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Iran-Krieg

Sonne und Wind brauchen nicht die Meerenge von Hormus

Riesiger Solarpark in der Wüste Gobi bei Dunhuang in der westchinesischen Provinz Gansu.

Wir erleben einen weiteren Krieg um Öl und Gas – doch Wirtschaftsministerin Reiche und Kanzler Merz wollen immer noch in die fossile Richtung gehen. Erschwingliche Energie und ein Ende der Energiekriege gibt es nur mit 100 Prozent Erneuerbaren.

ein Gastbeitrag von Franz Alt

Marktinstrumente für die Umwelt

Energiegeld statt Energiepreisbremse

Auf einer Stromrechnung befinden sich drei Stapel mit Ein-, Zwei- und Fünf-Cent-Münzen und einige verstreute andere Münzen. Ein Stift, ein Taschenrechner und eine Glühbirne sind ebenfalls sichtbar.

Mit der anhaltenden Energiekrise steigt die Versuchung, steigende Kosten mit Preisdeckeln und versteckten Subventionen abzufedern. Das wäre ökologisch falsch, sozial ungerecht und ökonomisch ineffizient. Nötig ist ein direktes Energiegeld, das Belastungen fair ausgleicht und den Druck für die Energiewende aufrechterhält.

ein Gastbeitrag von Gerhard Hübener

Straßenverkehr

Tempo 30 steckt im kommunalen Flickenteppich fest

Tempo-30-Schild vor einem Straßenbaum.

Mit Tempo 30 als gesetzlicher Regelgeschwindigkeit innerorts könnten Kommunen die Straßen sicherer, die Luft sauberer und die Orte lebenswerter machen. Die Reformschritte im Straßenverkehrsrecht des Bundes sind bisher zu klein.

ein Gastbeitrag von Fritz Vorholz

Soziologie

Klimapolitik sozial vorausschauend gestalten

Front einiger Mehrfamilienhäuser in Dortmund

Vorausschauende Klimasozialpolitik erkennt soziale Belastungen frühzeitig und bezieht sie systematisch in Politikgestaltung und Kommunikation ein. Sie ist ein Gegenentwurf zu regressiver Klimapolitik, die soziale Ängste gegen Klimaschutz in Stellung bringt, ohne sie aufzulösen – wie jetzt wieder in der Debatte um das neue Gebäudegesetz. 

ein Gastbeitrag von Torben Fischer, Philip Rathgeb, Leonce Röth, Maike Wittmann

Fossile Energien

In der Straße von Hormus findet auch ein Energie-Krieg statt

Schiff mit roten Flüssigerdgas-Tanks von vorn in Großaufnahme.

Dauern der Iran-Krieg und die "Schließung" der Straße von Hormus länger, droht eine Wiederholung des Gaspreisschocks von 2022. In vielen EU-Staaten könnten im liberalisierten Strommarkt die Gaspreise voll auf die Strompreise durchschlagen.

ein Gastbeitrag von Jochen Luhmann

Carbon Dioxide Removal

Der gefährliche Traum von der CO₂-Entnahme

Fotorealistische Darstellung einer Anlage, die CO2 direkt aus der Luft filtert, vor untergehender Sonne.

Staatlich geförderte Forschungsprogramme zur CO2-Entnahme lenken von den Auslösern der Klimakatastrophe ab. Viele der in den Projekten "CDR terra" und "CDR mare" untersuchten Methoden sind unzureichend, teilweise sogar schädlich und verschärfen die Klimakrise.

ein Gastbeitrag von Peter Droege

Kommunikation

Die Klimabewegung hat ein Klassenproblem

Drei Männer trinken Bier in einer Kneipe und haben gute Laune, einer zeigt etwas auf seinem Smartphone.

