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Energiewende

Greentech wird im gehobenen Haushalt zum Standard

Zweistöckiges modernes Einfamilienhaus mit Terrasse, Pool, Elektroauto und Dach-Solaranlage.

Immer mehr Haushalte investieren in Solaranlagen, Elektroautos und andere klimafreundliche Technik, ergab das aktuelle Energiewendebarometer der Förderbank KfW. Die Trennlinie verläuft dabei weniger zwischen Befürwortern und Gegnern der Energiewende als nach dem Geldbeutel.

von Joachim Wille

Energiegesetze

Abschied von der "Zwangsverabschiedung"?

Solarpark mit Stromleitungen und Windrädern im Hintergrund, aufgenommen in Deutschland.

Nach dem Kabinettsbeschluss zu EEG-Reform und Netzpaket setzen die Erneuerbaren-Verbände nun aufs Recht und auf die Bundestags-Abgeordneten, um die gravierenden Verschlechterungen noch abzuwenden. Dazu müsste auch die zwangsweise Verknüpfung der beiden Gesetze aufgehoben werden.

von Jörg Staude

EEG-Reform

Reiches Bonus deckt nicht die Kosten der Direktvermarktung

Ein Monteur installiert ein Solarpaneel und schaut dabei auf ein Tablet.

Ein Bonus für die Direktvermarktung gehört zu den Zugeständnissen, mit denen Wirtschaftsministerin Reiche ihre Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes durchbringen will. Berechnungen des Forschungsinstituts Aquu zeigen jedoch: Die Wirkung des Bonus auf die Amortisation kleinerer Photovoltaik-Anlagen ist minimal.

von Jörg Staude

EEG-Reform und "Netzpaket"

Reiche(s) Kosmetik an den Strom-Gesetzen

Schminkpalette mit grünen, gelben und anderen Farben für Lidschatten.

Nach einem halben Jahr des Wartens präsentiert das Bundes­wirtschafts­ministerium endlich einen regulären, Klimareporter° vorliegenden Entwurf für das Erneuerbare-Energien-Gesetz sowie ein Netzpaket. Von kosmetischen Korrekturen abgesehen bremsen die Vorlagen aus dem Hause Reiche die Erneuerbaren aus und verschieben die Macht zugunsten der Netzbetreiber.

von Jörg Staude

EEG-Reform

"Wird Solarstrom nicht genutzt, wird das Stromnetz nicht automatisch systemdienlicher"

Solaranlagen auf dem Dach auf der Insel Fehmarn.

Die "Nulleinspeisung" droht kleineren Solaranlagen ab 2027 laut EEG-Entwurf des Wirtschaftsministeriums. Was das für Erzeuger bedeutet und ob mehr Eigenverbrauch, Aggregatoren oder Durchleitung nach Marktwert Abhilfe schaffen, erläutert Wirtschaftsingenieur Kai Buchholz vom Forschungsinstitut Aquu. 

Interview: Jörg Staude

Photovoltaik

Energiekrise und EEG-Angst befördern Solarstrom

Wohnhäuser auf Fehmarn mit Photovoltaikanlagen auf dem Dach

Wer sich ab 2027 eine Heim-Solaranlage zulegt, muss mit deutlich weniger Förderung und Erlösen rechnen. Viele ziehen daraus den Schluss, sich jetzt noch schnell Photovoltaik aufs Dach zu setzen, bilanziert der Branchenverband BSW-Solar.

von Jörg Staude

Quaschnings Videokolumne

Quaschning erklärt: Solarförderung

Aufmacherbild: Volker Quaschning im kleinkarierten Hemd, hinter ihm stilisierte Bilder von Katherina Reiche, einer Solaranlage und einem Stoppschild.

Die Wirtschaftsministerin will die Förderung kleiner Solaranlagen streichen. Dann werden viele Anlagen kleiner oder gar nicht gebaut. Die Folge: Wir brauchen mehr Freiflächenanlagen und Leitungen, die Akzeptanz der Energiewende sinkt, große Unternehmen profitieren.

eine Kolumne von Volker Quaschning

Stromnetzentgelt-Reform

Über Prosumer, Einspeise-Entgelte und das schiefe Stromnetz

Zwei Starkstrom-Masten stehen scheinbar schief in der Landschaft, weil sie von schräg unten aufgenommen wurden.

Nicht genug der Probleme durch EEG-Reform und Netzpaket – jetzt rückt die Bundesnetzagentur den Erneuerbaren auch noch mit einer Reform der Netzentgelte auf den Pelz. Für die Behörde befindet sich das Stromnetz in klarer finanzieller Schieflage.

von Jörg Staude

Erneuerbare-Energien-Gesetz

"Ministerin Reiche will die Gewinne der fossilen Konzerne sichern"

Die Ortschaft Paschel bei Trier, im Hintergrund Windräder.

Heimische erneuerbare Energien sind die Lösung gerade in Zeiten von Krisen und Kriegen, sagt Hans-Josef Fell. Der Miterfinder des EEG kritisiert die aktuellen Pläne der schwarz-roten Koalition für Solardächer, Netzausbau, Bioenergie und Heizungen.

Interview: Joachim Wille

Erneuerbare-Energien-Gesetz

Ohne EEG-Vergütung werden Solarhaushalte zum exklusiven Klub

In der Garage eines sehr großzügigen Einfamilienhauses steht ein Elektroauto des Herstellers Tesla.

