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Energiekrise

Kraftwerke ächzen unter Dürre und Hitze

Ein modernes Gaskraftwerk steht an einer Meeresbucht, im Hintergrund ist ein Industriegebiet.

Hitzewellen bringen Europas Energiesystem zunehmend unter Druck. Atom-, Kohle- und Gaskraftwerke müssen ihre Leistung drosseln, Wasser- und Windkraftwerke produzieren weniger. Solarenergie kommt mit den Extremen besser zurecht. Gleichzeitig lassen Klimaanlagen den Strombedarf steigen.

von Joachim Wille

Digitalisierung

Künstliche Intelligenz trifft ökologische Unvernunft

Nahaufnahme der Server-Lüfter in einem Rechenzentrum.

Rechenzentren verbrauchen immer mehr Strom und Wasser. Eine neue Analyse des Versicherungskonzerns Allianz zeigt, wie stark ihr Klima-Fußabdruck bislang unterschätzt wurde.

von Joachim Wille

Effektiver Klimaschutz

Damit das Leben besser wird

Auf Hollandrädern fährt ein Dutzend Menschen über eine Kreuzung in einem Amsterdamer Altstadtviertel, eine blau-weiße Straßenbahn überholt sie.

Gedämmte Häuser, weniger Autoverkehr und ein effizienterer Materialeinsatz können das Wohlbefinden stärker erhöhen als der bloße Austausch fossiler Technik, zeigt eine internationale Studie. Die Alternativen müssen aber bezahlbar, verfügbar und einfach zu nutzen sein.

von Joachim Wille

klima update° – Folge 284

Klimakrise verschärft Hitzewelle, Bundesregierung lockert Energiesparregeln, Klagerechte für Umweltverbände beschnitten

Eine in Wellenbewegungen ansteigende Temperaturkurve und der Schriftzug: Klima-Update – unser Podcast.

Die aktuelle Extremhitze in Europa wäre ohne Klimawandel praktisch unmöglich. Das deutsche Energieeffizienzgesetz soll entschärft werden. Die Klagemöglichkeiten von Umweltorganisationen bei Bauprojekten werden eingeschränkt.

von Sandra Kirchner, Susanne Schwarz

Landwirtschaft und Umwelt

Mehr Lebensmittel von weniger Fläche

Ein Traktor mit einer angehängten Sämaschine fährt von einem Feld herunter auf eine Landstraße.

Ein neuer OECD-Bericht zeigt: Die Landwirtschaft produziert effizienter als früher, doch Artenvielfalt, Klima und Böden bleiben unter Druck. Abweichend vom allgemeinen Trend steigt in Deutschland der Energieverbrauch der Agrarbetriebe deutlich an.

von Joachim Wille

Reaktion auf Energiekrise

Mehr Homeoffice, billigere ÖPNV-Tickets, günstigere Wärmepumpen

In der Pariser Metrostation Louise Michel fährt ein U-Bahn-Zug ein.

Die EU-Kommission reagiert mit Vorschlägen zum Energiesparen auf die Teuerung infolge des Iran-Kriegs. In Deutschland gibt es deutliche Mehrheiten für die Fortsetzung der Energiewende als Weg aus der Krise.

von Joachim Wille

Treibhausgas-Minderung

"Ein völliger Blackout bei der Energieffizienz"

Der neue Elektro-SUV iX3 von BMW, von vorn aufgenommen, wodurch er etwas bedrohlich wirkt.

Der Umweltexperte Axel Friedrich fordert Nachbesserungen am neuen Klimaschutzprogramm der Bundesregierung. Sonst werde das Ziel verfehlt, bis 2030 eine Treibhausgas-Minderung um 65 Prozent gegenüber 1990 zu erreichen. 

Interview: Joachim Wille

Ölkrise

Energiesparen statt Panik

Autostau in einer asiatischen Stadt.

Die Internationale Energieagentur IEA rät wegen der Iran-Krise zu einem Tempolimit, weniger Geschäftsflügen und Lastmanagement in der Industrie. Der Konflikt zeigt, dass Energie nicht nur anders erzeugt, sondern auch eingespart werden muss.

von Joachim Wille

Stromverbrauch

KI saugt die Energiewende auf

Blick in einen Tunnel mit binärem Datenstrom

Zwar boomen Erneuerbare, doch die Anwendungen von künstlicher Intelligenz und andere Stromfresser halten die fossilen Kraftwerke weiter am Netz. Dagegen helfen altbekannte Lösungen und eine Diskussion um Dateneffizienz.

von David Zauner

Effizienzvorschriften

Wirtschaftsministerium will vom Energiesparen abrücken

Plattenwärmetauscher in einem Industriebetrieb – daneben sind viele silberfarbene Rohre und eine mittelgroße blaue Pumpe zu sehen.

Ein Gesetzentwurf aus dem Haus von Bundeswirtschaftsministerin Reiche will Vorgaben in der Effizienzpolitik wieder zurückfahren. Verbindliche Effizienzziele sollen gestrichen werden. Das gefährde die wirtschaftliche Zukunft der deutschen Industrie, warnen dagegen Fachleute.

von Sandra Kirchner

Der gute Wille

Googelst du noch?

