Welternährung

Der Düngemittel-Schock

Große chemische Industrieanlage bei Nacht.

Der Iran-Krieg bedroht auch die internationale Lebensmittelsicherheit. Denn ohne synthetischen Stickstoffdünger kommt die industrielle Landwirtschaft nicht aus – und der wird aus Erdgas hergestellt und weltweit gehandelt.

von Joachim Wille

Fossile Energien

In der Straße von Hormus findet auch ein Energie-Krieg statt

Schiff mit roten Flüssigerdgas-Tanks von vorn in Großaufnahme.

Dauern der Iran-Krieg und die "Schließung" der Straße von Hormus länger, droht eine Wiederholung des Gaspreisschocks von 2022. In vielen EU-Staaten könnten im liberalisierten Strommarkt die Gaspreise voll auf die Strompreise durchschlagen.

ein Gastbeitrag von Jochen Luhmann

Wasserstoff-Kernnetz

Der "Champagner der Energiewende" prickelt nicht mehr

Einige Beschäftigte von Gascade stehen vor einem aufgeständerten schwarzen Rohrstück von der Größe eines Lkw, auf dem geschrieben steht: 400 Kilometer Wasserstoff-Pipeline 2025.

Der Schwenk der schwarz-roten Koalition zurück zum fossilen Erdgas bremst den ohnehin stockenden Hochlauf des Wasserstoffs noch weiter. Sogar der Bau des Wasserstoff-Kernnetzes verzögert sich.

von Jörg Staude

Nächste Energiepreiskrise

Nicht bremsen, sondern Ökostrom geben

Ein Elektroauto wird aufgeladen - man sieht nur den hinteren rechten Teil des weißen Kleinwagens sowie das orangefarbene Stromkabel.

Der Iran-Krieg droht länger zu dauern. Soll er für Deutschland noch einen Sinn haben, muss er als Booster für die Energiewende wirken.

ein Kommentar von Joachim Wille

Quaschnings Videokolumne

Wie wir die Kontrolle über unsere Heizkosten verlieren

Aufmacherbild: Volker Quaschning hinter einem Heizkörper, der halb wie Gefängnisgitter aussieht.

Wieder ist Krieg und wieder explodieren die Öl- und Gaspreise. Was tut die Bundesregierung? Sie ändert das Heizungsgesetz, sodass wir länger von Öl und Gas abhängig bleiben. Energiesicherheit gibt es nur mit erneuerbaren Energien und Wärmepumpen.

eine Kolumne von Volker Quaschning

Erneuerbare-Energien-Gesetz

"Ministerin Reiche will die Gewinne der fossilen Konzerne sichern"

Die Ortschaft Paschel bei Trier, im Hintergrund Windräder.

Heimische erneuerbare Energien sind die Lösung gerade in Zeiten von Krisen und Kriegen, sagt Hans-Josef Fell. Der Miterfinder des EEG kritisiert die aktuellen Pläne der schwarz-roten Koalition für Solardächer, Netzausbau, Bioenergie und Heizungen.

Interview: Joachim Wille

Neues Heizungsgesetz

"Die Klimalücke im Wärmesektor wird größer"

Ein Klempner arbeitet an einem Heizkessel und installiert Verbindungsrohre für eine Heizungsanlage.

Die Einigung der Regierungskoalition auf Eckpunkte zum Gebäude­modernisierungs­gesetz hat auch positive Seiten, sagt Energieexperte Martin Pehnt vom Heidelberger Ifeu-Institut. Eine soziale Wärmewende sei damit aber nur schwer möglich.

Interview: Joachim Wille

Gebäudemodernisierungsgesetz

Ein neuer Heizhammer

Hände halten eine Geldbörse mit einigen Euro-Scheinen, daneben der Thermostat eines Heizkörpers.

Die Koalition schafft das sogenannte Heizungsgesetz der Ampel-Regierung ab und erfüllt so der Union einen Herzenswunsch. Die Folgen sind allerdings fatal – sowohl für das Klima als auch für viele Haushalte.

ein Kommentar von Joachim Wille

Eckpunkte zum Gebäudegesetz

Zu wenig grüne Gase für die Grüngas-Quote

Mehrere Bioenergieanlagen mit flachen, flaschengrünen Kuppeln, davor eine Biomethan-Anlage mit einer hoch aufragenden Metallkonstruktion.

Beim Gebäude-Klimaschutz will die Koalition ab Mitte 2026 die Vorschrift streichen, in neuen Heizungen 65 Prozent erneuerbare Energien einzusetzen. Dafür sollen künftig Quoten für grünes Gas und grünes Öl gelten.

von Jörg Staude

Energieintensive Industrie

Für die Chemie soll der Klimaschutz stimmen

Große Raffinerieanlage bei Nacht, auf hohen stählernen Schornsteinen brennen einige Gasfackeln.

Die Chemieindustrie leidet unter hohen Preisen für fossiles Erdgas. Zwecks Entlastung kündigt das Bundes­umwelt­ministerium nun eine höhere Strompreis­kompensation an und macht der EU-Kommission Vorschläge für einen entschärften Emissionshandel.

von Jörg Staude

Quaschnings Videokolumne

Quaschning erklärt: Gasnetz-Stilllegung

Aufmacherbild: Volker Quaschning im grauen Kapuzenpulli, hinter ihm eine Gasheizung im Keller eines Einfamilienhauses.