Damit die Klimabewegung nicht scheitert, muss sie Offenheit zeigen für Menschen, die anders reden und handeln als sie selbst. Statt moralischen Perfektionismus braucht es eine Kultur der Vielfalt über Geschlechterrollen und Hautfarben hinaus.

ein Gastbeitrag von Dominic Memmel

Transformationsbarometer

Polarisierte Debatte, stabile Mehrheiten: Wie die Bevölkerung auf Klimaschutz blickt

Drei Männer sitzen zusammen und diskutieren teils erregt über ein Problem.

Verschiedene politische Initiativen versuchen, erreichte klimapolitische Erfolge abzuschwächen und rückgängig zu machen. Doch was denken die Leute im Land über nachhaltige Transformation und Klimaschutz? Eine Befragung erbrachte teils unerwartete Ergebnisse.

ein Gastbeitrag von Eric Hartmann

Ökonomie und Ökologie

Biodiversität ist so wichtig wie Klimaschutz

Eine halb fertige Autobahn-Brücke schiebt sich scheinbar in eine Nadelwald-Schneise hinein, daneben steht ein hoher Kran.

Die Weltwirtschaft arbeitet gegen sich selbst, zeigt der jüngste Bericht des UN-Biodiversitätsrates. Von allein schaffen es die Unternehmen nicht, umzusteuern.

ein Gastbeitrag von Franz Alt

Fridays for Future

Ein Einknicken vor der fossilen Lobby und ihrer Regierung wird es nicht geben

Vier Frauen sitzen hinter einem improvisierten Podium vor dem Bundeskanzleramt in Berlin, eine spricht ins Mikro. Auf einem Transparent vor ihnen steht: Welt brennt, Zeit rennt!

Trotz frustrierender Klimapolitik und einer bedrohlicheren Klimakrise muss die Klimabewegung lernen, damit umzugehen und weiter für eine gerechte Zukunft einzustehen – auch wenn sie gerade noch nicht genau weiß, wie das geht.

ein Gastbeitrag von Nele Evers, Carla Reemtsma

Tierhaltung

Ernährungswende "by design" oder "by disaster"?

Mensaessen

Der Klimawandel wird unsere Ernährung verändern, ob wir wollen oder nicht. Diese Botschaft vertritt der Oxford-Professor Paul Behrens. Er betont: Eine frühzeitige Umstellung könne viele Vorteile bringen.

ein Gastbeitrag von Friederike Schmitz

Klimaneutrale Bundesverwaltung

Verkehrsressort spielt Poker mit dem Bundestag

Ein Binnenschiff mit Schüttgut in einer Schleuse.

2030 soll die Bundesverwaltung klimaneutral sein, schreibt das Klimaschutzgesetz vor. Das Verkehrsministerium interessiert das wenig und es schiebt die Vorgabe ins Jahr 2045, legt ein Bericht des Bundesrechnungshofs offen.

ein Gastbeitrag von Jochen Luhmann

Das Antiblockiersystem

Wie es ums Auto steht – oder was passiert, wenn 700 Parkplätze verschwinden

Auf einer Stadtstraße mit Gründerzeithäusern, Bäumen und Kopfsteinpflaster fahren Leute mit dem Fahrrad, auf ehemaligen Parkplätzen am Rand wurden Blumenbeete angelegt, offenbar erst vor Kurzem.

Der Graefekiez in Berlin zeigt als städtischer Verdichtungsraum: Verzicht auf ein privates Fahrzeug wird als Gewinn betrachtet. In anderen für Deutschland typischen Räumen bleibt das Umsteigen auf andere Verkehrsmittel schwierig.

ein Gastbeitrag von Andreas Knie

Erneuerbare Energien

Energiewende als Job-Motor

In Ochojno südlich von Krakau montieren drei Männer eine Solaranlage auf ein Hausdach.

