Sonne und Wind brauchen nicht die Meerenge von Hormus
Wir erleben einen weiteren Krieg um Öl und Gas – doch Wirtschaftsministerin Reiche und Kanzler Merz wollen immer noch in die fossile Richtung gehen. Erschwingliche Energie und ein Ende der Energiekriege gibt es nur mit 100 Prozent Erneuerbaren.
Der SPD-Umweltexperte Michael Müller fordert eine Bremse bei den Militärausgaben, damit der sozial-ökologische Umbau weitergehen kann. Bleibe es bei der geplanten Steigerung, müssten sich Klimaschutz, Soziales, Wissenschaft und Bildung um den kleiner werdenden Rest streiten.
Die Preise für Sprit, Heizöl und Gas explodieren, und alle sind überrascht. Seit 50 Jahren immer wieder dasselbe: Es gibt Krieg und der Ölpreis explodiert. Trotzdem kaufen wir weiter Verbrenner und bauen neue fossile Heizungen ein. Wann werden wir schlau?
Kettensäge der Zukunft, Klimaschutz als Kriseneffekt und die "Kriegstüchtigkeit"
Kalenderwoche 12: Angesichts von Aufrüstung und geopolitischen Spannungen wird Klimapolitik in Deutschland wie international immer schwieriger, beklagt Michael Müller, SPD-Vordenker und Mitglied des Herausgeberrats von Klimareporter°. Auch dürfe Klimaschutz im Interesse ärmerer Menschen nicht der Effekt einer Krise sein.
Der Iran-Krieg bedroht auch die internationale Lebensmittelsicherheit. Denn ohne synthetischen Stickstoffdünger kommt die industrielle Landwirtschaft nicht aus – und der wird aus Erdgas hergestellt und weltweit gehandelt.
In der Straße von Hormus findet auch ein Energie-Krieg statt
Dauern der Iran-Krieg und die "Schließung" der Straße von Hormus länger, droht eine Wiederholung des Gaspreisschocks von 2022. In vielen EU-Staaten könnten im liberalisierten Strommarkt die Gaspreise voll auf die Strompreise durchschlagen.
"Ministerin Reiche will die Gewinne der fossilen Konzerne sichern"
Heimische erneuerbare Energien sind die Lösung gerade in Zeiten von Krisen und Kriegen, sagt Hans-Josef Fell. Der Miterfinder des EEG kritisiert die aktuellen Pläne der schwarz-roten Koalition für Solardächer, Netzausbau, Bioenergie und Heizungen.
Heizungsgesetz wird entkernt, Ukraine-Krieg treibt Emissionen, MI6 warnt vor Artenkollaps
Die Bundesregierung will die wichtigste Vorschrift im Gebäudeenergiegesetz abschaffen. Russlands Angriff auf die Ukraine verursacht enorme Mengen Treibhausgase. Der britische Auslandsgeheimdienst warnt vor dem Zusammenbruch von Ökosystemen.
Anlässlich der heute beginnenden Münchner Sicherheitskonferenz warnen Thinktanks, NGOs und Grüne davor, in Europa weiter auf fossile Energien zu setzen. Unabhängigkeit gebe es nur mit Elektrifizierung und erneuerbaren Energien.
Günstige Hilfen für Heizungsumbau, zerbröselnde Ökologie und das Kriegsfieber
Kalenderwoche 1: Für den Klimaschutz braucht Deutschland eine industriepolitische Umbaustrategie und vor allem eine soziale Einbettung, sagt Michael Müller, SPD-Vordenker und Mitglied des Herausgeberrats von Klimareporter°. Angesichts des Kriegsfiebers sieht er Klimaschutz aber als verloren an.
US-Präsident Donald Trump versucht mit seiner Militäraktion offenbar, sich die fossilen Reserven des südamerikanischen Landes unter den Nagel zu reißen – eine Attacke auch auf das Klima.
Nur wenn unser Land friedenstüchtig wird, kann Klimaschutz erfolgreich sein
Die beschlossene Erhöhung der Militärausgaben auf fünf Prozent vom Bruttoinlandsprodukt wird über 40 Prozent des Bundeshaushalts beanspruchen. Fürs Klima wird dann nicht mehr viel übrig bleiben.
Die Wissenschaft als Wächterin darf nicht verstummen
Die Wissenschaftsvereinigung VDW fordert die im Grundgesetz garantierte Freiheit der Wissenschaft ein. Im "Hamburger Manifest" appelliert sie an die Verantwortung der Forscher, sich an der Lösung existenzieller Konflikte zu beteiligen.
Namensverbot für Veggie-Burger und Co, Klimaschäden durch Ukraine-Krieg, Wachstum bei Erneuerbaren
Das EU-Parlament will, dass Fleischersatzprodukte nicht mehr Wurst, Burger oder Schnitzel heißen dürfen. Der Krieg in der Ukraine geht mit hohen Klimaschäden einher. Die globale Energiewende nimmt Fahrt auf, allerdings langsamer als gehofft.
Super-GAU der Klimapolitik, konfliktentschärfende Erneuerbare und kühlende Wärmepumpen
Kalenderwoche 28: Wo kein Netz ist, da kann auch kein Solar- oder Windpark hin – mit dieser unsinnigen Begründung will das Wirtschaftsministerium die Erneuerbaren bremsen, kritisiert Matthias Willenbacher, Gründer der nachhaltigen Investing-Plattform Wiwin und Mitglied im Klimareporter°-Herausgeberrat. Er verweist stattdessen auf den Speicherboom und smarte Flexibilitäts-Technologien.
Chronisch untererforscht sind die Auswirkungen von Kriegen und Streitkräften auf den Klimawandel. Unabhängige Untersuchungen versuchen Licht ins Dunkel zu bringen und werfen einen Blick auf Kriege in Gaza oder der Ukraine und den Energieverbrauch des größten Militärs der Welt.
Sicherheit und Klimaschutz, Lulas Duftmarke und 30 Jahre alte Waldspeicher
Kalenderwoche 26: Die Nähe der Unionsparteien zur fossilen Lobby schwächt den Klimaschutz in Deutschland, sagt Hartmut Graßl, Physiker und Meteorologe und Mitglied des Herausgeberrats von Klimareporter°. Dämpfend wirkten dabei nur die EU und die von den Grünen erreichte Änderung des Grundgesetzes.
Klimaklage gegen RWE abgewiesen, klimaschädliche Aufrüstung, EU bei Klimaziel auf Kurs
Der Energiekonzern RWE muss nicht für Klimarisiken in Peru zahlen, künftige Fälle könnten aber anders ausgehen. Die Klimawirkung der Nato-Rüstungsinvestitionen wurde abgeschätzt. Das Klimaziel der EU für 2030 bleibt erreichbar.
Unsere Städte müssen umgebaut werden, sagt der Präsident des Umweltbundesamtes, Dirk Messner. Es geht um kühlende Bäume, Parks und Wasserflächen, aber auch um klimagerechtes Bauen, Wohnen, Heizen und Fortbewegen.