Smart Home

Von digitaler Freiheit zur Digitalsklaverei

Ein weißer flügelloser Tischventilator steht auf einem Tisch neben einer Grünpflanze.

Digitalisierung versprach uns Autonomie – aber im Gegenteil: Uns wird inzwischen mehr Arbeit aufgebürdet, immer mehr wird uns digital vorgegeben, was wir zu tun haben. Wegen der Digitalisierung haben wir keine Zeit mehr.

ein Gastbeitrag von Helmut Holzapfel

Hitze, Dürre und Politik

Sind wir noch zu retten?

Blick auf den Rhein mit sehr niedrigem Pegelstand

Ein Land sieht zu, wie seine Lebensgrundlagen verschwinden: gute Luft, genügend Wasser, fruchtbare Böden. Die deutsche Bundesregierung hat vor der Klimakatastrophe kapituliert. Bürgerinnen und Bürger müssen die Wende selbst organisieren.

ein Gastbeitrag von Franz Alt

Verkehr

Robotaxis: China fährt vor, Deutschland schaut hinterher

Ein weißes Auto fährt an einem Sicherheitszaun entlang.

China hat sich, neben den USA, zu einem dynamischen Experimentierfeld für autonome Fahrsysteme entwickelt. Deutschland erteilte dagegen erst jetzt, fünf Jahre nach Verabschiedung der entsprechenden Verordnung, erstmals eine Probebetriebs-Genehmigung für ein selbstfahrendes Auto – von einem chinesischen Anbieter.

ein Gastbeitrag von Timo Daum, Andreas Knie, Lia Musitz

Klimapolitik

Der Klimawandel wird zum Brandbeschleuniger

In einem Birkenwald lodern an zwei Stellen hohe Flammen.

Frankreich und Spanien evakuieren Hunderttausende wegen Waldbränden. Die vom Klimawandel verstärkten Katastrophen in Europa sind nicht mehr zu übersehen. Wann wachen Friedrich Merz und Katherina Reiche auf?

ein Gastbeitrag von Franz Alt

IGH-Gutachten

Klima-Recht und Klima-Diplomatie können sich sinnvoll ergänzen

Eine Frau und einige Männer aus Pazifikstaaten in formeller Kleidung sitzen nebeneinander an einer Zuschauerbank im Internationalen Gerichtshof und schauen aufmerksam nach vorn.

Vor genau einem Jahr stellte der Internationale Gerichtshof in Den Haag in einem Rechtsgutachten fest: Staaten sind völkerrechtlich verpflichtet, das Klima zu schützen und erhebliche Schäden zu verhindern. Der Klimaspruch kann ein Instrument der internationalen Klimadiplomatie sein, diese aber nicht ersetzen.

ein Gastbeitrag von Steffen Bauer, Reuben Makomere, Kennedy Mbeva

Energiewende

Der Physik folgen, Kosten senken – die dänische Lektion

Windräder in einer Seenlandschaft in Westjütland.

Dänemark steuert seine Energiewende pragmatisch und schaut auf das Gesamtsystem statt nur auf Einzeloptimierung. So wurden hohe Erneuerbaren-Anteile möglich – und nun sinken auch die Strompreise. Deutschland kann davon lernen.

ein Gastbeitrag von Jens Geier, Klaus Mindrup

Gebäude­modernisierungs­gesetz

Die "Freiheit" im Heizungskeller ist rechtlich zweifelhaft

Das Gebäude des Bundeswirtschaftsministeriums in der Berliner Invalidenstraße.

Mit der ins neue "Heizungsgesetz" eingefügten und bis 2045 reichenden Grüngas- und Grünheizöl-Quote versucht die Koalition, verfassungsrechtlichen Problemen die Spitze zu nehmen. Ob das vor Gerichten Bestand haben wird, ist fraglich. 

ein Gastbeitrag von Jochen Luhmann

Hitzeschutz

Lässt sich aus der Hitzewelle politische Energie ziehen?

Handgemaltes Protest-Plakat mit der Aufschrift: Make Earth Cool Again

Die Realität der Klimakrise erteilt allzu naiven Hoffnungen eine Absage, Klimafolgen würden die Menschen politisch aufrütteln, wenn sie in ihrem Alltag spürbar werden. Für den Staat ist Hitzeschutz bislang ohnehin vor allem eine Sache der Eigenverantwortung.

ein Gastbeitrag von Lasse Thiele

Klimapolitik

Hitze tötet – die Klimakrise lässt sich nicht aussitzen

Parkbank auf einer leeren und vertrockneten Liegewiese in einem Kölner Park während der Hitzewelle 2022.

Warum schweigt die Bundesregierung zur Hitzewelle in Mitteleuropa? Warum fällt es vielen Politikern und Medien so schwer, über die größte Krise unserer Zeit sachlich aufzuklären?

ein Gastbeitrag von Franz Alt

Klima-Zwischenkonferenz

Klimafinanzierung ist keine "Hilfszahlung"

Ein Dutzend Menschen steht mit Schildern in einer Reihe am Rand eines Konferenzsaales, auf einem Transparent steht auf Englisch: Lasst die reichen Emittenten zahlen.

Auf der Bonner Vorbereitungskonferenz zum Klimagipfel COP 31 ging es zwei Wochen lang um die Frage, wer wie viel finanzielle Mittel für Klimagerechtigkeit bereitstellt. Der Streit könnte auf dem Gipfel in der Türkei weiter eskalieren.

ein Gastbeitrag von Kathrin Henneberger

Klima-Vorbereitungskonferenz

Die Glaubwürdigkeit von Klimapolitik hängt auch am Visum

Afrikanische Delegierte der Bonner Klimakonferenz im informellen Gespräch, daneben ist eine Tür mit der Aufschrift Notausgang.