Während die Autoindustrie Arbeitsplätze abbaut, entstehen in der Solar- und Windenergie weltweit Millionen neue Jobs. Die Energiewende erweist sich als krisenfester Wachstumstreiber – doch Europa droht den Anschluss zu verlieren.

ein Gastbeitrag von Franz Alt

Neue Gaskraftwerke

Bärendienst an klimaneutraler Fernwärme

Verlegung von Fernwärme-Rohren in einer Straße mit Einfamilienhäusern in der Stadt Speyer in der Pfalz.

Seit Monaten wird diskutiert, ob und wie viele neue Gaskraftwerke gebraucht werden, um jederzeit den Strombedarf zu decken. Bisher spricht aber niemand Klartext darüber, wie sich die neuen Gaskraftwerke auf den Klimaschutz im Wärmesektor auswirken.

ein Gastbeitrag von Judith Grünert

Klimadiplomatie

Ohne Wumms: Die EU auf der Weltklimakonferenz in Brasilien

Ein Glas mit Caipirinha steht auf einem Tisch, in dem trüben Getränk sind Limetten und Eis zu erkennen.

Will die EU ihren Führungsanspruch beim Klimaschutz erneuern, muss sie ihren Ansatz zur internationalen Klimafinanzierung überdenken. Europa sollte den Partnerländern entgegenkommen, Emissionsvermeidung und Klimaanpassung als Paket behandeln und nicht gegeneinander ausspielen.

ein Gastbeitrag von Steffen Bauer, Svea Koch, Mariya Aleksandrova

Analyse von Jugenddelegierten

Lehren aus dem Klimagipfel in Belém – und was sie für Deutschland bedeuten

Mehr als zwei Dutzend junge Leute aus verschiedenen Ländern stehen und sitzen nebeneinander und halten ihre Hände hoch, auf die sie kurze Klimaschutz-Forderungen geschrieben haben.

Die Verhandlungen auf der Klimakonferenz COP 30 in Brasilien haben grundlegende strukturelle Defizite offenbart. Was daraus für die Zukunft folgt und welche Verantwortung Deutschland dabei trägt – aus Sicht der Naju-Jugenddelegation.

ein Gastbeitrag von Nika Zander, Leo Schäfer, Luca Ernemann

UN-Klimagipfel COP 30

Globaler Klimaschutz braucht Verbindlichkeit und ausreichende Finanzierung

Präsident Lula da Silva auf einer Anzeigetafel im vollen Saal, im Vordergrund ist von hinten der Kopf eines Indigenen mit Federschmuck zu sehen.

Belém war ein symbolträchtiger Austragungsort für den 30. Weltklimagipfel. Trotz wichtiger Fortschritte konnte er aber die Erwartungen nicht erfüllen, vor allem gab es keine Einigung auf einen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen.

ein Gastbeitrag von Reimund Schwarze

"Flotilla 4 Change" zur COP 30

Das fossile Drama der Weltklimakonferenzen

Eine Gruppe von Aktivistinnen demonstriert mit Schildern für einen Ausstieg aus den fossilen Energien.

In den letzten Stunden der Verhandlungen in Belém eskaliert der Streit um den Ausstieg aus den Fossilen. Ein Feuer bricht auf dem Gelände aus – und der neue Verhandlungstext liest sich wie eine Absichtserklärung, den ganzen Planeten in Brand zu stecken. Warum wir die Klimakonferenzen dennoch brauchen – uns aber nie auf sie verlassen dürfen.

ein Gastbeitrag von Kathrin Henneberger

"Flotilla 4 Change" zur COP 30

Mit Seewind im Haar in die Hitze der Klimaverhandlungen

Traditionell gekleidete indigene Frauen halten bei einer Demonstration große Fotos hoch, die Zerstörungen in ihren Waldgebieten durch illegale Gold-Gewinnung zeigen.

Nach zwei Monaten auf See legt unser Segelschiff endlich in Belém an. Etwas spät sprinten wir in Richtung der Verhandlungen, Panels und Verbündeten. 

ein Gastbeitrag von Kathrin Henneberger