Deutsche EU-Ratspräsidentschaft

Europäische Union am Scheideweg

Zwei Baukräne.

Deutschland wird die Sitzungen des EU-Ministerrats in den kommenden sechs Monaten leiten. Auf Angela Merkel kommen komplexe Verhandlungen zu. Die Regierungschefin muss den wirtschaftlichen Aufschwung im Einklang mit den Zielen des Green Deal gestalten.

von Sandra Kirchner

Energiewende-Monitoring

Experten empfehlen CO₂‑Preis von 50 Euro

Vor einem Hausstromzähler eine Hand mit Euromünzen, nicht mehr als ein paar Euro.

Für eine umfassende Reform der Energiepreise sowie die Einführung eines CO2-Preises von 50 Euro je Tonne plädiert eine Expertenkommission der Bundesregierung. Sie bewertete den bereits im April 2019 vorgelegten zweiten Fortschrittsbericht der Regierung zur Energiewende.

von Jörg Staude

Nachhaltige Wertpapiere

Green Bonds machen Euro attraktiver

Drei kleine Bäume und eine etwas skurrile Baumskulptur vor dem Gebäude der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main.

Die EU will die Finanzmärkte nutzen, um die Wirtschaft nachhaltiger zu machen. Das hat einen interessanten Nebeneffekt: Es stärkt die internationale Bedeutung des Euro. Zudem werden sich auch ausländische Finanzmarktakteure wohl meist an die Regeln aus Brüssel halten.

von Christian Mihatsch

Weltweiter Investitionsreport

Investitionen in Erneuerbare stagnieren

Solarfeld

2019 wurde weltweit nur wenig mehr in erneuerbare Energien investiert als im Vorjahr – weil aber die Kosten für Erneuerbare stark gesunken sind, entstanden mehr neue Kapazitäten als je zuvor. Für das Pariser Klimaabkommen müssen die Investitionen dennoch deutlich zunehmen.

von Sandra Kirchner

Kommentar

Der Windschutzscheiben-Blick

Blick aus einem Auto durch die Windschutzscheibe auf die Landstraße.

Keine Kaufprämie für Verbrenner: Die Autoindustrie kann nicht mehr einfach durchregieren wie bisher, zeigt das Konjunkturpaket der Bundesregierung. Gefördert wird die Branche trotzdem. Eine Mobilitätsprämie, von der nicht nur Autokäufer profitieren, wäre fürs Klima besser gewesen.

ein Kommentar von Joachim Wille

Finanzmärkte in Bewegung

Anleger könnten fossile Gewinne um Billionen überschätzen

Divestment Karikatur

Börsenkurse spiegeln die Gewinnerwartungen der Anleger wider. Diese könnten die Gewinne aus dem Kohle-, Öl- und Gasgeschäft aber deutlich über- und die Klimarisiken deutlich unterschätzen. Beides ist eine Gefahr für die Stabilität der Finanzmärkte.

von Christian Mihatsch

Vorschlag für nachhaltige Konjunkturhilfen

Krisenbewältigung soll nicht die nächste Krise vorbereiten

Gleisbauarbeiter neben einem Stapel neuer Gleise.

Mehr öffentlicher Verkehr, massive Investitionen in einen klimaneutralen Gebäudebestand und CO2-arme Industrieprozesse: Konjunkturhilfen der Bundesregierung müssen dem Pariser Klimavertrag entsprechen, fordern die großen deutschen Umweltverbände.

von Sandra Kirchner

Pläne der EU-Kommission

Wie grün ist der grüne Aufbauplan?

Wärmebild eines ungedämmten und eines daneben stehenden gedämmten Hauses.

Gebäude, Verkehr, erneuerbare Energien, Strukturwandel: Mit ihrem 750 Milliarden Euro schweren Konjunkturpaket zur Corona-Krisenbewältigung packt die EU große klimapolitische Baustellen an. Der Klimaanteil am Gesamthaushalt ändert sich dadurch nicht.

von Verena Kern

Corona-Krisenbewältigung der EU

Konjunkturprogramm mit Konjunktiv

Europafahnen vor dem Gebäude der EU-Kommission in Brüssel

Die EU-Kommission will 750 Milliarden Euro für den Wiederaufbau nach Corona investieren. Das Paket namens "Next Generation EU" soll Wirtschaft und Klima gleichermaßen nützen. Doch es gibt viele Fragezeichen.

von Verena Kern

Green Recovery

Unternehmen fordern grünen Wiederaufbau

Sehr viel Klee

Auch 155 große Unternehmen aus 34 Branchen rufen nun dazu auf, die weltweit geplanten Programme zum Wirtschaftswiederaufbau nach Corona mit starkem Klimaschutz zu verbinden.

von Verena Kern

Diesmal grün aus der Krise

Konjunkturprogramme nur mit Klimaschutz

Windradbaustelle: Der bereits zusammengesetzte Rotor hängen am Kran.

