Mit der Energiekrise stieg der Strompreis, das bremst Elektrifizierung und Dekarbonisierung. Dadurch bleibt Strom aber weiter teuer, konstatiert ein neuer Monitoring-Bericht zur Energiewende. Er hält den Bau Zehntausender Megawatt neuer Gaskraftwerke für nötig.
Nur 36 Konzerne sind allein für die Hälfte der weltweiten CO2-Emissionen aus dem fossilen Sektor verantwortlich, ergibt eine Analyse. Auch europäische Energiekonzerne haben ihre CO2-Ziele wieder abgeschwächt.
Mit dem Bau von bis zu 20.000 Megawatt neuer Erdgaskraftwerke bis 2030 wollen CDU, CSU und SPD auch die Stromkosten senken. Das hält die Erneuerbaren-Branche für eine schlechte Idee und plädiert für ein dezentrales und flexibles "Backup" mit Ökoenergie.
Gas soll eine große Zukunft haben. Frackinggas von Donald Trump? Grüner Wasserstoff? Unbezahlbar teuer. Fallt nicht länger auf die Gaslüge rein. Wir müssen unabhängig von Gas werden, möglichst schnell.
Angriffe auf die Energiewende kommen üblicherweise von Spitzenpolitikern der FDP oder der Union. Nun schlagen sich auch Energieexperten auf die Seite derjenigen, die ein klimaneutrales und dezentrales erneuerbares Stromsystem infrage stellen.
Schon 2030 wird weltweit die Hälfte des Stroms von Erneuerbaren kommen. Aber Deutschland bohrt ohne Rücksicht auf Natur und Heimat nach klimaschädlichem Erdgas. Warum?
Das Aus für das Kraftwerkssicherheitsgesetz heizt die Debatte um die Energiewende an. Auch wenn diese von einer Katastrophe weit entfernt ist, rumort es unter der Oberfläche ordentlich. Schuld daran trägt auch der Wirtschaftsminister.
Gescheitertes Plastikabkommen, Ölmulti verklagt Klimaaktivisten, Protest gegen LNG-Gipfel
Der geplante Weltplastikvertrag ist am Widerstand der fossilen Lobby gescheitert – vorerst. Der italienische Ölkonzern Eni geht mit Klagen gegen Kritik vor. Die Klimabewegung plant Protestaktionen gegen den "World LNG Summit" in Berlin.
Das Kraftwerkssicherheitsgesetz für den Bau von 12.500 Megawatt Stromerzeugungskapazität wurde doch noch nicht im Bundeskabinett verabschiedet. Unionspolitiker wie Umweltschützer geben der Vorlage des Wirtschaftsministeriums keine Chance im Bundestag.
"Der Ölkonzern Eni will unbequeme Stimmen zum Schweigen bringen"
Der Mineralölkonzern Eni verklagt den bekannten italienischen Klimaaktivisten Antonio Tricarico. Es geht um eine Aussage Tricaricos zur zeitlichen Nähe eines Gas-Deals von Eni mit Ägypten und dem Mord am italienischen Wissenschaftler Giulio Regeni.
Eine Umfrage unter Deutschlands größten Stadtwerken zeigt: Viele setzen zu sehr auf klimaschädliche Energie. Das gefährdet städtische Schwimmbäder, Jugendzentren und ÖPNV-Angebote – und wird die Kundinnen und Kunden sehr viel Geld kosten.
"Trump kann aus solarer Revolution nicht aussteigen"
Für ihre Forderung, den Ausbau der LNG-Infrastruktur sofort und weltweit zu stoppen, finden die "Parlamentarier für eine fossilfreie Zukunft" wachsenden Zuspruch, zumindest unter Abgeordneten. Auch zum Problem Trump gibt es optimistische Töne.
Donald Trump macht Lee Zeldin zum künftigen Chef der US-Umweltbehörde EPA. Der frühere republikanische Kongressabgeordnete ist kein Klimaskeptiker, als Prioritäten nennt er Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze.
Die Öl- und Gasindustrie will ihr lukratives Geschäftsmodell keineswegs aufgeben, zeigen neu veröffentlichte Daten unmissverständlich. Im Gegenteil werden neue Gas- und Ölfelder erschlossen und Milliarden in die Suche nach neuen Vorkommen gesteckt.
Aserbaidschan und sein Staatsunternehmen Socar waren schon in viele Korruptionsskandale verwickelt. Vor dem Klimagipfel in Baku zeigt ein neuer Bericht, wie groß der Einfluss des Ölkonzerns in Europa ist und welche Banken Aserbaidschans fossile Expansion finanzieren.
Wir importieren immer mehr Frackinggas. Methan-Leckagen beim Erdgas-Fracking heizen die Klimakrise enorm an. Im Worst Case ist dann Erdgas sogar schädlicher als Kohle. Warum meinen immer noch viele, das Verbrennen von Erdgas sei völlig okay?
Europas Hitzetote, Genehmigung für Borkum-Bohrungen, Pro-Auto-Programm der FDP
Mehr als 47.000 Hitzetote gab es letztes Jahr in Europa. Niedersachsen hat die umstrittenen Erdgasbohrungen vor der Nordsee-Insel Borkum genehmigt. Die FDP will mehr Autos in die Innenstädte locken.
Wer die Niederlande für Gasförderung im Meer kritisiert, sollte die deutsche Externalisierungspolitik nicht ausblenden
Gegen die Pläne zur Erdgasförderung in der niederländisch-deutschen Nordsee gibt es scharfen Protest. Es fragt sich aber, ob der Fokus der Entrüstung auf den wirklichen Ursachen liegt.
Israel ist dabei, eine der wichtigsten Erdgas-Exportnationen zu werden. Eine politisch sensible Sonderrolle spielt dabei ein kleines Gasfeld vor der Küste des Gazastreifens.
Klimaprotest vor Borkum, US-Wahlkampf, IPCC ohne Zeitplan
Umweltverbände haben gegen neue Erdgasbohrungen in der Nordsee geklagt – mit Erfolg. Bei den US-Wahlen geht es auch um eine klimapolitische Richtungsentscheidung. Der Weltklimarat kann sich nicht auf einen Zeitplan für seinen nächsten Sachstandsbericht einigen.