokolumne

Keine Angst vorm Stromausfall

Cornelia und Volker Quaschning nehmen mit dem Mikrofon eine Podcast-Folge auf.

Der Stromausfall im Januar in Berlin war sicher nicht der letzte. Mehr Resilienz gibt es nur durch eine schnelle, dezentrale Energiewende mit ersatzstromfähigen Speichern. Mit Millionen möglichen Energieinseln werden Anschläge auf die Stromversorgung nutzlos. Podcast Folge 43. 

eine Kolumne von Cornelia und Volker Quaschning

Dählings Woche

Fossile Füllhörner, zivile C‑Parteien und Energie­sicherheit von nebenan

Porträtaufnahme von Carolin Dähling.

Kalenderwoche 2: Ein dezentrales und flexibles Stromsystem kommt besser mit Störungen und Angriffen zurecht als wenige Großkraftwerke, findet Carolin Dähling von der Energiegenossenschaft Green Planet Energy, Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Sie plädiert für eine Art energiepolitische Unabhängigkeitserklärung Europas.

Sladeks Woche

65 Prozent für alle Gebäude, Energiewende-Profit für alle und der Fokus auf alles vor Ort

Porträtaufnahme von Sebastian Sladek.

Kalenderwoche 50: Die Wirtschaftsministerin sollte die positiven Seiten und die Vorteile der Energiewende für die Bürger stärker in den Vordergrund stellen, sagt Sebastian Sladek, Vorstand der Elektrizitätswerke Schönau (EWS) und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Für ihn gilt es auch, die Geschichte der Energiewende neu zu erzählen.

Effizienz

Klärwerke klären ihren Energiebedarf zunehmend selbst

Sprudelndes Abwasser im Belebungsbecken der Kläranlage Kaditz, im Hintergrund die Stadt Dresden.

Um Abwässer zu reinigen, müssen große Energiemengen eingesetzt werden. Kläranlagen können aber viel Strom und Wärme selbst erzeugen, etwa aus der Biomasse im Abwasser. Im besten Fall werden sie so "energieneutral".

von Stefan Schroeter

Sondierungspapier

Neue Groko verdoppelt Erdgasverstromung wieder

Neues Erdgas-Kraftwerk im Sonnenlicht, im Vordergrund ragt ein grüner Baum ins Bild.

Mit dem Bau von bis zu 20.000 Megawatt neuer Erdgaskraftwerke bis 2030 wollen CDU, CSU und SPD auch die Stromkosten senken. Das hält die Erneuerbaren-Branche für eine schlechte Idee und plädiert für ein dezentrales und flexibles "Backup" mit Ökoenergie.

von Jörg Staude

Hummels Woche

Unfug zur Windkraft, große Akzeptanz für kleine Solaranlagen und der Hype um Wasserstoff

Porträtaufnahme von Oliver Hummel.

Kalenderwoche 3: Nur noch große Wind- und Solarparks zu bauen, ist für die Akzeptanz der Energiewende nicht förderlich, findet Oliver Hummel, Vorstand beim Ökoenergieversorger Naturstrom und Herausgeberratsmitglied von Klimareporter°. Mit einer dezentralen Entwicklung verlören auch große Energiekonzerne an Marktmacht.

Energiewende

Erdgaslobby stellt Klimaneutralität infrage

Baustelle mit zwe Kränen, auf der von dem neuen Gaskraftwerk noch nicht viel zu sehen ist.

Angriffe auf die Energiewende kommen üblicherweise von Spitzenpolitikern der FDP oder der Union. Nun schlagen sich auch Energieexperten auf die Seite derjenigen, die ein klimaneutrales und dezentrales erneuerbares Stromsystem infrage stellen.

von Jörg Staude

Energiewende mit den Bürgern

"Keiner sagt: Der Windpark ist doof"

Windpark Druiberg bei Sonnenuntergang: Auf einer Erhebung stehen Windräder, eines davon ist zweiflügelig. Weiter hinten ist der Turm einer Kirche sichtbar, der von den Winrädern überragt wird.

