Anzeige

Irena-Bericht

Erneuerbare schlagen Kohle und Gas – auch rund um die Uhr

Ein großer Solarpark mit Batteriespeichern in der Wüste.

Wind- und Solarparks mit Batteriespeichern liefern den Strom an vielen Orten der Welt bereits günstiger als fossile Kraftwerke, zeigt eine neue Untersuchung. Das dürfte auch die Debatte um neue Gaskraftwerke in Deutschland beeinflussen.

von Joachim Wille

Bürgerenergie-Konvent 2026

Der lange Weg zu Finanz-Standards für Bürger-Energieprojekte

Rostrot verputztes Gebäude mit einfachen Fenstern und einem eher schmucklosen, aus Metall gestalteten Eingangsbereich mit Glastür.

Die Energiewende braucht Tempo. Doch ausgerechnet dort, wo Bürgerinnen und Bürger sie selbst vorantreiben wollen, stockt es häufig – bei der Finanzierung. Entscheidend sind standardisierte Prozesse, die zugleich flexibel genug bleiben, um lokale Besonderheiten zu berücksichtigen.

ein Gastbeitrag von Urszula Papajak

Umfrage bei Kommunen

Akzeptanz der Eneuerbaren hängt nicht am Geld allein

Luftaufnahme von Solar- und Windparks in einer weiten, ebenen Landschaft unter bewölktem Himmel.

Konkrete finanzielle Vorteile sind für Kommunen das stärkste Argument für die Energiewende – neben wirtschaftlichen Motiven –, ergab eine bundesweite Umfrage unter Bürgermeistern. Angesichts von "Glaubenskriegen" reicht das aber nicht für die Akzeptanz aller erneuerbaren Energien.

von Jörg Staude

Bürgerenergie-Konvent 2026

"Die Geschäftsmodelle der Bürgerenergie werden vielfältiger und innovativer"

Ein Dutzend Menschen steht am Fuß und auf der Treppe zum Turm eines Windrades, hinten stehen weitere Windräder.

Die Bürgerenergie hat sich immer für erneuerbare und gegen fossile Energien eingesetzt, für Resilienz und eine demokratische Kultur, betonen Lydia Takit und Harald Uphoff vom Bündnis Bürgerenergie. Die aktuellen Pläne des Wirtschaftsministeriums sind ein umfassender Angriff darauf, kritisieren sie.

Interview: Jörg Staude

Dählings Woche

Ein Paket für Unabhängigkeit, ein Paket für Haushalte und eins für günstigen Strom

Porträtaufnahme von Carolin Dähling.

Kalenderwoche 16: Wir stehen vor einer Grundsatzentscheidung – zwischen einem Energiesystem mit Freiheit, Erneuerbaren und Flexibilität oder einem mit fossilen Abhängigkeiten, erklärt Carolin Dähling von der Energiegenossenschaft Green Planet Energy, Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Die "atomare Phantomdebatte" löst für sie kein einziges Problem.

Aktionstag für Erneuerbare

Treppenwitze von und mit Katherina Reiche

Eine Brückenkonstruktion reicht aufs Meer hinaus, wo überschüssiges Erdgas aus einer Gasproduktionsanlage in einer Fackel verbrannt wird. Die Szenerie ist insgesamt eher düster.

Mit der Verteidigung der erneuerbaren Energiewende gegen die Wirtschaftsministerin und Gaslobbyistin Reiche erlebt die Klimabewegung den lang erwarteten Aufschwung. Die Proteste und Aktionen sollten aber nicht vergessen lassen, dass der Klimaschutz in vielen Bereichen stagniert.

ein Kommentar von Jörg Staude

Stromnetz

Anschluss unterm Reifegrad, nicht mehr unterm Windhund

Windpark und Solarpark in flacher Landschaft bei heiterem Himmel.

Das neue "Reifegradverfahren" soll mit der Unsitte im Stromnetz aufräumen, dass Investoren Netzanschlüsse blockieren, obwohl das Projekt nur auf dem Papier steht. Netzexpertin Anke Weidlich fordert weitere Reformen im Netz, darunter sogenannte "Knotenpreise".

von Jörg Staude

Kemferts Woche

Entlastung bei Energiepreisen, erneuerbare Realität und die Empörung über Lösungen

Claudia Kemfert vor verschwommener Bücherwand.

Kalenderwoche 14: Statt die Ursachen der fossilen Krisen zu beseitigen, werden Symptome mit Mitteln behandelt, die die Probleme verursachten, kritisiert Claudia Kemfert, Energieökonomin und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Die Regierung müsse endlich auf Technologieklarheit setzen, auf intelligente Netze, Speicher, Flexibilität und Erneuerbare.

Umweltplanung

"Am Naturschutz scheitert die Energiewende nicht"

Windräder am Horizont in hügeliger Landschaft.

Mehr Tempo beim Erneuerbaren-Ausbau durch weniger Bürgerbeteiligung und das Beschneiden von Naturschutz – das setzt die Akzeptanz für die Energiewende aufs Spiel, warnt Rebekka Blessenohl vom Naturschutzbund Nabu.

Interview: David Zauner

Erneuerbaren-Branche 2026

"Die Erneuerbaren sind dezentral, resilient und kriegstauglich"

Ein kleiner Solarpark und drei Windräder in dörflicher Umgebung.