Auf einem Tisch liegt ein halb zugeklappter Laptop, auf dem Bildschirm ist gerade noch der Google-Startbildschirm sichtbar, gleichzeitig spiegelt sich die Tastatur darin. Hinten ist eine Wand im rustikalen Holz-Look.

Wir treiben den Stromverbrauch mit KI nach oben, weil altbekannte Effekte mal wieder unterschätzt werden. Hoffentlich wird die Energie wenigstens umweltverträglich erzeugt.

eine Kolumne von Joachim Wille

Luftfahrt

Wieder rein die Jets

Flugzeug von schräg unten vor düsterem Himmel mit hellem Fleck.

Die Klimabelastung durch den weltweiten Luftverkehr liegt fast wieder auf Vor-Corona-Niveau. Der neue Airline-Index der Organisation Atmosfair zeigt: Die Branche investiert zu wenig in hocheffiziente Flugzeuge.

von Joachim Wille

Drei-Jahres-Feldstudie

Besser kochen ohne dicke Luft

Sechseckiger Metall-Ofen, im Durchmesser so groß wie der Topf obendrauf, mit seitlichen Öffnungen für das Feuerholz.

Noch immer sind ineffiziente Öfen eine Gesundheitsgefahr für weltweit 2,3 Milliarden Menschen. Ein Projekt in Ruanda zeigt, wie es besser geht. Geschützt werden so auch die Wälder und das Klima.

von Joachim Wille

Stromverbrauchs-Prognosen

Vom Realitätscheck zum politischen Realitätsschock

Ein Windpark, eine Solar-Freiflächenanlage und Stromleitungen auf einem Feld.

Von 600 Milliarden bis über 700 Milliarden Kilowattstunden reichen Prognosen für den Stromverbrauch 2030. Die Zahlendebatte will Wirtschaftsministerin Reiche mit einem "Realitätscheck" politisch beenden. Der könnte für die Erneuerbaren in einen Realitätsschock münden.

von Jörg Staude

Energiekosten-Debatte

Die Tränen der Stromsteuer-Senker

Eine Familie – Mann, Frau, zwei Kinder – sitzt vor ihrem Einfamilienhaus.

Um die im Koalitionsvertrag zugesagte, aber auf der Streichliste stehende Senkung der Stromsteuer für Haushalte hat sich eine bizarre politisch-mediale Debatte entwickelt. Mit der Realität in Deutschland hat sie wenig zu tun.

ein Kommentar von Jörg Staude

Effizienz

Klärwerke klären ihren Energiebedarf zunehmend selbst

Sprudelndes Abwasser im Belebungsbecken der Kläranlage Kaditz, im Hintergrund die Stadt Dresden.

Um Abwässer zu reinigen, müssen große Energiemengen eingesetzt werden. Kläranlagen können aber viel Strom und Wärme selbst erzeugen, etwa aus der Biomasse im Abwasser. Im besten Fall werden sie so "energieneutral".

von Stefan Schroeter

Der gute Wille

Ich Chat-GPTe, du Chat‑GPTst ...

Eine gestresste Geschäftsfrau mit Laptop und Smartphone will den Kundendienst kontaktieren und erreicht nur einen Chatbot.

Die Nutzung von KI ist rasant gestiegen. Doch so praktisch die Anwendungen sein mögen, ihr Energieverbrauch ist extrem klimaschädlich. Jeder Chat, jedes generierte Bild und jede Suche setzen CO2 frei, oft mehr als herkömmliche Anwendungen.

eine Kolumne von Joachim Wille

Studie des Öko-Instituts

KI frisst Strom und Wasser

Nahaufnahme eines Server-Computers mit Leitungen zur Flüssigkeitskühlung.

Durch den Boom bei den Rechenzentren steigen CO2-Emissionen und Wasserverbrauch stark an. Das zeigt der erste umfassende Überblick über die Umweltwirkungen von künstlicher Intelligenz.

von Joachim Wille

Hausgeräte

Reparieren lohnt sich meist

Ein junger Handwerker repariert einen Kühlschrank in einer Küche.

Moderne Haushaltsgeräte verbrauchen deutlich weniger Strom als ältere Modelle. Trotzdem sollte man die Altgeräte lange nutzen, rät das Umweltbundesamt.

von Joachim Wille

Europäische Union

Die fossile Weichenstellung für die Industrie verhindern

Gasfackel am LNG-Terminal Calcasieu Pass in Louisiana am 29. Mai 2023.

Der von der EU-Kommission vorgelegte Clean Industrial Deal enthält problematische Vorschläge, die fossile Geschäftsmodelle verlängern und neue energiepolitische Abhängigkeiten festschreiben könnten. Die EU sollte sich auf Dekarbonisierung und Effizienzsteigerung konzentrieren.

ein Gastbeitrag von Frederick Coulomb, Tabea Pottiez