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Serie: Chinas Klimapolitik

"Wir fragen uns heute viel stärker: Was wollen wir eigentlich erreichen?"

Ein Dutzend Menschen aus Asien und Europa sitzt in lockerer Runde in einem Klubraum zusammen.

In Deutschland nach mehr Chinakompetenz zu rufen, aber weniger dafür zu tun, funktioniert nicht, sagt Joanna Klabisch von der Stiftung Asienhaus. Zivilgesellschaftliche Kooperation mit China sei heute schwieriger, aber weiterhin möglich und wichtig. Teil 17 der Serie.

Interview: Merle Groneweg

Sladeks Woche

Energie-Geist zum Gruseln, Biomasse für sichere Versorgung und Wissenschaft als Randnotiz

Porträtaufnahme von Sebastian Sladek.

Kalenderwoche 34: Die Zukunft unserer Kinder, der Bürgerinnen und Bürger und die Energiewende verdienen nicht, im Namen eines "Realitätschecks" ausgebremst zu werden, sagt Sebastian Sladek, Vorstand der Elektrizitätswerke Schönau (EWS) und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Wärmepumpen ließen sich für ihn effizienter und sozial gerechter fördern.

Finanzpolitik

Eine Klimaschuldenbremse

Bundesfinanzministerium

Das Potsdam-Institut zeigt, wie Investitionen in die Energiewende und solide Staatsfinanzen dank einer "grün-goldenen Regel" miteinander vereinbar sind. Das könnte den Klimaschutz aus der kurzfristigen Logik der Haushaltsdebatten befreien.

von Joachim Wille

Neues Stromsystem

Verstolperter Hochlauf der Großspeicher

Weiße Container mit Batteriespeichern stehen auf einem Feld, im Hintergrund ein Windpark und einige Biogasspeicher.

Die Kapazität an Stromspeichern in Deutschland wächst rasant, und das soll laut Prognosen auch so weitergehen. Die Branche hat allerdings zunehmend mit Stolpersteinen zu kämpfen.

von David Zauner

Stromverbrauchs-Prognosen

Vom Realitätscheck zum politischen Realitätsschock

Ein Windpark, eine Solar-Freiflächenanlage und Stromleitungen auf einem Feld.

Von 600 Milliarden bis über 700 Milliarden Kilowattstunden reichen Prognosen für den Stromverbrauch 2030. Die Zahlendebatte will Wirtschaftsministerin Reiche mit einem "Realitätscheck" politisch beenden. Der könnte für die Erneuerbaren in einen Realitätsschock münden.

von Jörg Staude

"Neustart" der Energiewende

Energiepolitik mit und ohne Klimaziel

Ein Energietechniker mit Laptop steht in einem Umspannwerk und schaut schräg nach oben, auf seiner gelbgrünen Jacke und seinem weißen Helm sind die Firmenlogos von Westnetz und Westenergie.

Die Vorgaben für das von Wirtschaftsministerin Reiche bestellte Energie-Monitoring sind mangelhaft, ergibt eine Analyse. Untersucht würden auch Szenarien, die das verfassungsrechtlich untermauerte Klimaziel gar nicht einhalten.

von Joachim Wille

Kemferts Woche

Üppiges erneuerbares Backup, überflüssiges Gasbohren und Deutschlands Klima-Verantwortung

Claudia Kemfert vor verschwommener Bücherwand.

Kalenderwoche 30: Erneuerbare Alternativen können deutlich mehr Flexibilität liefern als die von Wirtschaftsministerin Reiche angestrebten neuen Gaskraftwerke, sagt Claudia Kemfert, Energieökonomin und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Reiches Argument, ohne Erdgas müssten Kohlekraftwerke länger laufen, überzeugt sie nicht.

Erneuerbare – Netze – Speicher

"Heimspeicher dienen derzeit nicht wirklich dem Netz und dem Strommarkt"

Zwei Solarpaneele am Geländer einer großen Terrasse auf einem Haus mit Holzverkleidung.

Eigene Solaranlagen mit Speicher helfen den Verteilnetzen erst, wenn dadurch der Ausbau des Stromnetzes vermieden wird, sagt Dirk Uwe Sauer von der RWTH Aachen. Um diesen Nutzen zu erschließen, fehle es an flächendeckender Steuerung und Preissignalen. Teil 3 und Schluss des Interviews.

Interview: Jörg Staude

Erneuerbare – Netze – Speicher

"Mit negativen Strompreisen werden wir für eine Übergangszeit leben"

Ein Sturm zieht über einen Windpark in ebener Landschaft hin.

Beim Stromerzeugen mit Sonne und Wind wird es auch künftig Zeiten mit hohen Spitzen geben, die abzuregeln sind, sagt Dirk Uwe Sauer von der RWTH Aachen. Speicher und Netze so weit auszubauen, um auch die letzte Kilowattstunde zu nutzen, lohne sich nicht. Teil 1 des Interviews.

Interview: Jörg Staude

Erneuerbaren-Ausbau

Schwarz-Rot bremst Windkraft beschleunigt aus

Liegendes Rotorblatt auf einer Windrad-Baustelle, das dicke Ende offen wie eine Röhre.

