Hartmut Graßl zum 85. Geburtstag

Dem Klimawandel und seinen Folgen begegnen

Grundlegende globale Klimadaten wie CO2-Konzentration in der Atmosphäre oder pH-Wert in den Ozanen werden durch Anordnung und Farbgebung auf einem Bildschirm künstlerisch visualisiert.

Eine intensive Auseinandersetzung mit den möglichen Folgen des Klimawandels erlaubt ein tiefgehendes Verständnis für die zu erwartenden Wirkungen und deren Zusammenspiel. So lassen sich rechtzeitig angemessene Handlungsoptionen entwickeln.

ein Gastbeitrag von Daniela Jacob, Maria Wolff

"Flotilla 4 Change" zur COP 30

It's all about the climate money

In der Küche des Segelschiffs wird in mehreren großen Töpfen gekocht.

Wie wollen wir auf der Erde leben? Arbeiten wir zusammen und achten aufeinander oder pochen wir nur auf die eigenen Bedürfnisse? Im letzteren Fall ist der Untergang vorprogrammiert, ob als Weltgemeinschaft oder als Team auf See.

ein Gastbeitrag von Kathrin Henneberger

"Flotilla 4 Change" zur COP 30

Wenn das Meer leuchtet und die Erde brennt

Ein Segelschiff fährt auf dem Meer und liegt schräg, von Deck wurden ein Segel und etwas Takelage aufgenommen.

Auf dem Weg über den Atlantik zum Klimagipfel COP 30 in Brasilien folgen uns als Teil der "Flotilla 4 Change" Delfine, glitzern Dinoflagellaten – und gleichzeitig baut Total Energies in Uganda eine neue Ölpipeline, als wäre die Welt nicht schon im fossilen Orkan am Kentern.

ein Gastbeitrag von Kathrin Henneberger

"Flotilla 4 Change" zur COP 30

Segel setzen gegen das fossile Rollback

Ein Segelschiff fährt auf dem Meer, auf Deck ist von hinten eine Person mit Mütze zu sehen.

Auf dem Weltklimagipfel COP 30 in Brasilien wird die fossile Industrie die Eskalation suchen – und auf die weltweite Bewegung für Klimagerechtigkeit treffen. Erste Aktivist:innen haben sich mit Segelbooten von Europa aus in der "Flotilla 4 Change" auf den Weg über den Atlantik gemacht.

ein Gastbeitrag von Kathrin Henneberger

Schutz der Ozonschicht

Wenn Wissenschaft und Umweltbewegung an einem Strang ziehen

Ein Junge läuft auf eine in Smog gehüllte arabische Stadt zu.

Anknüpfend an den Erfolg des Montreal-Protokolls ist es an der Zeit, eine breite öffentliche Unterstützung für einen fossilen Nichtverbreitungsvertrag zu schaffen – als letzte Chance für die Abkehr von Kohle, Öl und Gas.

ein Gastbeitrag von Aparajita Banerjee

Europäische Lastenteilung

Der falsche Umgang mit den Klima-Strafzahlungen

Hausdach mit roten Dachziegeln und einem Gasheizungs-Schornstein.

Im Haushalt 2026 wurden die Strafzahlungen für CO2-Mehremissionen in Gebäuden und Verkehr wieder aus dem Klima- und Transformationsfonds herausgenommen. Doch warum werden die Milliarden nicht in die Gegenwart gelenkt und für deutliche Emissionssenkungen verwendet?

von Jochen Luhmann, Jörg Staude

Hartmut Graßl zum 85. Geburtstag

Koevolution von Grasland und Weidetieren: Gräser brauchen den Biss!

Eine gemischte Rinderherde grast auf einer Wiese neben einigen kleineren Bäumen im Flachland.

Graslandböden speichern weltweit 50 Prozent mehr Kohlenstoff als Waldböden. Das Klimaschutz-Potenzial der Gräser wird aber zunehmend beschränkt, wenn Grünland nicht beweidet, sondern gemäht oder gar in Wald oder Ackerflächen umgewandelt wird.

ein Gastbeitrag von Anita Idel, Hubert Weiger

Energiewende in China

Chinas Doppelstrategie: Erneuerbare plus Kohle

Großer Solarpark in bergigem Gelände im nordchinesischen Datong.

In weltweit einmaliger Geschwindigkeit baut China seine erneuerbaren Energien aus. Auch wenn gleichzeitig noch neue Kohlekraftwerke entstehen: China meint es mit seinen Klimazielen ernst – anders als andere Länder. 

ein Gastbeitrag von Franz Alt

Das Antiblockiersystem

Parkgebühren – ein Solibeitrag der Autofahrer für den Umweltverbund

Vollbesetzter Parkplatz an einem Kaufscenter oder einer anderen großen Einzelhandelseinrichtung.

Mit dem Konzept "Fairparken" lässt sich die Akzeptanz der Bewirtschaftung von Parkplätzen erhöhen. Gebühren fallen im Tagestarif an und mit den Einnahmen wird der öffentliche Verkehr gestärkt.

ein Gastbeitrag von Michael Kopatz

Klimagerechtigkeit

Der globale Süden wehrt sich

Auf einer Demonstration in Kenia werden rote Schilder hochgehalten, auf denen in einer lokalen Sprache und auf Englisch steht: Kohle vergiftet unsere Luft. Oder: Wir sind nicht blöd – Kohle ist nicht cool.

Ein Großteil der Gewinne aus Kohleprojekten im globalen Süden fließt in den globalen Norden – auf den ökologischen und sozialen Folgen bleiben die Entwicklungsländer sitzen. Doch immer mehr Menschen vor Ort setzen sich zur Wehr.

ein Gastbeitrag von Dianah Mugalizi

Hartmut Graßl zum 85. Geburtstag

Muss die Debatte um Nachhaltigkeit Zukunftsangst befördern?

