Stadtplanung

Die neue Formel gegen Autoverkehr

Nächtlicher Autoverkehr auf dem Highway 110 in Los Angeles.

Eine Studie zu Berlin und fünf weiteren globalen Metropolregionen zeigt, wie stark die Stadtstruktur den Autoverkehr beeinflusst. So wird aus der allgemeinen Forderung nach kompakteren Städten eine konkrete Frage: Welche Viertel sollten wachsen – und welche besser nicht?

von Tine Heni

Zahlen von Versicherungen

Durchschlagende Eisbälle

Drei große Dellen durch Hagel an einer neuen Solaranlage auf einem Hausdach.

Hagel verursacht insgesamt mehr Schäden als anderes Extremwetter. Einige Regionen in Süddeutschland trifft es besonders häufig. Die Erforschung des kurzlebigen Phänomens ist nicht einfach, der Klimawandel spielt eine Rolle.

von Björn Hartmann

Jugend, Klimakrise und Kunst

"Jetzt erst recht"

Eine Frau kauft lebenden Fisch im Straßenverkauf eines Fischladens, sie steht bis zu den Waden im Wasser. Daneben steht ein Kind im T-Shirt mit Schwimmring, Taucherbrille und Schnorchel und schaut auf tote Fische, die in einer Auslage im Eis liegen.

Polarexperte Arved Fuchs über nachlassende Klimasorgen, das politische Rollback, Jugendliche zwischen Angst und Aufbruch – und seine neue Expedition nach Grönland.

Interview: Joachim Wille

State of Carbon Dioxide Removal

Neuartige CO₂-Entnahme bleibt bisher Stückwerk

Eine Anlage, die CO2 direkt aus der Luft filtert, man sieht eine Batterie großer silbermetallischer Rohre, die waagerecht aufgeständert sind.

Die Methoden zur technischen Entnahme von Kohlendioxid aus der Luft sind noch deutlich zu teuer, zeigt der neue CDR-Report. Der Sektor wächst zwar, private Investitionen in großem Umfang seien jedoch nicht zu erwarten.

von Sandra Kirchner

Müllers Woche

Röttgens Kritik an Reiche, kritische Kommunalpolitik und die Kritiker des Weltklimarats

Porträtaufnahme von Michael Müller.

Kalenderwoche 22: Eine Regierungserklärung des Bundeskanzlers zur Energiepolitik sollten Umwelt- und Verbraucherverbände, Grüne und Linke öffentlich sowie die SPD intern verlangen, fordert Michael Müller, SPD-Vordenker und Mitglied des Herausgeberrats von Klimareporter°. Eine feste Arbeitsgruppe "Energiewende" der Ministerien sollte zudem Fragen von Ökologie, Verbraucher- und Industriepolitik klären. 

Quaschnings Videokolumne

Weltuntergang abgesagt: Der dreisteste Klima-Fake des Jahres

Aufmacherbild: Volker Quaschning steht im Anzug in einer komplett überfluteten Landschaft und hebt voller Angst die Hände.

Trump jubelt, Rechtspopulisten feiern: Der Weltklimarat streicht den Weltuntergang! Wer das glaubt, ist auf einen der dreistesten Fakten-Tricks der letzten Jahre reingefallen.

eine Kolumne von Volker Quaschning

IPCC-Szenarien

Klimakatastrophe abgesagt?

Ein Ventilator, der daran gebundene Bänder zum Fliegen bringt, vor gleißendem Sonnenlicht.

Klimaleugner von Trump bis AfD sehen sich durch die Streichung des extremsten Erwärmungsszenarios durch den Weltklimarat bestätigt. Sie liegen falsch. Fachleute erklären, warum.

ein Kommentar von Joachim Wille

Graßls Woche

Demokratie hält den Kipppunkt auf, Wasserdampf den Weltall-Strom und Deutschland die Erneuerbaren

Kalenderwoche 20: Mit der Ausschreibung von 4.500 Megawatt neuer Kraftwerke in diesem Jahr härtet Deutschland seine fossile Pfadabhängigkeit, kritisiert Hartmut Graßl, Physiker und Meteorologe und Mitglied des Herausgeberrats von Klimareporter°. Für Strom aus dem Weltall sollte zuerst ein Prototyp bei voller öffentlicher Transparenz gebaut werden.

Polykrise

Klimakrise und Krieg – ein Teufelskreis?

Abgeerntetes Reisfeld mit aufgerissenem Boden während einer Trockenperiode.