Das fordern nicht nur diejenigen, von denen man es erwarten würde. Neben zivilgesellschaftlichen Gruppen und EU-Umweltminister:innen rufen auch Unternehmen und Finanzinvestoren dazu auf, Post-Corona-Wiederaufbaupläne auf Klimaschutz auszurichten. Eine Übersicht.

von Verena Kern

Finanzgigant berät EU zu grünen Kriterien

Proteste gegen EU-Vertrag mit Blackrock

Schwarze Protestfahne gegen Blackrock bei einer Demo in Frankreich

Ausgerechnet den Finanzriesen Blackrock hat die EU-Kommission als Berater für nachhaltige Bankregeln engagiert. Hundert zivilgesellschaftliche Organisationen und 85 Abgeordnete des EU-Parlaments fordern die Annullierung des Vertrages.

von Verena Kern

Konjunkturmaßnahmen nach Corona

Grüne Finanzspritzen zahlen sich aus

Aufgefächerte Geldscheine und ins Bild montierte Coronaviren.

Was die Klimabewegung und auch viele Unternehmen für die Bewältigung der Coronakrise fordern, ist nun wissenschaftlich untermauert: Klima-Konjunkturprogramme sind herkömmlichen Rettungsschirmen gesamtwirtschaftlich überlegen, so eine neue Studie. 

von Annika Keilen

Einigung auf Parteitag

Grüne wollen neues EEG und fünf Cent weniger Umlage

Ein Haufen 100-Euro-Scheine

Der Parteitag der Grünen beschloss am Samstag, eine Absenkung der EEG-Umlage um fünf Cent ab Juli 2021 zu fordern, und will das in eine umfassende Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes einbetten. Damit ging die Parteispitze auf Kritik ein, hält aber an der umstrittenen starken Absenkung der Umlage fest.

von Jörg Staude

Wirtschafts- und Klimakrise

Die Lufthansa retten – aber nur unter Bedingungen

Mehrere Lufthansa-Flugzeuge stehen auf dem Flughafen Franfurt.

Wie soll die deutsche Regierung auf die schwere Krise des Lufthansa-Konzerns reagieren? Staatliche Unterstützung für die Lufthansa ist gerechtfertigt, die Beihilfe sollte jedoch an soziale und ökologische Bedingungen geknüpft werden.

ein Gastbeitrag von Sander Chan, Clara Brandi

EU-Finanzwesen

Nachhaltig mit Blackrock?

Geld Euro

Die EU hat den Finanzinvestor Blackrock beauftragt, bei der Integration der Green-Finance-Regeln in den Bankensektor zu helfen. Kritiker:innen sind über den 550.000 Euro schweren Auftrag entsetzt und sprechen von Greenwashing.

von Verena Kern

Zinsmoratorium für 76 Länder gefordert

Entwicklungsländern droht Schuldenkrise

Afrika Benin

Steigende Ausgaben, sinkende Einnahmen und Kapitalabfluss: Vor dieser Situation stehen viele Entwicklungsländer in der Coronakrise. Das könnte auch Folgen für ihre Klimapläne haben.

von Christian Mihatsch

Coronakrise und Umweltkrise

Finanzhilfen nur mit 1,5-Grad-Standards

Etliche Flugzeuge der Lufthansa stehen auf dem Flughafen Frankfurt am Main herum.

Einige Politiker wollen CO2-Preise und Umweltauflagen aussetzen, um die Wirtschaft zu entlasten. Doch für die Rettungsmaßnahmen braucht es Leitplanken. Gelder dürfen nur an Unternehmen fließen, deren Geschäfte die planetaren Grenzen und das Gemeinwohl nicht gefährden.

ein Gastbeitrag von Annemarie Botzki

Coronakrise und Energiewende

IEA fordert grünen Stimulus

Vergoldete Sonne aus Metall an einem Pavillon im Park von Schloss Sanssouci in Potsdam.

Wegen der Coronakrise können die Regierungen plötzlich große Investitionsprogramme auflegen. Dabei eignen sich Mittel für erneuerbare Energien und andere Umweltprojekte besonders gut, um die Wirtschaft zu stimulieren. Das hat Südkorea vor zehn Jahren gezeigt.

von Christian Mihatsch

Öl- und Gas-Boom trotz Klimakrise

Banken geben fossilen Konzernen mehr Geld

Panorama Frankfurt

Statt sich aus Geschäften mit Kohle, Öl und Gas zurückzuziehen, steckt die Finanzwirtschaft jedes Jahr mehr Geld in fossile Energien. Auch die Deutsche Bank und die Commerzbank verdienen weiter an den klimaschädlichen Beteiligungen und Geschäften.

von Sandra Kirchner