Sprechen Menschen als Menschen miteinander, lassen sich selbst gravierende Unterschiede in Überzeugungen oder Weltbildern konstruktiv ins Gespräch bringen. Voraussetzung dafür ist jedoch eine ehrlich wertschätzende Neugier am anderen – und die Bereitschaft, sich zu öffnen.

ein Gastbeitrag von Thomas Bruhn

Waldpolitik-Papier

Orientierung versprochen – Nebelkerze gezündet

Moderne Holzerntemaschine beim Zerlegen eines Fichtenstamms .

Statt gangbare Klimaschutzpfade in der Landnutzung aufzuzeigen, erschwert der Wissenschaftliche Beirat für Waldpolitik mit seiner neuen Stellungnahme zu Wald und Holz eine lösungsorientierte Debatte und zündelt am Grundgerüst der Klimapolitik.

ein Gastbeitrag von Sven Selbert, Leonie Pilgram

CCS-Gesetz

Die Wette auf eine Zukunft mit CO₂-Speicherung wird nicht aufgehen

In gefälligem Grün und Blau angestrichene Müllverbrennungsanlage im Industriepark Höchst in Frankfurt am Main.

Mit dem geplanten Kabinettsbeschluss für ein CCS-Gesetz macht Deutschland eine gefährliche Rolle rückwärts – zu Lasten von Klima, Biodiversität und Kreislaufwirtschaft. Sehr viel öffentliches Geld soll hier in eine Technologie fließen, die Klimaschutz verhindert.

ein Gastbeitrag von Janine Korduan

Nachhaltige Ernährungspolitik

Mehr Pflanzen, weniger Emissionen: Wie Dänemark Europa inspirieren will

In einer kleinen Mensa stehen Studierende in der Schlange, um sich ein Mittagessen zu holen.

Dänemark will mit seinem EU-Ratsvorsitz einen europaweiten Aktionsplan für pflanzenbasierte Ernährung auf den Weg bringen – nach dänischem Vorbild. Dem gefürchteten Kulturkampf begegnet man dort mit Diplomatie: Breite Bündnisse und positive Anreize machten das Konzept mehrheitsfähig.

ein Gastbeitrag von Lisa Elena Kettemer

Klimaschutz-Paradigmen

Klimaschutz in einer Overshoot-Welt – zur Realität jenseits des 1,5‑Grad-Ziels

Direct-Air-Capture-Anlage der Firma Climeworks.

Wie sieht eine Welt aus, in der das 1,5-Grad-Ziel gerissen wurde und nur noch die Entnahme riesiger Mengen CO2 aus der Atmosphäre die Chance offenhält, die Temperatur wieder zu senken? Und wie sieht Klimaschutz in einer solchen Welt aus?

ein Gastbeitrag von Lukas Daubner

Das Antiblockiersystem

Unsichtbare Umwege

Ein Linienbus fährt von einer Haltestelle in Berlin-Neukölln ab, Menschen gehen zur nahen U-Bahn.

Warum Menschen mit Migrationshintergrund in deutschen Städten mehr Zeit für ihre Alltagswege brauchen, hat eine Studie untersucht. Zeitungleichheit ist eine bisher wenig beachtete Dimension sozialer Ungleichheit.

ein Gastbeitrag von Sarah George, Katja Salomo

Schwarz-roter Koalitionsvertrag

Die "Abschaffung" des Heizungsgesetzes – eine Rettungsaktion für die Gasnetze?

Mehrere gelbe Gasleitungs-Schilder an einem Pfahl in der Stadt Hof, im Hintergrund ein Plattenbau.

Anstelle der Vorschrift der Ampel, neue Heizungen sollten zu mindestens 65 Prozent erneuerbar betrieben werden, will die schwarz-rote Bundesregierung die Senkung der CO2-Emissionen zum alleinigen Maßstab machen. Es fragt sich, was das für Folgen hat.

ein Gastbeitrag von Jochen Luhmann

Klimagerechtigkeit

Warum Deutschland Kamerun Klimareparationen schuldet

Luftaufnahme eines überschemmten Dorfes.

Vom Kolonialismus führt ein breiter Weg zur Klimaungerechtigkeit. Dass heute eine Klimakatastrophe die Menschen in Kamerun bedroht, liegt wesentlich in der deutschen Kolonialherrschaft vor über hundert Jahren begründet.

ein Gastbeitrag von Divij Kapur

Stromsystem 2045

Wo EnBW und Aurora bei den Kosten der Energiewende falsch liegen

Schränke mit Batterien stehen in einem Raum, man sieht nur wenige Reihen.

Bei der Energiewende ließen sich bis 2045 bis zu 700 Milliarden Euro einsparen, verkündete kürzlich eine Studie des Energiekonzerns EnBW und des Beratungsunternehmens Aurora. Doch dafür liefern die Studienautoren keinen nachvollziehbaren Beleg.

ein Gastbeitrag von Tim Meyer

Fossile Lobby

Gegen den neuen Gasrausch

Zwei Dutzend Menschen stehen mit vielen bunten Schildern, Fahnen und Transparenten vor dem Bundeskanzleramt in Berlin.

Obwohl Strom aus Wind und Sonne immer günstiger wird, steht mit den Milliardeninvestitionen in Erdgas ein gigantischer fossiler Backlash bevor. Der neue schwarz-rote Gasrausch droht die Energiewende am kritischsten Punkt zu sabotieren und uns langfristig von Klimakillern und Autokraten abhängig zu machen.

ein Gastbeitrag von Nele Evers, Carla Reemtsma