Hitzeschutz

Lässt sich aus der Hitzewelle politische Energie ziehen?

Handgemaltes Protest-Plakat mit der Aufschrift: Make Earth Cool Again

Die Realität der Klimakrise erteilt allzu naiven Hoffnungen eine Absage, Klimafolgen würden die Menschen politisch aufrütteln, wenn sie in ihrem Alltag spürbar werden. Für den Staat ist Hitzeschutz bislang ohnehin vor allem eine Sache der Eigenverantwortung.

ein Gastbeitrag von Lasse Thiele

Klimapolitik

Hitze tötet – die Klimakrise lässt sich nicht aussitzen

Parkbank auf einer leeren und vertrockneten Liegewiese in einem Kölner Park während der Hitzewelle 2022.

Warum schweigt die Bundesregierung zur Hitzewelle in Mitteleuropa? Warum fällt es vielen Politikern und Medien so schwer, über die größte Krise unserer Zeit sachlich aufzuklären?

ein Gastbeitrag von Franz Alt

Klima-Zwischenkonferenz

Klimafinanzierung ist keine "Hilfszahlung"

Ein Dutzend Menschen steht mit Schildern in einer Reihe am Rand eines Konferenzsaales, auf einem Transparent steht auf Englisch: Lasst die reichen Emittenten zahlen.

Auf der Bonner Vorbereitungskonferenz zum Klimagipfel COP 31 ging es zwei Wochen lang um die Frage, wer wie viel finanzielle Mittel für Klimagerechtigkeit bereitstellt. Der Streit könnte auf dem Gipfel in der Türkei weiter eskalieren.

ein Gastbeitrag von Kathrin Henneberger

Klima-Vorbereitungskonferenz

Die Glaubwürdigkeit von Klimapolitik hängt auch am Visum

Afrikanische Delegierte der Bonner Klimakonferenz im informellen Gespräch, daneben ist eine Tür mit der Aufschrift Notausgang.

Auch bei den Bonner Klimaverhandlungen werden Jahr für Jahr Delegierte aus dem globalen Süden durch Visahürden ausgebremst. Das untergräbt Deutschlands Anspruch auf inklusiven Multilateralismus.

ein Gastbeitrag von Niklas Wagner

Klima-Zwischenkonferenz

Die Klimadiplomatie lebt noch

Blick von oben in den Konferenzsaal, den ehemaligen Plenarsaal des Bundestages in Bonn.

Während andernorts der Multilateralismus infrage gestellt wird, gehen die UN-Klimaverhandlungen fast stoisch weiter. Ein erster Zwischenbericht von der Bonner Vorbereitungskonferenz zum Klimagipfel COP 31. 

ein Gastbeitrag von Kathrin Henneberger

Gebäude­modernisierungs­gesetz

Wofür reicht die SPD die Hand bei der Reform des "Heizungsgesetzes"?

Hände mit mit zwei Rohrzangen bei der Reparatur eines Gaskessels.

Der im Bundeskabinett beschlossene Entwurf fürs neue "Heizungsgesetz" geht deutlich über die mit der SPD verhandelten Positionen im Koalitionsvertrag und im Eckpunktepapier hinaus. Dazu gehört die Streichung des Verbots, Heizungen auch 2045 und danach fossil zu befeuern.

ein Gastbeitrag von Jochen Luhmann

Bürgerenergie-Konvent 2026

Der lange Weg zu Finanz-Standards für Bürger-Energieprojekte

Rostrot verputztes Gebäude mit einfachen Fenstern und einem eher schmucklosen, aus Metall gestalteten Eingangsbereich mit Glastür.

Die Energiewende braucht Tempo. Doch ausgerechnet dort, wo Bürgerinnen und Bürger sie selbst vorantreiben wollen, stockt es häufig – bei der Finanzierung. Entscheidend sind standardisierte Prozesse, die zugleich flexibel genug bleiben, um lokale Besonderheiten zu berücksichtigen.

ein Gastbeitrag von Urszula Papajak

Mensch und Natur

Vom Verschwinden des Wals: Eine Botschaft an uns

Ein Buckelwal schwimmt von schräg vorn heran und dreht ab, mit einem Auge blickt er dich an.

Ein Buckelwal strandet, wird in einer aberwitzigen Aktion abgeschleppt und ist nun abgetaucht. Was er uns über uns selbst erzählt.

ein Gastbeitrag von Thilo Maack

Gebäude­modernisierungs­gesetz

Neue Gasheizungen sind nun per Gesetz unwirtschaftlich

Ein Monteur hat zwei Schraubenschlüssel und einen Schraubenzieher in der Hand, man sieht nur diese Körper-Partie. Im Hintergrund ist verschwommen eine Wärmepumpe zu erkennen.

Der Kompromiss zum "Heizungsgesetz" dient dem Schutz von Wohnungsmietern und wirkt im Sinne des Klimaschutzes abschreckend. Nicht-vermietenden Wohnungseigentümern bleibt die Freiheit zur Selbstschädigung. Dass aber der Mietmarkt für Gewerbeimmobilien anders als vereinbart ausgelassen wird, ist skandalös.

ein Gastbeitrag von Jochen Luhmann

Bürgerenergie

Genossenschaften sind Gamechanger in der Wärmewende

Bauarbeiten für die Verlegung von Fernwärmeleitungen in Tübingen.

Trotz vieler Vorteile wird das Potenzial von Wärmegenossenschaften noch nicht ausgeschöpft. Die oft ehrenamtlichen Projekte stoßen schnell an Grenzen. Planung, Finanzierung und Betrieb der genossenschaftlichen Wärmewende erfordern professionelle Strukturen und verlässliche Rahmenbedingungen.

ein Gastbeitrag von Katharina Habersbrunner, Pascal Lang

Iran-Krieg

Sonne und Wind brauchen nicht die Meerenge von Hormus

Riesiger Solarpark in der Wüste Gobi bei Dunhuang in der westchinesischen Provinz Gansu.