Die Energiewende kann ein Gewinn für alle sein, zeigt das Beispiel von Osterwieck in Sachsen-Anhalt. Die Initiatoren empfehlen ihr Modell für alle Kommunen – die Beteiligungs-Regelung auf Bundesebene reiche nicht aus.

von Joachim Wille

Erneuerbares Energiesystem

"Der doppelte Ausstieg aus Atom und Kohle ist absolut realistisch"

Ein Monteur befestigt einen Kranhaken an der Nabe eines Windrades.

Klimaneutralität und Energiewende sind ein riesiges Konjunkturprogramm, sagt Sönke Tangermann. Der Vorstand der Ökoenergiegenossenschaft Green Planet Energy (GPE) sieht das vor 25 Jahren gegründete Unternehmen in der Tradition des zivilgesellschaftlichen Klima-Engagements.

Interview: Jörg Staude

Hummels Woche

Erneuerbare für Demokratie, Glättung der Solarspitzen und Energiewende mit mehr Mumm

Porträtaufnahme von Oliver Hummel.

Kalenderwoche 38: Die dezentrale Energiewende geht, richtig angepackt, mit einer Demokratisierung der Energieversorgung Hand in Hand, betont Oliver Hummel, Vorstand beim Ökoenergieversorger Naturstrom und Herausgeberratsmitglied von Klimareporter°. Eine Absenkung der Strom-Netzentgelte nach dem Gießkannenprinzip lehnt er ab.

Neubaupläne für Gaskraftwerke

Habecks Strategie zementiert alte Strukturen

Die drei Blöcke des Erdgaskraftwerks Irsching in Vohburg an der Donau mit typischen dünnen Schornsteinen.

Ein Thinktank geht mit der Kraftwerksstrategie des Wirtschaftsministers heftig ins Gericht. Neue Erdgas-Anlagen seien unnötig. Die vorhandenen Erd- und Biogaskraftwerke reichten aus, wenn die Kapazitäten entsprechend flexibilisiert werden.

von Joachim Wille

BEE-Chefin über Energiepolitik

"Nicht die Erneuerbaren müssen sich an das System anpassen, sondern das System an die Erneuerbaren"

Windenergieanlagen und eine Stromleitung auf einem Feld.

Für eine sichere Energieversorgung braucht Deutschland eher eine Flexibilitäts- als eine Kraftwerksstrategie, sagt Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie. Nach dem Verfassungsgerichtsurteil erwarte die Industrie Klarheit, wie die Wasserstoffprojekte finanziert werden.

Interview: Jörg Staude

Zertifizierung von Solaranlagen

"Künstliche Intelligenz kann ein Produktivitätsbooster sein"

Zwischen zwei Laptops, an denen gearbeitet wird, liegen Papierunterlagen und Kugelschreiber.

Ohne weitgehende Digitalisierung des Photovoltaik-Ausbaus wird Deutschland bald in einen Engpass hineinlaufen, warnt Marko Ibsch, Gründer und Geschäftsführer von Carbonfreed. Künstliche Intelligenz könne hier vor allem Ingenieursarbeit übernehmen.

Interview: Jörg Staude

Zukünftiges Stromsystem

Sonne im Keller

Ein Eigenheimbesitzer führt seinen Solarstromspeicher vor: "Alles aus eigener Herstellung!"

Eine stärker dezentrale Stromversorgung mit Speichern macht bis zu 30 Prozent mehr erneuerbare Energie im Netz möglich. Netzüberlastungen, wodurch Ökostrom "weggeworfen" werden muss, lassen sich dann laut einer Studie viel besser vermeiden.

von Joachim Wille

Gastbeitrag

Ökoenergien sichern den Auslandseinsatz ab

Mehrere Panzer fahren über einen Truppenübungsplatz bei Szczecin, der vordere richtet das Rohr auf die Betrachterin.

Die Bundeswehr erkennt die Vorzüge dezentraler erneuerbarer Energien, um Einsätze und Standorte unabhängiger und resilienter zu gestalten – ein Punkt im neuen Nachhaltigkeitsbericht aus dem Verteidigungsministerium.

ein Gastbeitrag von Jochen Luhmann