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E-Mobilität im globalen Süden

Überspringt Ostafrika die Verbrenner‑Ära?

Ein Mann steht am Straßenrand und schaut auf den Verkehr in einer Hauptstraße. Autos und Motorrad-Taxis fahren vorbei. Die Szene ist von ganz unten aufgenommen, sodass sie dynamisch wirkt.

Während Teile Europas geradezu verzweifelt am Verbrennungsmotor festhalten wollen, überspringen andere Weltregionen diese Phase und landen direkt in der Ära des E‑Antriebs. Allen voran die Länder Ostafrikas wie Äthiopien, Tansania oder Ruanda.

von Tine Heni

Indien

Kohle-Boom in der Schublade

Kohlekraftwerk Singrauli

Indien denkt offenbar daran, noch viel mehr fossile Kraftwerke zu bauen als bisher geplant. Das wäre ein Schock fürs Weltklima. Aber auch Energiefachleute warnen vor Fehlinvestitionen.

von Joachim Wille

Weltklimagipfel COP 30

Ohne die USA sind die Klimaverhandlungen demokratischer

Delegierte verschiedener Länder stehen im Kreis zusammen und führen informelle Gespräche.

Die USA sind aus den Klimaverhandlungen ausgestiegen und niemand glaubt, dass sie so bald zurückkommen. Wer nun die Lücke füllt, ist aber die falsche Frage. Das Gefüge der Länder sortiert sich ganz neu.

ein Kommentar von Christian Mihatsch

COP 30 in Belém

Der Nord-Süd-Gegensatz zerbröselt

Zwei Dutzend Delegierte aus vielen Staaten, augenscheinlich vor allem aus dem globalen Süden, stehen in einer dichten Traube beieinander und hören aufmerksam zu, während eine nicht sichtbare Person offenbar spricht.

Bislang folgten UN-Klimakonferenzen dem Muster: Industriestaaten gegen Entwicklungsländer. Doch dieses Jahr in Belém scheint sich der Gegensatz aufzulösen. Grund dafür sind vier Themen, die gar nicht auf der Agenda stehen. 

von Christian Mihatsch

Entwicklungsforscher zur COP 30

Klimagipfel sind wichtig, liefern aber zu langsam

Handgemenge bei einer Protestaktion auf dem Klimagipfel in Madrid, man sieht vor allem hochgehaltene Fotohandys und das Konferenzmotto Time for action is now..

Auch wenn in Belém in den nächsten zwei Wochen drei große Verhandlungsblöcke anstehen, kann das Verhandlungsformat eines Weltgipfels nicht mehr die nötigen Fortschritte im globalen Klimaschutz liefern, warnen Fachleute des deutschen Entwicklungsforschungsinstituts IDOS.

von Jörg Staude

Klimagerechtigkeit

Der globale Süden wehrt sich

Auf einer Demonstration in Kenia werden rote Schilder hochgehalten, auf denen in einer lokalen Sprache und auf Englisch steht: Kohle vergiftet unsere Luft. Oder: Wir sind nicht blöd – Kohle ist nicht cool.

Ein Großteil der Gewinne aus Kohleprojekten im globalen Süden fließt in den globalen Norden – auf den ökologischen und sozialen Folgen bleiben die Entwicklungsländer sitzen. Doch immer mehr Menschen vor Ort setzen sich zur Wehr.

ein Gastbeitrag von Dianah Mugalizi

Serie: Chinas Klimapolitik

"Wir fragen uns heute viel stärker: Was wollen wir eigentlich erreichen?"

Ein Dutzend Menschen aus Asien und Europa sitzt in lockerer Runde in einem Klubraum zusammen.

In Deutschland nach mehr Chinakompetenz zu rufen, aber weniger dafür zu tun, funktioniert nicht, sagt Joanna Klabisch von der Stiftung Asienhaus. Zivilgesellschaftliche Kooperation mit China sei heute schwieriger, aber weiterhin möglich und wichtig. Teil 17 der Serie.

Interview: Merle Groneweg

COP 30 in Belém

Wer beim Klimagipfel teilnehmen will, braucht ein dickes Portemonnaie

Luftaufnahme des Platzes der Republik und der Stadt Belém im Norden Brasiliens.

Für die UN-Klimakonferenz im brasilianischen Belém gibt es zu wenig Übernachtungs­möglichkeiten, und es werden Mondpreise verlangt. Wenn ärmere Länder und NGOs nicht angemessen vertreten sind, könnte der ganze Gipfel scheitern.

von Joachim Wille

Welt-Plastik-Gipfel

Exit Plastikkrise

Ein Bagger arbeitet auf einer großen Plastikmüllhalde.

Bei den Verhandlungen um ein Weltplastikabkommen müssen die fortschrittlichen Staaten eine Linie mit den Entwicklungsländern finden, die unter der Plastikflut leiden, aber den radikalen Kurswechsel nicht ohne Unterstützung schaffen.

ein Kommentar von Joachim Wille

Drei-Jahres-Feldstudie

Besser kochen ohne dicke Luft

Sechseckiger Metall-Ofen, im Durchmesser so groß wie der Topf obendrauf, mit seitlichen Öffnungen für das Feuerholz.

Noch immer sind ineffiziente Öfen eine Gesundheitsgefahr für weltweit 2,3 Milliarden Menschen. Ein Projekt in Ruanda zeigt, wie es besser geht. Geschützt werden so auch die Wälder und das Klima.

von Joachim Wille

Nachhaltige Entwicklung

Wenn die SDGs auf der Strecke bleiben

Frauen bei einer Protestdemonstration, eine junge Frau mit Megafon schaut zur Seite in die Kamera.