Die Erneuerbaren-Branche beklagt Frontalangriffe auf ihre Erzeugung und legt einen 26‑Punkte-Katalog für eine beschleunigte Energiewende vor. Derweil fordern die Bundesländer, schon 2026 zusätzlich 5.000 Megawatt Windkraft an Land auszuschreiben. 

von Jörg Staude

Hummels Woche

Resilienz beim Strom, Reiches Daumenschrauben und alte Reflexe bei Spritpreisen

Porträtaufnahme von Oliver Hummel.

Kalenderwoche 11: Preissprünge bei Gas und Öl werden in der angespannten geopolitischen Lage noch öfter vorkommen, sagt Oliver Hummel, Vorstand beim Ökoenergieversorger Naturstrom und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Man kann jedes Mal überrascht sein – oder sich möglichst schnell von konventionellen Energien unabhängig machen.

Erneuerbare-Energien-Gesetz

"Ministerin Reiche will die Gewinne der fossilen Konzerne sichern"

Die Ortschaft Paschel bei Trier, im Hintergrund Windräder.

Heimische erneuerbare Energien sind die Lösung gerade in Zeiten von Krisen und Kriegen, sagt Hans-Josef Fell. Der Miterfinder des EEG kritisiert die aktuellen Pläne der schwarz-roten Koalition für Solardächer, Netzausbau, Bioenergie und Heizungen.

Interview: Joachim Wille

Akzeptanz

"Partizipation beginnt, wo Menschen tatsächlich mitentscheiden können"

Windräder

Eine große Mehrheit in der Bevölkerung unterstützt die Energiewende. Doch Widerstand formiert sich dort, wo Menschen sich übergangen fühlen. Umweltpsychologin Petra Schweizer-Ries über orchestrierten Protest, mediale Verzerrung und die Macht guter Beteiligung.

Interview: David Zauner

Dählings Woche

Solarer Vollstopp, vorgetäuschte Heiz-Freiheit und eine Koalition, die von RWE abschreibt

Porträtaufnahme von Carolin Dähling.

Kalenderwoche 9: Haus- und Wohnungseigner sollten nicht dem fossilen Irrweg der "Eckpunkte" folgen, sondern dem Markt und der Vernunft, appelliert Carolin Dähling von der Energiegenossenschaft Green Planet Energy, Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Grünes Gas und Grünöl seien keine Lösung, zudem viel zu knapp und teuer.

Mehrjahresplan für Energie

Atomkraft mit "Klumpenrisiko historischen Ausmaßes"

Die vier dampfenden Kühltürme des AKW Cattenom, vom beschaulichen Dorf aus gesehen.

Frankreich hat seine Energieplanung bis 2035 vorgelegt. Das Land setzt weiter auf Kernkraft und will die Laufzeiten seiner Reaktoren auf bis zu 60 Jahre verlängern. Erneuerbare Energien sollen weniger ausgebaut werden als zuvor geplant.

von Joachim Wille

Sladeks Woche

Dirigistisch-bürokratisches "Netzpaket", intelligente Strompreiszonen und Local Power im Königreich

Porträtaufnahme von Sebastian Sladek.

Kalenderwoche 7: Das "Netzpaket" von Ministerin Reiche erweitert die Rechte der Netzbetreiber massiv und wälzt Risiken und Kosten auf die Erneuerbaren ab, kritisiert Sebastian Sladek, Vorstand der Elektrizitätswerke Schönau (EWS) und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Gefragt seien dagegen konkrete Lösungen, gerade für die Windkraft im Süden.

Erneuerbares Stromsystem

Alle Macht beim Strom den Netzbetreibern

Ein Windpark, eine Solar-Freiflächenanlage und Stromleitungen auf einem Feld.

Der Entwurf eines "Netzpakets" aus dem Wirtschaftsministerium gibt vor, die Antragsflut bei Netzanschlüssen bewältigen zu wollen. In Wirklichkeit sollen Netzbetreiber über den Erneuerbaren-Ausbau bestimmen und ihre Kosten überwälzen können. 

von Jörg Staude

Erneuerbare Energien

Gleicht mehr Eigenverbrauch die Einspeise-Vergütung aus?

Stromzähler in Nahaufnahme, man sieht vor allem den Zählerstand.

Für einzelne Solar-Dachanlagen lässt sich der ab 2027 drohende Wegfall der Einspeisevergütung möglicherweise ausgleichen, ergibt eine neue Studie des Fraunhofer-Instituts ISE. Auf die Energiewende kommt allerdings ein mit Sicherheit nicht zu reparierender Schaden zu.

von Jörg Staude

Rechnungshofbericht

Rohstoff-Alarm für Europas Energiewende

Luftaufnahme eines Tagebaus mit Erschließungsstraßen in einem gebirgigen Naturgebiet.

Der EU-Rechnungshof warnt vor Engpässen bei kritischen Rohstoffen. Recycling-Vorgaben existieren zwar, greifen aber kaum, heißt es in einem Sonderbericht.

von Joachim Wille

Ausbau der Erneuerbaren

Schwerer Start in die zweite Halbzeit

Ein Sturm zieht über einen Windpark in ebener Landschaft hin.

Für den Fortgang der Energiewende ist 2026 das entscheidende Jahr, verkünden Verbände, Politik und Experten bei jeder Gelegenheit besorgt. Tatsächlich steht allein schon die Stromwende vor einem schweren Start in ihre anstehende "zweite Halbzeit".

von Jörg Staude