Ab 2027 soll die Einspeisevergütung für kleine Solaranlagen gänzlich wegfallen. Die Forderung von Wirtschaftsministerin Reiche steht nun auch in einem Entwurf des neuen EEG. Damit droht ein Großteil der privaten Photovoltaik unwirtschaftlich zu werden.

von Jörg Staude

Kemferts Woche

Alternativlose 65 Prozent, ungerechte Solar-Streichung und die fossile Kanzlerreise

Claudia Kemfert vor verschwommener Bücherwand.

Kalenderwoche 6: Die Reise von Kanzler Merz in die Golfregion zeigt, wie sehr energiepolitisch weiter in fossilen Kategorien gedacht wird, kritisiert Claudia Kemfert, Energieökonomin und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Statt die Gas-Abhängigkeit konsequent zu verringern, werden neue langfristige Partnerschaften mit klassischen fossilen Exportländern sondiert.

Erneuerbare Energien

Gleicht mehr Eigenverbrauch die Einspeise-Vergütung aus?

Stromzähler in Nahaufnahme, man sieht vor allem den Zählerstand.

Für einzelne Solar-Dachanlagen lässt sich der ab 2027 drohende Wegfall der Einspeisevergütung möglicherweise ausgleichen, ergibt eine neue Studie des Fraunhofer-Instituts ISE. Auf die Energiewende kommt allerdings ein mit Sicherheit nicht zu reparierender Schaden zu.

von Jörg Staude

Photovoltaik

Wenn der Vermieter das Balkonkraftwerk mit einbaut

Vierstöckiger Mehrfamilienhaus-Neubau mit Balkons in drei Etagen, an jedem ist vertikal eine Solaranlage installiert.

Kleine Solaranlagen für den Balkon können bei Mehrfamilienhäusern in Serie und kostengünstig eingebaut werden, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Allerdings sind bisher nur wenige Modellprojekte von den großen Wohnungsgesellschaften bekannt.

von Stefan Schroeter

Kleinst-Photovoltaik

Solarstrom vom Balkon fließt künftig auch normgerecht

An einem Balkon in einem Mehrfamilienhaus ist eine private Solaranlage aus zwei Paneelen angebracht, die leicht nach oben geneigt sind.

In Deutschland gilt seit Anfang Dezember die weltweit erste Produktnorm für Stecker-Solargeräte. Sie soll mehr technische und rechtliche Sicherheit bringen. Die einstigen "Guerilla-Solaranlagen" erlebten in den vergangenen Jahren einen starken Aufschwung.

von Stefan Schroeter

Netzdienlicher Stromverbrauch

Zu Hause flexibel und netzdienlich mit Strom umgehen?

Weißer Stromzähler der Firma Landis und Gyr mit digitalem Display.

Digitalisierung in den Niederlanden: Wer Photovoltaik, Batteriespeicher und dynamischen Stromtarif sein Eigen nennt, kann nicht nur mit flexiblem Verbrauch und flexibler Einspeisung Geld verdienen, sondern auch mit dem "Balancing", der Netzstabilisierung. 

ein Gastbeitrag von Martin Unfried

Umfrage bei Eigenheimbesitzern

Photovoltaik über Parteigrenzen hinweg beliebt

Ansicht von Schwenningen in der Schwäbischen Alb, mit zahlreichen Solarstrom-Anlagen auf den Dächern.

Auf Eigenheimen ist die eigene Photovoltaik-Anlage nicht nur das bundesweit akzeptierte Mittel, um Stromkosten zu sparen, sondern auch, um die Energiewende im ganzen Haushalt voranzubringen. Das ergab eine Umfrage für die Initiative Klimaneutrales Deutschland. 

von Jörg Staude

Tacheles, Carolin Dähling!

Reiche verkauft Rückschritt als Fortschritt

Eigenheim mit großer Solaranlage auf dem Dach.

Statt sich um die wirklichen Probleme des Stromsystems zu kümmern – fehlende Flexibilität, stockende Digitalisierung und falsche Preisanreize – fällt der Wirtschaftsministerin nur ein, die Förderung privater Photovoltaik zu stoppen.

eine Kolumne von Carolin Dähling

Erneuerbare – Netze – Speicher

"Heimspeicher dienen derzeit nicht wirklich dem Netz und dem Strommarkt"

Zwei Solarpaneele am Geländer einer großen Terrasse auf einem Haus mit Holzverkleidung.

Eigene Solaranlagen mit Speicher helfen den Verteilnetzen erst, wenn dadurch der Ausbau des Stromnetzes vermieden wird, sagt Dirk Uwe Sauer von der RWTH Aachen. Um diesen Nutzen zu erschließen, fehle es an flächendeckender Steuerung und Preissignalen. Teil 3 und Schluss des Interviews.

Interview: Jörg Staude

Erneuerbare Energien

Photovoltaik soll sich mehr nach dem Strommarkt richten

Mittelgroßer Solarpark auf einer Wiese, dahinter ist Wald.

Stromerzeuger wie auch Stromkunden brauchen die richtigen Preissignale, sagt die Stiftung Klimaneutralität und legt zehn Punkte für einen kostengünstigeren, sozial gerechten und netzdienlichen Ausbau der Photovoltaik vor.

von Jörg Staude

Erneuerbares Stromsystem

"Zu viel günstiger und sauberer Strom ist eine Chance, kein Problem"

Eine Hand hält ein Smartphone, auf dem die App Heartbeat läuft. Angezeigt wird gerade ein negativer Strompreis.

Haushalte mit Wärmepumpe und E‑Auto können ihren Strompreis drastisch drücken, sagt Philipp Schröder vom Hamburger Cleantech-Unternehmen 1 Komma 5 Grad. Der Mitgründer und Geschäftsführer des Start‑ups über Europas größtes virtuelles Kraftwerk und einen flexiblen Strommarkt.

Interview: Joachim Wille