Ölkrise

Energiesparen statt Panik

Autostau in einer asiatischen Stadt.

Die Internationale Energieagentur IEA rät wegen der Iran-Krise zu einem Tempolimit, weniger Geschäftsflügen und Lastmanagement in der Industrie. Der Konflikt zeigt, dass Energie nicht nur anders erzeugt, sondern auch eingespart werden muss.

von Joachim Wille

Strom macht unabhängig

Ölkrise trifft Zapfsäule, nicht Ladesäule

Aral-Tankstelle mit Preistafel, wonach der Liter Sprit 2,50 Euro kostet.

Die Umstellung auf E‑Autos und Wärmepumpen ist der richtige Ausweg aus der fossilen Krise, die durch den Iran-Krieg weiter angeheizt wird. Das zeigen neue Zahlen eines britischen Thinktanks.

von Joachim Wille

Welternährung

Der Düngemittel-Schock

Große chemische Industrieanlage bei Nacht.

Der Iran-Krieg bedroht auch die internationale Lebensmittelsicherheit. Denn ohne synthetischen Stickstoffdünger kommt die industrielle Landwirtschaft nicht aus – und der wird aus Erdgas hergestellt und weltweit gehandelt.

von Joachim Wille

Fossile Energien

In der Straße von Hormus findet auch ein Energie-Krieg statt

Schiff mit roten Flüssigerdgas-Tanks von vorn in Großaufnahme.

Dauern der Iran-Krieg und die "Schließung" der Straße von Hormus länger, droht eine Wiederholung des Gaspreisschocks von 2022. In vielen EU-Staaten könnten im liberalisierten Strommarkt die Gaspreise voll auf die Strompreise durchschlagen.

ein Gastbeitrag von Jochen Luhmann

Hummels Woche

Resilienz beim Strom, Reiches Daumenschrauben und alte Reflexe bei Spritpreisen

Porträtaufnahme von Oliver Hummel.

Kalenderwoche 11: Preissprünge bei Gas und Öl werden in der angespannten geopolitischen Lage noch öfter vorkommen, sagt Oliver Hummel, Vorstand beim Ökoenergieversorger Naturstrom und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Man kann jedes Mal überrascht sein – oder sich möglichst schnell von konventionellen Energien unabhängig machen.

klima update° – Folge 269

Iran-Krieg treibt Ölpreis, Chinas neue Klimaziele, Erderwärmung hat sich stark beschleunigt

Eine in Wellenbewegungen ansteigende Temperaturkurve und der Schriftzug: Klima-Update – unser Podcast.

Der Iran-Krieg lässt die Ölpreise steigen – was bedeutet das fürs Klima? China setzt sich mit seinem neuen Fünfjahresplan wenig ambitionierte Klimaziele. Der Anstieg der globalen Temperatur hat sich in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt.

von Verena Kern, Jonas Waack

Nächste Energiepreiskrise

Nicht bremsen, sondern Ökostrom geben

Ein Elektroauto wird aufgeladen - man sieht nur den hinteren rechten Teil des weißen Kleinwagens sowie das orangefarbene Stromkabel.

Der Iran-Krieg droht länger zu dauern. Soll er für Deutschland noch einen Sinn haben, muss er als Booster für die Energiewende wirken.

ein Kommentar von Joachim Wille

Sozialer Klimaschutz

"Ohne wirksame und niederschwellige Entlastungen funktioniert eine höhere CO₂-Bepreisung nicht"

Luftaufnahme von Unterlottenweiler bei Friedrichshafen mit vielen Solaranlagen auf den Dächern.

Für ein Klimageld spricht, dass Förderprogramme und Sozialleistungen viele Menschen nicht erreichen, sagt DIW-Ökonom Stefan Bach. Ein höheres Klimageld für ländliche Regionen reduziere kaum die sozialpolitischen Herausforderungen.

Interview: Jörg Staude

Quaschnings Videokolumne

Quaschning erklärt: Machen erneuerbare Energien den Strom teuer?

Aufmacherbild: Volker Quaschning im hellen Hemd, hinter ihm ein Solarpark und ein Windpark.

Die Energiewende macht den Strom teuer, heißt es oft. Dabei sind es teure Erdgaskraftwerke, die nach dem Merit-Order-Prinzip den Strompreis für alle hochtreiben.

eine Kolumne von Volker Quaschning

Gebäudesanierung

"Sanierungspolitik ist sozial und ökologisch gescheitert"

Thermografie eines mehrstöckigen Stadthauses an einer Straßenecke, die rote Farbe deutet auf schlecht gedämmte Fassaden hin.

Mit energetischer Sanierung und Heizungstausch will es in Deutschland nicht so richtig vorangehen. Und das trotz zahlreicher Reformvorschläge für eine Wärmewende, die sowohl im Einklang mit den Klimazielen steht als auch sozial gerecht ist.

von David Zauner

Privathaushalte investieren

Die Energiewende als Billigmacher

Vor einem Hausstromzähler eine Hand mit Euromünzen, nicht mehr als ein paar Euro.