Auch bei den Bonner Klimaverhandlungen werden Jahr für Jahr Delegierte aus dem globalen Süden durch Visahürden ausgebremst. Das untergräbt Deutschlands Anspruch auf inklusiven Multilateralismus.

ein Gastbeitrag von Niklas Wagner

Klima-Zwischenkonferenz

Die Klimadiplomatie lebt noch

Blick von oben in den Konferenzsaal, den ehemaligen Plenarsaal des Bundestages in Bonn.

Während andernorts der Multilateralismus infrage gestellt wird, gehen die UN-Klimaverhandlungen fast stoisch weiter. Ein erster Zwischenbericht von der Bonner Vorbereitungskonferenz zum Klimagipfel COP 31. 

ein Gastbeitrag von Kathrin Henneberger

Gebäude­modernisierungs­gesetz

Wofür reicht die SPD die Hand bei der Reform des "Heizungsgesetzes"?

Hände mit mit zwei Rohrzangen bei der Reparatur eines Gaskessels.

Der im Bundeskabinett beschlossene Entwurf fürs neue "Heizungsgesetz" geht deutlich über die mit der SPD verhandelten Positionen im Koalitionsvertrag und im Eckpunktepapier hinaus. Dazu gehört die Streichung des Verbots, Heizungen auch 2045 und danach fossil zu befeuern.

ein Gastbeitrag von Jochen Luhmann

Bürgerenergie-Konvent 2026

Der lange Weg zu Finanz-Standards für Bürger-Energieprojekte

Rostrot verputztes Gebäude mit einfachen Fenstern und einem eher schmucklosen, aus Metall gestalteten Eingangsbereich mit Glastür.

Die Energiewende braucht Tempo. Doch ausgerechnet dort, wo Bürgerinnen und Bürger sie selbst vorantreiben wollen, stockt es häufig – bei der Finanzierung. Entscheidend sind standardisierte Prozesse, die zugleich flexibel genug bleiben, um lokale Besonderheiten zu berücksichtigen.

ein Gastbeitrag von Urszula Papajak

Mensch und Natur

Vom Verschwinden des Wals: Eine Botschaft an uns

Ein Buckelwal schwimmt von schräg vorn heran und dreht ab, mit einem Auge blickt er dich an.

Ein Buckelwal strandet, wird in einer aberwitzigen Aktion abgeschleppt und ist nun abgetaucht. Was er uns über uns selbst erzählt.

ein Gastbeitrag von Thilo Maack

Gebäude­modernisierungs­gesetz

Neue Gasheizungen sind nun per Gesetz unwirtschaftlich

Ein Monteur hat zwei Schraubenschlüssel und einen Schraubenzieher in der Hand, man sieht nur diese Körper-Partie. Im Hintergrund ist verschwommen eine Wärmepumpe zu erkennen.

Der Kompromiss zum "Heizungsgesetz" dient dem Schutz von Wohnungsmietern und wirkt im Sinne des Klimaschutzes abschreckend. Nicht-vermietenden Wohnungseigentümern bleibt die Freiheit zur Selbstschädigung. Dass aber der Mietmarkt für Gewerbeimmobilien anders als vereinbart ausgelassen wird, ist skandalös.

ein Gastbeitrag von Jochen Luhmann

Bürgerenergie

Genossenschaften sind Gamechanger in der Wärmewende

Bauarbeiten für die Verlegung von Fernwärmeleitungen in Tübingen.

Trotz vieler Vorteile wird das Potenzial von Wärmegenossenschaften noch nicht ausgeschöpft. Die oft ehrenamtlichen Projekte stoßen schnell an Grenzen. Planung, Finanzierung und Betrieb der genossenschaftlichen Wärmewende erfordern professionelle Strukturen und verlässliche Rahmenbedingungen.

ein Gastbeitrag von Katharina Habersbrunner, Pascal Lang

Iran-Krieg

Sonne und Wind brauchen nicht die Meerenge von Hormus

Riesiger Solarpark in der Wüste Gobi bei Dunhuang in der westchinesischen Provinz Gansu.

Wir erleben einen weiteren Krieg um Öl und Gas – doch Wirtschaftsministerin Reiche und Kanzler Merz wollen immer noch in die fossile Richtung gehen. Erschwingliche Energie und ein Ende der Energiekriege gibt es nur mit 100 Prozent Erneuerbaren.

ein Gastbeitrag von Franz Alt

Marktinstrumente für die Umwelt

Energiegeld statt Energiepreisbremse

Auf einer Stromrechnung befinden sich drei Stapel mit Ein-, Zwei- und Fünf-Cent-Münzen und einige verstreute andere Münzen. Ein Stift, ein Taschenrechner und eine Glühbirne sind ebenfalls sichtbar.

Mit der anhaltenden Energiekrise steigt die Versuchung, steigende Kosten mit Preisdeckeln und versteckten Subventionen abzufedern. Das wäre ökologisch falsch, sozial ungerecht und ökonomisch ineffizient. Nötig ist ein direktes Energiegeld, das Belastungen fair ausgleicht und den Druck für die Energiewende aufrechterhält.

ein Gastbeitrag von Gerhard Hübener

Straßenverkehr

Tempo 30 steckt im kommunalen Flickenteppich fest

Tempo-30-Schild vor einem Straßenbaum.

Mit Tempo 30 als gesetzlicher Regelgeschwindigkeit innerorts könnten Kommunen die Straßen sicherer, die Luft sauberer und die Orte lebenswerter machen. Die Reformschritte im Straßenverkehrsrecht des Bundes sind bisher zu klein.

ein Gastbeitrag von Fritz Vorholz