Wir erleben einen weiteren Krieg um Öl und Gas – doch Wirtschaftsministerin Reiche und Kanzler Merz wollen immer noch in die fossile Richtung gehen. Erschwingliche Energie und ein Ende der Energiekriege gibt es nur mit 100 Prozent Erneuerbaren.

ein Gastbeitrag von Franz Alt

Marktinstrumente für die Umwelt

Energiegeld statt Energiepreisbremse

Auf einer Stromrechnung befinden sich drei Stapel mit Ein-, Zwei- und Fünf-Cent-Münzen und einige verstreute andere Münzen. Ein Stift, ein Taschenrechner und eine Glühbirne sind ebenfalls sichtbar.

Mit der anhaltenden Energiekrise steigt die Versuchung, steigende Kosten mit Preisdeckeln und versteckten Subventionen abzufedern. Das wäre ökologisch falsch, sozial ungerecht und ökonomisch ineffizient. Nötig ist ein direktes Energiegeld, das Belastungen fair ausgleicht und den Druck für die Energiewende aufrechterhält.

ein Gastbeitrag von Gerhard Hübener

Straßenverkehr

Tempo 30 steckt im kommunalen Flickenteppich fest

Tempo-30-Schild vor einem Straßenbaum.

Mit Tempo 30 als gesetzlicher Regelgeschwindigkeit innerorts könnten Kommunen die Straßen sicherer, die Luft sauberer und die Orte lebenswerter machen. Die Reformschritte im Straßenverkehrsrecht des Bundes sind bisher zu klein.

ein Gastbeitrag von Fritz Vorholz

Soziologie

Klimapolitik sozial vorausschauend gestalten

Front einiger Mehrfamilienhäuser in Dortmund

Vorausschauende Klimasozialpolitik erkennt soziale Belastungen frühzeitig und bezieht sie systematisch in Politikgestaltung und Kommunikation ein. Sie ist ein Gegenentwurf zu regressiver Klimapolitik, die soziale Ängste gegen Klimaschutz in Stellung bringt, ohne sie aufzulösen – wie jetzt wieder in der Debatte um das neue Gebäudegesetz. 

ein Gastbeitrag von Torben Fischer, Philip Rathgeb, Leonce Röth, Maike Wittmann

Fossile Energien

In der Straße von Hormus findet auch ein Energie-Krieg statt

Schiff mit roten Flüssigerdgas-Tanks von vorn in Großaufnahme.

Dauern der Iran-Krieg und die "Schließung" der Straße von Hormus länger, droht eine Wiederholung des Gaspreisschocks von 2022. In vielen EU-Staaten könnten im liberalisierten Strommarkt die Gaspreise voll auf die Strompreise durchschlagen.

ein Gastbeitrag von Jochen Luhmann

Carbon Dioxide Removal

Der gefährliche Traum von der CO₂-Entnahme

Fotorealistische Darstellung einer Anlage, die CO2 direkt aus der Luft filtert, vor untergehender Sonne.

Staatlich geförderte Forschungsprogramme zur CO2-Entnahme lenken von den Auslösern der Klimakatastrophe ab. Viele der in den Projekten "CDR terra" und "CDR mare" untersuchten Methoden sind unzureichend, teilweise sogar schädlich und verschärfen die Klimakrise.

ein Gastbeitrag von Peter Droege

Kommunikation

Die Klimabewegung hat ein Klassenproblem

Drei Männer trinken Bier in einer Kneipe und haben gute Laune, einer zeigt etwas auf seinem Smartphone.

Damit die Klimabewegung nicht scheitert, muss sie Offenheit zeigen für Menschen, die anders reden und handeln als sie selbst. Statt moralischen Perfektionismus braucht es eine Kultur der Vielfalt über Geschlechterrollen und Hautfarben hinaus.

ein Gastbeitrag von Dominic Memmel

Transformationsbarometer

Polarisierte Debatte, stabile Mehrheiten: Wie die Bevölkerung auf Klimaschutz blickt

Drei Männer sitzen zusammen und diskutieren teils erregt über ein Problem.

Verschiedene politische Initiativen versuchen, erreichte klimapolitische Erfolge abzuschwächen und rückgängig zu machen. Doch was denken die Leute im Land über nachhaltige Transformation und Klimaschutz? Eine Befragung erbrachte teils unerwartete Ergebnisse.

ein Gastbeitrag von Eric Hartmann

Ökonomie und Ökologie

Biodiversität ist so wichtig wie Klimaschutz

Eine halb fertige Autobahn-Brücke schiebt sich scheinbar in eine Nadelwald-Schneise hinein, daneben steht ein hoher Kran.

Die Weltwirtschaft arbeitet gegen sich selbst, zeigt der jüngste Bericht des UN-Biodiversitätsrates. Von allein schaffen es die Unternehmen nicht, umzusteuern.

ein Gastbeitrag von Franz Alt

Fridays for Future

Ein Einknicken vor der fossilen Lobby und ihrer Regierung wird es nicht geben

Vier Frauen sitzen hinter einem improvisierten Podium vor dem Bundeskanzleramt in Berlin, eine spricht ins Mikro. Auf einem Transparent vor ihnen steht: Welt brennt, Zeit rennt!

Trotz frustrierender Klimapolitik und einer bedrohlicheren Klimakrise muss die Klimabewegung lernen, damit umzugehen und weiter für eine gerechte Zukunft einzustehen – auch wenn sie gerade noch nicht genau weiß, wie das geht.

ein Gastbeitrag von Nele Evers, Carla Reemtsma