Ein Vergleich der Energiekosten von "fossilen" und "grünen" Haushalten zeigt deutliche Kostenvorteile für letztere. Mieter sind hier allerdings noch stark im Nachteil.

von Joachim Wille

EEG-Förderung und Klimageld

Wie mich der Wirtschaftsminister um 200 Euro beim Strom entlastet

Auf einer Stromrechnung befinden sich drei Stapel mit Ein-, Zwei- und Fünf-Cent-Münzen und einige verstreute andere Münzen. Ein Stift, ein Taschenrechner und eine Glühbirne sind ebenfalls sichtbar.

Die wiederholte Botschaft von Wirtschaftsminister Habeck, man entlaste die Leute doch beim Strompreis und gebe so die CO2-Steuer zurück, höre ich wohl, nur fehlen mir dazu bisher die Fakten. Eine Nachrechnung.

ein Kommentar von Jörg Staude

Atomstrom

Strompreis-Schock in Frankreich

Sogenannter smarter Zähler für Elektrizität mit französischer Aufschrift.

Die Elektrizitätskosten im Nachbarland steigen in vier Schritten. Haushaltskunden können in Deutschland billiger wegkommen als im AKW-Mekka. Die Kernkraft-Fixierung wird für Frankreich immer mehr zum Problem.

von Joachim Wille

Strompreissenkung versus Klimageld

Das Tauziehen um die CO₂‑Milliarden

Der Stromzähler zeigt 3108,7 Kilowattstunden an.

Rund 19 Milliarden Euro aus der europäischen und nationalen CO2-Bepreisung fließen dieses Jahr in den Klima- und Transformationsfonds. Wirtschaftsforscher schlagen jetzt vor, mit den Milliarden die Netzentgelte zu senken und aufs Klimageld gänzlich zu verzichten.

von Jörg Staude

Osmanoglus Woche

Teure Energie, gerechte Klimapolitik und das demokratische Commitment

Porträtaufnahme von Aysel Osmanoglu.

Kalenderwoche 1: Hohe Energiepreise regen zum Sparen an, verstärken aber die soziale Ungerechtigkeit, sagt Aysel Osmanoglu, Vorständin der GLS Bank und Herausgeberrats­mitglied von Klimareporter°. Darüber müssen wir reden, um aus der Klimakrise herauszufinden.

Kein Zuschuss zu Netzentgelten

Billig ist Strom nur an der Börse und vom Dach

Zwei Frauen betrachten die Kurse von CO2-Zertifikaten auf einem Monitor.

Für 2024 sagen Netzbehörde und große Stromerzeuger einen steigenden Strompreis voraus, vor allem für Millionen Haushalte. Billigen Strom gibt es allerdings in Deutschland weiterhin, sogar in steigender Menge – jedoch unerreichbar für die meisten Kunden.

von Jörg Staude

Sozial gerechte Transformation

Das Klimageld in den Sternen

Ein paar Sterne im dunklen Weltall.

Zum Jahreswechsel erhöht die Ampel den CO2-Preis. Das ist gut, reicht aber nicht für die nötige Neukonzeption der Klimapolitik. Dabei liegen entsprechende Vorschläge auf dem Tisch und erfreuen sich einer immer breiteren Unterstützung.

von Joachim Wille, Matthias Bauer

Osmanoglus Woche

Schrittchen zur Klimawende, verunsicherte Opec und liebevolle Politik

Porträtaufnahme von Aysel Osmanoglu.

Kalenderwoche 50: Beim Abbau fossiler Subventionen geht die Ampel einen wichtigen ersten Schritt, findet Aysel Osmanoglu, Vorständin der GLS Bank und Herausgeberrats­mitglied von Klimareporter°. Sie vermisst aber die soziale Absicherung durch das versprochene Klimageld.

Quaschnings Videokolumne

Quaschning erklärt: Erdgas-Hammer

Aufmacherbild: Volker Quaschning im beigerosa Hemd vor blauem Hintergrund, neben ihm ein altertümlicher Hammer.

Viele regen sich über den "Heizhammer" auf und setzen weiter auf Erdgas. Erdgasheizungen werden immer noch eingebaut, ohne Rücksicht auf Klimaschutz oder Abhängigkeit von Diktatoren. Wann beenden wir den Erdgaswahnsinn?

eine Kolumne von Volker Quaschning

Industriepolitik

Zur Energiewende trägt ein Brückenstrompreis nicht bei

Große chemische Industrieanlage bei Nacht.

Das künstliche Absenken von Energiepreisen schwächt alle drei Pfeiler der Energiewende – Energieeinsparung, Energieeffizienz und Erneuerbare. Stattdessen braucht Deutschland eine Strategie für die ökologische Transformation der Wirtschaft und soziale Gerechtigkeit.

ein Gastbeitrag von Reinhard Loske