Gegen Grüne und Linke und den Rat von Umweltjuristen beschließt die Koalition die Umsetzung der RED-III-Richtlinie für erneuerbare Energien. Es bleibt bei der Streichung des "überragenden öffentlichen Interesses" außerhalb von Windenergiegebieten.

von Jörg Staude

Quaschnings Videokolumne

Stromnetz vor dem Kollaps? Wie groß die Blackout-Gefahr wirklich ist

Aufmacherbild: Volker Quaschning im Anzug vor rotbraunem Hintergrund, darauf der Titel: Blackout-Gefahr?

Droht der Blackout durch Solar- und Windenergie? Was gefährdet unsere Stromnetze: Cyberangriffe, Netzüberlastung, zu viel Solarstrom? Wie Blackouts entstehen – und ob die Energiewende das Problem oder die Lösung ist.

eine Kolumne von Volker Quaschning

Erneuerbares Stromsystem

"Zu viel günstiger und sauberer Strom ist eine Chance, kein Problem"

Eine Hand hält ein Smartphone, auf dem die App Heartbeat läuft. Angezeigt wird gerade ein negativer Strompreis.

Haushalte mit Wärmepumpe und E‑Auto können ihren Strompreis drastisch drücken, sagt Philipp Schröder vom Hamburger Cleantech-Unternehmen 1 Komma 5 Grad. Der Mitgründer und Geschäftsführer des Start‑ups über Europas größtes virtuelles Kraftwerk und einen flexiblen Strommarkt.

Interview: Joachim Wille

SPD-Klimapolitiker

"Wir werden die Wärmepumpe weiter fördern"

Ein Techniker arbeitet an einer Wärmepumpe im Außenbereich eines Hauses.

Die Klimaziele sind mit konsequentem Nachsteuern noch erreichbar, sagt Jakob Blankenburg. Der umwelt- und klimapolitische Sprecher der SPD im Bundestag über eine gerechte Energiewende, Entlastung bei den Stromkosten und ein "Social Leasing" für E‑Autos.

Interview: Joachim Wille

Ressourcenverbrauch

Deutscher Kolonialismus mit grünem Anstrich

Der Ausbau grüner Technologien folge neokolonialen Mustern, schreiben die Autor:innen einer neuen Analyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Anhand von sechs Fallstudien skizzieren sie die Rolle Deutschlands bei der globalen Rohstoffausbeutung.

von David Zauner

Gebäudeheizung

Wärme aus dem Fluss für die große Pumpe

Drei moderne Anlagen mit quader- und zylinderförmigen Elementen und einigen Rohren, alles in Silbergrau und Schwarz, in einem großen Kellerraum.

Der Einsatz großer Wärmepumpen steht in Deutschland noch am Anfang. Der Branchenverband fordert einfachere Genehmigungsverfahren. Auch Stadtwerke sehen hier inzwischen eine Chance, ihre Fernwärme zu dekarbonisieren. 

von Hannes Koch

Kemferts Woche

Fossiles Umschwenken, Nord-Stream-Spuk und die "Wow"-Momente

Claudia Kemfert vor verschwommener Bücherwand.

Kalenderwoche 24: Der schwarz-rote Klimaschutz wird weitgehend zu einem Nullsummenspiel, bei dem sich Investitionen und klimaschädliche Subventionen aufheben, sagt Claudia Kemfert, Energieökonomin und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Deutschland sollte auch kein fossiles Rollback machen, sondern ein sonniges Upgrade.

Stromerzeugung

Kommt Habecks Kraftwerksgesetz noch zu Ehren?

Gesamtansicht eines modernen Gaskraftwerks mit einem Schornstein.

Jahre dauert es, ein neues Kraftwerk zu bauen, und noch mehr Jahre, wenn dafür ein neues Gesetz nötig ist. So lange können wir nicht warten, sagt die Energiebranche und schlägt vor, auf das Kraftwerkssicherheitsgesetz aus dem Hause Habeck zurückzugreifen.

von Jörg Staude

Erneuerbare Energien

Windbranche kämpft gegen sich drehende Winde

Ein Dutzend Windräder in einer Agrarlandschaft vor einem bewaldeten Mittelgebirge.

Nicht genug, dass die Windkraft-Branche mit einem schwachen Windjahr zu kämpfen hat. Mit der neuen Bundesregierung droht sich auch der Wind bei Themen wie Flächenausweisung und Ausbaubedarf der Erneuerbaren zu drehen.

von Jörg Staude

Quaschnings Videokolumne

Quaschning erklärt: Sind 100 Prozent Erneuerbare gar nicht möglich?

Aufmacherbild: Volker Quaschning vor dunkelgrünem Hintergrund, neben ihm eine stilisierte Zielscheibe, die ein gezeichneter Pfeil genau in der Mitte trifft. Dort steht: 100 Prozent.

Der Ökostrom-Anteil erreicht "niemals mehr als vier Prozent", sagte Angela Merkel in den 1990ern. Heute sind es fast 60 Prozent. Nun heißt es: "100 Prozent? Unmöglich!" Wie oft muss das Unmögliche noch passieren?

eine Kolumne von Volker Quaschning

Preisreform im Stromnetz

Strom-Großhandel künftig in fünf Zonen?

Angestellte des Übertragungsnetzbetreibers 50 Hertz im Kontrollzentrum in Berlin-Marzahn.

Die Betreiber der großen Übertragungsnetze in Europa sprechen sich für eine Reform des Stromgroßhandels in Deutschland aus. Dagegen gibt es starke Widerstände, aber auch Unterstützung und Argumente für eine bessere Nutzung erneuerbarer Energien.

von Stefan Schroeter