Eine Studie zu Berlin und fünf weiteren globalen Metropolregionen zeigt, wie stark die Stadtstruktur den Autoverkehr beeinflusst. So wird aus der allgemeinen Forderung nach kompakteren Städten eine konkrete Frage: Welche Viertel sollten wachsen – und welche besser nicht?
Hagel verursacht insgesamt mehr Schäden als anderes Extremwetter. Einige Regionen in Süddeutschland trifft es besonders häufig. Die Erforschung des kurzlebigen Phänomens ist nicht einfach, der Klimawandel spielt eine Rolle.
Polarexperte Arved Fuchs über nachlassende Klimasorgen, das politische Rollback, Jugendliche zwischen Angst und Aufbruch – und seine neue Expedition nach Grönland.
Die Methoden zur technischen Entnahme von Kohlendioxid aus der Luft sind noch deutlich zu teuer, zeigt der neue CDR-Report. Der Sektor wächst zwar, private Investitionen in großem Umfang seien jedoch nicht zu erwarten.
Röttgens Kritik an Reiche, kritische Kommunalpolitik und die Kritiker des Weltklimarats
Kalenderwoche 22: Eine Regierungserklärung des Bundeskanzlers zur Energiepolitik sollten Umwelt- und Verbraucherverbände, Grüne und Linke öffentlich sowie die SPD intern verlangen, fordert Michael Müller, SPD-Vordenker und Mitglied des Herausgeberrats von Klimareporter°. Eine feste Arbeitsgruppe "Energiewende" der Ministerien sollte zudem Fragen von Ökologie, Verbraucher- und Industriepolitik klären.
Weltuntergang abgesagt: Der dreisteste Klima-Fake des Jahres
Trump jubelt, Rechtspopulisten feiern: Der Weltklimarat streicht den Weltuntergang! Wer das glaubt, ist auf einen der dreistesten Fakten-Tricks der letzten Jahre reingefallen.
Klimaleugner von Trump bis AfD sehen sich durch die Streichung des extremsten Erwärmungsszenarios durch den Weltklimarat bestätigt. Sie liegen falsch. Fachleute erklären, warum.
Demokratie hält den Kipppunkt auf, Wasserdampf den Weltall-Strom und Deutschland die Erneuerbaren
Kalenderwoche 20: Mit der Ausschreibung von 4.500 Megawatt neuer Kraftwerke in diesem Jahr härtet Deutschland seine fossile Pfadabhängigkeit, kritisiert Hartmut Graßl, Physiker und Meteorologe und Mitglied des Herausgeberrats von Klimareporter°. Für Strom aus dem Weltall sollte zuerst ein Prototyp bei voller öffentlicher Transparenz gebaut werden.
Kriege dominieren die Schlagzeilen, die Klimakrise verschwindet aus dem Fokus. Dabei hängen beide eng zusammen: Neue Studien zeigen, wie steigende Temperaturen und Klimaschwankungen zu mehr Konflikten führen.
Künstliche Intelligenz schürft mit Raubbau-Methoden
Was haben Medien mit Extraktivismus zu tun? Welche ökologischen und sozialen Verwerfungen verursacht dieser? Was lässt sich gegen die Ausbeutung ganzer Regionen für die Produktion von Medientechnologien tun? Das waren Themen der dritten "Spring School Media Climate Justice" in Bochum.
Ein Forschungsteam aus China und den USA untersuchte die Klimawirkung von Mikro- und Nanoteilchen in der Atmosphäre. Es gibt einen Effekt, aber noch sehr große Wissenslücken.
Energieforscher wollen sich mehr Schocks aussetzen
Die fossilen Energiekrisen konfrontieren auch die Energieforschung mit neuen Herausforderungen, zeigte jüngst die Jahrestagung des Akademienprojekts Esys. Ziel der Wissenschaftler ist es herauszufinden, wie mit schockartigen Entwicklungen im Energiesystem künftig besser umgegangen werden kann.
Noch in diesem Jahrhundert könnte das Golfstrom-System sich massiv abschwächen oder sogar kollabieren. Laut neuen Studien könnte der Ozean dann große Mengen gespeicherten Kohlendioxids freisetzen und die Klimakrise zusätzlich verschärfen.
Eine "historische Trendwende" bei der Wiedervernässung trockengelegter Moore soll ein neues Bundes-Förderprogramm bringen. Moore können so der Landwirtschaft erhalten bleiben und als regionale Wasserspeicher dienen, wirbt das Umweltministerium. Und dem Klimaschutz hilft es auch.
Reiches Energiepolitik, finanzielle Vorsorge gegen Elementarschäden, Hitze-Dürre-Extreme nehmen zu
Die Wirtschaftsministerin will den Ausbau der Erneuerbaren nicht beschleunigen. Bei der Versicherung von Wohngebäuden gegen Extremwetter soll sich Deutschland an Frankreich orientieren. Ein Drittel der Weltbevölkerung wird künftig extremer Hitze und Dürre ausgesetzt sein.
"Die Attributionsforschung hat die Konversation in den Medien verändert"
Der Einfluss des Klimawandels auf Extremwetter wie Starkregen und Hitzewellen wächst. Klimaphysikerin Friederike Otto erläutert, wie dieser Anteil in den letzten Jahren zugenommen hat und wie man ihn einzelnen Unternehmen und Staaten zuordnen kann.
Eine repräsentative Erhebung belegt eine Veränderung der Blutwerte in den letzten 20 Jahren. Zwei Forscher halten den CO2-Anstieg für eine mögliche Erklärung und warnen vor einer giftigen Atmosphäre in 50 Jahren. Eine umstrittene These.
Vorausschauende Klimasozialpolitik erkennt soziale Belastungen frühzeitig und bezieht sie systematisch in Politikgestaltung und Kommunikation ein. Sie ist ein Gegenentwurf zu regressiver Klimapolitik, die soziale Ängste gegen Klimaschutz in Stellung bringt, ohne sie aufzulösen – wie jetzt wieder in der Debatte um das neue Gebäudegesetz.
ein Gastbeitrag von Torben Fischer, Philip Rathgeb, Leonce Röth, Maike Wittmann
"Wolkenimpfung ist energieaufwendig, teuer und lenkt ab"
Viele Staaten und selbst die US-Tech-Branche investieren in Wolkenimpfung. Aus Verzweiflung, sagt Atmosphärenphysikerin Ulrike Lohmann, die selbst lange an der Technik geforscht hat. Die Wirkung sei begrenzt und lasse sich auch mit KI und Drohnen kaum steigern.
Auch bei einer moderaten Erderwärmung um "nur" noch ein weiteres halbes Grad können Dürren, Extremregen und Waldbrände gefährlich zunehmen. Lediglich die wahrscheinlichsten Klimaszenarien zu beachten, ist laut einer neuen internationalen Studie zu riskant.