Manche glauben, die Gaspreise werden sich kaum ändern. Doch laut einer Studie könnten sich die Netzentgelte bis 2043 verzehnfachen – über 3.000 Euro mehr für einen Haushalt. Verabschiedet euch von eurer Gasheizung, bevor es zu teuer wird, und macht der Politik Dampf für einen planbaren Gasausstieg.

eine Kolumne von Volker Quaschning

Lokale Wärmeversorgung

Heizöl und Flüssiggas sollen Quoten-grün werden

Vor einem Einfamilienhaus steht ein hellgrüner Flüssiggas-Tank.

Die Klima-Pflichten für dezentrale Nutzer von Heizöl und Flüssiggas wollen Branchenverbände von den Haushalten auf die Energiebranche verlagern – per vorgeschriebener Beimischung erneuerbarer Brennstoffe.

von Jörg Staude

Erdgas-Knappheit

"Die Gas-Abhängigkeit von den USA ist gefährlich"

Mehrere gelbe kugelförmige Gasbehälter stehen in Reihen unter nächtlicher Beleuchtung hinter einem Stacheldrahtzaun.

Etwa 60 Prozent der Flüssiggaseinfuhren Europas kamen 2025 aus den USA. Der Berliner Energieexperte Raffaele Piria fordert, den LNG-Import wirklich zu diversifizieren und die Energiewende schneller voranzutreiben.

Interview: Joachim Wille

Klima und Sicherheit

Fossil macht abhängig

Roter Flüssigerdgastanker mit vier riesigen kugelförmigen Tanks.

Anlässlich der heute beginnenden Münchner Sicherheitskonferenz warnen Thinktanks, NGOs und Grüne davor, in Europa weiter auf fossile Energien zu setzen. Unabhängigkeit gebe es nur mit Elektrifizierung und erneuerbaren Energien.

von Joachim Wille, Sandra Kirchner

Kemferts Woche

Alternativlose 65 Prozent, ungerechte Solar-Streichung und die fossile Kanzlerreise

Claudia Kemfert vor verschwommener Bücherwand.

Kalenderwoche 6: Die Reise von Kanzler Merz in die Golfregion zeigt, wie sehr energiepolitisch weiter in fossilen Kategorien gedacht wird, kritisiert Claudia Kemfert, Energieökonomin und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Statt die Gas-Abhängigkeit konsequent zu verringern, werden neue langfristige Partnerschaften mit klassischen fossilen Exportländern sondiert.

Gasspeicher-Debatte

Die nächste Gaskrise?

Verdichter, Rohre und andere oberirdische Anlagen des Gasspeichers Empelde.

Die Gasspeicher sind deutlich weniger gefüllt als im vergangenen Jahr. Die Debatte geht aber am Grundproblem vorbei: Wie kommt Deutschland endlich vom Erdgas weg, statt nur eine Abhängigkeit gegen eine andere zu tauschen?

ein Kommentar von Joachim Wille

Quaschnings Videokolumne

Quaschning erklärt: Energieabhängigkeit

Aufmacherbild: Volker Quaschning im kleinkarierten Hemd, hinter ihm Bilder von Donald Trump und dem Emir von Katar.

Verbrennerautos und Gasheizungen bedeuten Importabhängigkeit und Erpressbarkeit. Zu glauben, Trump oder der Emir von Katar würden uns auf Dauer bedingungslos beliefern, ist naiv. Fossile Energien sind Hochrisiko-Energieträger. Europa hat genug Sonne und Wind.

eine Kolumne von Volker Quaschning

Fridays for Future

Ein Einknicken vor der fossilen Lobby und ihrer Regierung wird es nicht geben

Vier Frauen sitzen hinter einem improvisierten Podium vor dem Bundeskanzleramt in Berlin, eine spricht ins Mikro. Auf einem Transparent vor ihnen steht: Welt brennt, Zeit rennt!

Trotz frustrierender Klimapolitik und einer bedrohlicheren Klimakrise muss die Klimabewegung lernen, damit umzugehen und weiter für eine gerechte Zukunft einzustehen – auch wenn sie gerade noch nicht genau weiß, wie das geht.

ein Gastbeitrag von Nele Evers, Carla Reemtsma

Energiewende-Bilanz 2025

Sonne überholt beim Strom Braunkohle und Erdgas

Solaranlage von unten.

Insgesamt aber stagnierte 2025 die Energiewende. Der Primärenergie-Verbrauch in Deutschland ist noch zu vier Fünfteln fossil, weil im Verkehrs- und Wärmesektor viel zu wenig passiert.

von Joachim Wille

Neue Gaskraftwerke

Bärendienst an klimaneutraler Fernwärme

Verlegung von Fernwärme-Rohren in einer Straße mit Einfamilienhäusern in der Stadt Speyer in der Pfalz.

Seit Monaten wird diskutiert, ob und wie viele neue Gaskraftwerke gebraucht werden, um jederzeit den Strombedarf zu decken. Bisher spricht aber niemand Klartext darüber, wie sich die neuen Gaskraftwerke auf den Klimaschutz im Wärmesektor auswirken.

ein Gastbeitrag von Judith Grünert