klima update° – Folge 30

Megadürre in den USA, Schulzes Wasserstrategie, Welt-Klima-Biodiversitäts-Bericht

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Weite Teile im Westen der USA leiden unter extremer Trockenheit. Über den Wassernotstand reden unsere Redakteur:innen Christian Eichler und Sandra Kirchner diese Woche. Außerdem geht es um die Wasserstrategie von Bundesumweltministerin Svenja Schulze und um Zusammenhänge zwischen Klima- und Biodiversitätskrise.

Deutlich mehr Schutzgebiete seit 2010

Welt verfehlt trotz Fortschritten Artenschutzziel

Abgeholzte Fläche im brasilianischen Tropenwald.

Oft wird bezweifelt, dass globale Ziele etwa zum Schutz der Artenvielfalt den Aufwand wert sind, diese auszuhandeln. Schließlich ist Umweltpolitik Sache der Staaten und müsste ohnehin stattfinden. Zumindest beim Artenschutz scheinen die Ziele aber durchaus Wirkung gezeigt zu haben.

von Christian Mihatsch

Serie zur Klima- und Biodiversitätskrise

Tiere und Pflanzen als Klimaschützer

Gnus weiden in der Graslandschaft der Serengeti in Tansania, auf der auch einzelne hohe Bäume stehen.

Arten- und Klimaschutz, zwei Seiten der gleichen Medaille – Teil 3: In den internationalen Verhandlungen steht der Artenschutz im Schatten des Klimaschutzes. Dabei ist das eine nicht ohne das andere zu haben. So können geschützte Arten helfen, riesige Mengen Treibhausgase zu vermeiden.

von Benjamin von Brackel

Serie zur Klima- und Biodiversitätskrise

Artenschutz im Wartestand

Eine Elefantenherde zieht durch den Tarangire-Nationalpark im Noden Tansanias.

Arten- und Klimaschutz, zwei Seiten der gleichen Medaille – Teil 1: Nicht nur die Zerstörung und Verschmutzung ihrer Habitate setzen Tiere und Pflanzen unter Druck, sondern zunehmend auch der Klimawandel. Der Entwurf für einen Fahrplan für den weltweiten Artenschutz bis 2030 geht darauf aber bisher kaum ein.

von Benjamin von Brackel

Monetarisierung von Ökosystemleistungen

Ökonomie der Biodiversität

Ein Wiesenpieper, einem Sperling ähnlich, sitzt auf einem Holzpfahl.

Der Erhalt der biologischen Vielfalt ist Voraussetzung für erfolgreiches Wirtschaften. Das hat nun auch ein Bericht des Top-Ökonomen Partha Dasgupta im Auftrag der britischen Regierung festgestellt. Seine Empfehlungen an die Politik bleiben im ökonomischen Mainstream. Aber nur auf den ersten Blick.

ein Gastbeitrag von Reinhard Loske

Raubbau als Pandemierisiko

Naturschutz ist besser als Lockdown

Luftaufnahme: Geschlagene Stämme liegen aufgestapelt im Amazonas-Regenwald.

Der Weltbiodiversitätsrat IPBES warnt vor weiteren Pandemien. Vermeiden lasse sich dieses Szenario nur, wenn Politik und Wirtschaft beim Natur-, Umwelt- und Klimaschutz umsteuern, und zwar gleichzeitig und abgestimmt.

von Joachim Wille

Global Biodiversity Outlook

Menschheit scheitert beim Artenschutz

Kunststoffmüll schwimmt in türkisblauem Meerwasser, von oben aufgenommen.

Bis 2020 wollte die Weltgemeinschaft den Verlust der biologischen Vielfalt halbieren. Eine Auswertung zum Stand der Dinge zeigt ein Scheitern auf ganzer Linie. Damit geraten auch die Pariser Klimaziele in Gefahr.

von Verena Kern

Welt-Biodiversitäts-Report

UN-Artenbericht: "Das Leben auf der Erde verfällt"

Hawksbill Turtles floats underwater

Eine globale Bestandsaufnahme über den Zustand der Biosphäre liefert ein erschreckendes Bild: In rasanter Geschwindigkeit arbeitet der Mensch an der Dezimierung der Arten auf der Welt. Der Klimawandel spielt zwar noch nicht die Hauptrolle, hat aber schon heute das Leben von Tieren und Pflanzen gehörig durcheinandergewirbelt.

von Benjamin von Brackel

Artenschutz

"Wir befinden uns in einer Biodiversitätskrise"

Auffliegende Kraniche, im Hintergrund Bäume und Berge

Vereinzelte Meldungen über steigende Bestände von seltenen Arten wie Kranich oder Seeadler können nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir in Deutschland ein echtes Vogelsterben haben, sagt Raphael Weyland vom Naturschutzbund. Auch andere Arten sind von massivem Schwund bedroht, wenn die Politik nichts gegen die Intensivierung der Landnutzung unternimmt.

Interview: Sandra Kirchner

Bericht des UN-Biodiversitätsrates

Artensterben bedroht Wohlstand der Menschheit

Baumfarn im peruanischen Bergwald

Der Schwund der biologischen Vielfalt ist weltweit ungebremst – angetrieben von den menschengemachten Veränderungen in Natur- und Kulturlandschaften. Dabei wollten die Vereinten Nationen den Artenverlust bis 2020 halbieren. Der Bericht des Weltbiodiversitätsrates könnte ein Weckruf werden.

von Sandra Kirchner

Bodenverschlechterung

Bodenlos

Ein Mann steht auf ausgetrocknetem Boden mit vielen Rissen.

Die Böden werden weltweit immer unfruchtbarer. Inzwischen hat die Landdegradierung einen kritischen Zustand erreicht. Sie treibt nicht nur die Klimakrise voran, sondern gefährdet den Lebensstandard von 3,2 Milliarden Menschen, warnt der Weltbiodiversitätsrat. Noch länger abzuwarten wird teuer.

von Christiane Schulzki-Haddouti