Der Rückbau des Hochtemperatur-Reaktors im nordrhein-westfälischen Hamm dürfte die Steuerzahler viel Geld kosten. Die Betreibergesellschaft HKG hat Insolvenz angemeldet, nachdem sie Bund und Land nicht gerichtlich zur Kostenübernahme verpflichten konnte.
Eine Studie des Umweltbundesamts zeigt, wie der notwendige Ausbau des ÖPNV funktionieren könnte – und auch zu finanzieren wäre. Umwelt- und Sozialverbände sind dafür und erinnern an den im Koalitionsvertrag versprochenen Modernisierungspakt.
Klimafonds zweckentfremdet, Bauturbo in der Kritik, Forscher warnen vor Golfstrom-Kollaps
Finanzminister Klingbeil will versäumten Klimaschutz mit Geld aus dem Klimafonds kompensieren. Architekt:innen, Umwelt- und Sozialverbände warnen vor dem "Bauturbo". Der Golfstrom ist deutlich instabiler als angenommen.
Das Potsdam-Institut zeigt, wie Investitionen in die Energiewende und solide Staatsfinanzen dank einer "grün-goldenen Regel" miteinander vereinbar sind. Das könnte den Klimaschutz aus der kurzfristigen Logik der Haushaltsdebatten befreien.
Globale Abgaben als Schlüssel zum Klimaschutz: Eine internationale Taskforce will Vielflieger, KI‑Konzerne und Finanzmärkte stärker zur Kasse bitten – für konkrete Fortschritte auf dem Weg zum 1,5‑Grad‑Ziel. Einen ersten Erfolg kann sie schon vorweisen.
Elektrisierende Dienstwagen, links-grün Verzagte und die Bahnsanierungs-Show
Kalenderwoche 31: Ein Straßenbau-Moratorium und viel mehr Investitionen für die Schiene fordert Andreas Knie, Mobilitätsforscher und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Bei der Bahn fehle es aber nicht nur am Geld, sondern auch an Strukturen, es sinnvoll auszugeben.
Fossil-Deal mit Trump, teure Naturkatastrophen, SDGs drohen zu scheitern
Beim Zoll-Deal mit den USA verspricht die EU immense fossile Energieimporte. Die globalen Schäden durch Naturkatastrophen sind stark angestiegen. Vor zehn Jahren wurden die UN-Nachhaltigkeitsziele beschlossen, die Bilanz ist ernüchternd.
Kurz nachdem der Internationale Gerichtshof das 1,5-Grad-Ziel zur Pflicht für alle Staaten erklärt hat, beschließt die Bundesregierung einen Haushalt mit deutlich weniger Klimaschutz. Ein fatales Signal, auch international.
Der Bundeshaushalt klettert kommendes Jahr laut Regierungsentwurf auf über 520 Milliarden Euro. Anders als Verteidigung und Inneres sitzt der Klimaschutz künftig ziemlich auf dem Trockenen.
EU-Haushalt, Lieferketten, Taxonomie: Ein Schritt vor, zwei Schritte zurück? Das Rollback der grünen Transformation geht weiter, doch es regt sich Protest. Dabei geht es nicht um Gut gegen Böse, sondern um unterschiedliche Interessen.
Die weltweite Energiewende ist kaum noch aufzuhalten. Doch nicht alle Länder profitieren von dem Fortschritt: In Afrika befinden sich nur knapp 1,5 Prozent der weltweiten Erneuerbaren-Kapazitäten. Dabei hat der Kontinent ein riesiges Solar- und Windpotenzial.
"In Afrika läuft ein Wettrennen um Rohstoffe für die Energiewende"
Ob China bei den Klimaverhandlungen für die USA einspringt, ist offen, sagt Fred Njehu von Greenpeace Africa. Auch chinesische Kredite seien teuer, doch sie könnten Afrika einen grünen Technologiesprung ermöglichen. Teil 16 der Serie.
Die Bundesrepublik muss ihre größte Wiederaufforstungsaktion schaffen, um einen klimastabilen Wald zu bekommen. Eine Studie zeigt: Das bringt der Gesellschaft eine hohe Rendite.
Die größten Investitionen in die Kohle kommen aus China, aber auch deutsche Banken bleiben dem Geschäft treu. Zuletzt sind die Kohle-Investitionen weltweit und auch von großen deutschen Geldhäusern sogar wieder gestiegen.
Der Klima- und Transformationsfonds soll laut schwarz-roter Haushaltsplanung künftig die Gasspeicher-Umlage begleichen. Umwelt- und Sozialverbände kritisieren auch, dass im Gesetz zum Infrastruktur-Sondervermögen fossile Projekte nicht ausgeschlossen werden.
Verpasste Booster-Chancen, kostensenkende Erneuerbare und Klima-Milliarden für Gasspeicherung
Kalenderwoche 25: Die Kosten für die Gasspeicherung will die schwarz-rote Regierung künftig aus dem Klima- und Transformationsfonds bezahlen, kritisiert Oliver Hummel, Vorstand beim Ökoenergieversorger Naturstrom und Mitglied um Herausgeberrat von Klimareporter°. Das konterkariere die eigentlichen Ziele des Fonds sowie des Sondervermögens.
Wer mit seinem Bankkonto die Welt verbessern will, sollte genauer hinschauen. Die Stiftung Warentest hat Banken nach ihren Nachhaltigkeitskriterien befragt. Auch ein Verbraucherzentralen-Check zeigt: Wirklich grüne Banken gibt es nicht so viele.
Auch der Europäische Rechnungshof dringt auf mehr Investitionen, um die Elektrizitätsnetze in der EU fit für erneuerbare Energien zu machen. Eine dezentrale und flexible Stromproduktion und ‑nutzung könne aber die Kosten begrenzen.
Eine Analyse sieht einen dramatischen Sanierungsstau in Deutschland und fordert, den Neubau von Fernstraßen zu bremsen. Das Verkehrsministerium hält die Angaben für nicht nachvollziehbar.
Eine Recherche hat massives Greenwashing in Nachhaltigkeits-Fonds aufgedeckt. Dennoch gibt es genügend viele Grünfonds, die nicht davon betroffen sind. Um sie zu finden, ist allerdings Arbeit notwendig.