Die meisten der globalen Nachhaltigkeitsziele für 2030 drohen zu scheitern. Nach zwei Dritteln des Weges ist die Bilanz ernüchternd. Deutschland steht besser da als viele Länder, ist aber ebenfalls weit entfernt von den UN-Zielen.

von Sandra Kirchner

Entwicklungsfinanzierung

Schulden und das Klima: Wer zahlt den Preis?

Ein lachender Mann im T-Shirt hält einen roten Fächer hoch, darauf steht auf Englisch: Schulden tötet Entwicklung.

Es wurde viel geredet und viel geschwitzt bei der vierten internationalen Konferenz für Entwicklungsfinanzierung im spanischen Sevilla. Die globale Schuldenkrise dominierte die Verhandlungen. Sie blockiert auch Klimaschutz und Anpassung.

von Laura König (Sevilla)

Entwicklungsfinanzierung

Staaten einigen sich: Keine neue Klimafinanzierung

Blaue und weiße Zelte einer Hilfsorganisation sind in Reihe aufgebaut, im Hintergrund sind Felder weithin überflutet.

Ab heute kommt die Weltgemeinschaft im spanischen Sevilla zusammen und spricht vier Tage lang über Geld. Die vierte internationale Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung wird auch für die Klimafinanzierung wegweisend sein. Doch die Abschlusserklärung ist schon fertig – mit vielen leeren Worten.

von Laura König (Sevilla)

Ressourcenverbrauch

Deutscher Kolonialismus mit grünem Anstrich

Der Ausbau grüner Technologien folge neokolonialen Mustern, schreiben die Autor:innen einer neuen Analyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Anhand von sechs Fallstudien skizzieren sie die Rolle Deutschlands bei der globalen Rohstoffausbeutung.

von David Zauner

Nationally Determined Contributions

Klimaziele als Motor für Wachstum und Armutsbekämpfung

In Dunkelblau gehaltene Grafik mit Zahlen und Kurven einer finanziellen Entwicklung.

Der Industrieländerklub OECD und das UN-Entwicklungsprogramm werben für anspruchsvollere CO2-Reduktionspläne. Im Vordergrund stehen jetzt nicht mehr die Gefahren der Klimakrise, sondern die wirtschaftlichen Chancen durch saubere Energien.

von Joachim Wille

Serie: Chinas Klimapolitik

"China investiert jetzt in Lateinamerikas Energiewende"

Panorama-Aufnahme einer riesigen Kupfermine, man sieht nur, gelblichbraune, in Stufen abgebaggerte Bergbaulandschaft und darüber den Himmel.

Chinesische Unternehmen engagieren sich von Argentinien bis Venezuela zunehmend im Greentech-Sektor, sagt Parsifal D'Sola, Gründer einer Stiftung für chinesisch-lateinamerikanische Beziehungen in Bogotá. Um Technologietransfer gehe es dabei nicht. Teil 14 der Serie.

Interview: Merle Groneweg

Globale Gerechtigkeit

Deutschlands Wasser-Entscheidung: Der Schlüssel zur globalen Stabilität

Frauen und Kinder beim Wasserholen mit einer neuen indischen Handpumpe im ländlichen Nigeria.

Will Deutschland demokratische Werte und internationale Stabilität verteidigen, darf es nicht zulassen, dass die Wasserinfrastruktur zum Spielball autoritärer Regime wird. Eine klare Wasserstrategie würde Deutschlands Position weltweit stärken und ein Zeichen für eine gerechte und stabile Weltordnung setzen.

ein Gastbeitrag von Sareen Malik, Carolin Stüdemann

Serie: Chinas Klimapolitik

"China exportiert mehr Greentech in den globalen Süden"

Ein roter Industrieroboter-Arm hebt ein Solarpaneel hoch, sodass es senkrecht vor dem Betrachter steht.

China will seine Wertschöpfungs­ketten für Photovoltaik oder E‑Autos weiter dominieren, sagt die Politikökonomin Aya Adachi. Entwicklungsländer behandle das Land aber weit konzilianter als die EU und die USA. Teil 13 der Serie.

Interview: Merle Groneweg

Bundestagwahl 2025

Deutschland hat die Wahl: Im Abseits oder in Führung bei der globalen Klimapolitik

Delegierte unterschiedlicher Länder debattieren intensiv auf dem Klimagipfel 2024 in Baku.

Der Klimawandel steht im doppelten Sinne nicht zur Wahl. Als reales Phänomen kann er nicht abgewählt werden. Als Thema der Politik wird er im heißgelaufenen Wahlkampf völlig überlagert von vermeintlich drängenderen Themen: Migration und Wirtschaft. Das ist fahrlässig.

ein Gastbeitrag von Steffen Bauer, Clara Brandi

Klimagerechtigkeit

Klimafinanzierung läuft an Menschen in Afrika vorbei

Blick auf die gläserne Eingangstür des Weltbank-Gebäudes in Washington

Wegen bürokratischer Hürden, der Auszahlung nur als Darlehen oder an große internationale Organisationen erreicht die globale Klimafinanzierung die Betroffenen in Afrika häufig nicht, kritisieren Aktivist:innen und lokale Initiativen.

von Johnson Kanamugire