Kriege dominieren die Schlagzeilen, die Klimakrise verschwindet aus dem Fokus. Dabei hängen beide eng zusammen: Neue Studien zeigen, wie steigende Temperaturen und Klimaschwankungen zu mehr Konflikten führen.

von Tine Heni

Medien und Klima

Künstliche Intelligenz schürft mit Raubbau-Methoden

Große Teiche mit Salzwasser in der Wüste von Nevada, einige sind türkisfarben, die meisten in verschieden hellem Grau, einige in Türkis.

Was haben Medien mit Extraktivismus zu tun? Welche ökologischen und sozialen Verwerfungen verursacht dieser? Was lässt sich gegen die Ausbeutung ganzer Regionen für die Produktion von Medientechnologien tun? Das waren Themen der dritten "Spring School Media Climate Justice" in Bochum.

ein Gastbeitrag von Julia Bee, Gerko Egert

Aerosole

Unsichtbare Heizkörper aus Plastik

Vier alte, teils stark abgeriebene Autoreifen nebeneinander in Großaufnahme auf die Profile.

Ein Forschungsteam aus China und den USA untersuchte die Klimawirkung von Mikro- und Nanoteilchen in der Atmosphäre. Es gibt einen Effekt, aber noch sehr große Wissenslücken. 

von Joachim Wille

Esys-Jahrestagung

Energieforscher wollen sich mehr Schocks aussetzen

Hinter einer Siedlung stehen fünf Windräder.

Die fossilen Energiekrisen konfrontieren auch die Energieforschung mit neuen Herausforderungen, zeigte jüngst die Jahrestagung des Akademienprojekts Esys. Ziel der Wissenschaftler ist es herauszufinden, wie mit schockartigen Entwicklungen im Energiesystem künftig besser umgegangen werden kann. 

von Jörg Staude

Kollaps der Atlantikströmung

Wenn der Ozean zur CO₂-Quelle wird

Blick über den Bug eines Schiffes in schwerer See auf das Meer östlich von Grönland mit einigen Eisbergen in der Ferne.

Noch in diesem Jahrhundert könnte das Golfstrom-System sich massiv abschwächen oder sogar kollabieren. Laut neuen Studien könnte der Ozean dann große Mengen gespeicherten Kohlendioxids freisetzen und die Klimakrise zusätzlich verschärfen.

von Tine Heni

Neues Förderprogramm

Milliarden sollen Moore nass machen

Mit dem Traktor wird Kunstdünger auf einem abgeernteten Maisfeld ausgebracht.

Eine "historische Trendwende" bei der Wiedervernässung trockengelegter Moore soll ein neues Bundes-Förderprogramm bringen. Moore können so der Landwirtschaft erhalten bleiben und als regionale Wasserspeicher dienen, wirbt das Umweltministerium. Und dem Klimaschutz hilft es auch.

von Jörg Staude

klima update° – Folge 273

Reiches Energiepolitik, finanzielle Vorsorge gegen Elementarschäden, Hitze-Dürre-Extreme nehmen zu

Eine in Wellenbewegungen ansteigende Temperaturkurve und der Schriftzug: Klima-Update – unser Podcast.

Die Wirtschaftsministerin will den Ausbau der Erneuerbaren nicht beschleunigen. Bei der Versicherung von Wohngebäuden gegen Extremwetter soll sich Deutschland an Frankreich orientieren. Ein Drittel der Weltbevölkerung wird künftig extremer Hitze und Dürre ausgesetzt sein. 

von Verena Kern, Jonas Waack

Zuordnungsstudien

"Die Attributions­forschung hat die Konversation in den Medien verändert"

Ein Schlauchboot mit Rettungskräften in Schwimmwesten fährt durch eine überschwemmte Siedlung.

Der Einfluss des Klimawandels auf Extremwetter wie Starkregen und Hitzewellen wächst. Klimaphysikerin Friederike Otto erläutert, wie dieser Anteil in den letzten Jahren zugenommen hat und wie man ihn einzelnen Unternehmen und Staaten zuordnen kann.

Interview: Tine Heni

Gesundheit

Belasten steigende CO₂-Konzentrationen unseren Körper?

Ein Eisbohrkern wird in einem Labor zersägt.

Eine repräsentative Erhebung belegt eine Veränderung der Blutwerte in den letzten 20 Jahren. Zwei Forscher halten den CO2-Anstieg für eine mögliche Erklärung und warnen vor einer giftigen Atmosphäre in 50 Jahren. Eine umstrittene These.

von David Zauner

Soziologie

Klimapolitik sozial vorausschauend gestalten

Front einiger Mehrfamilienhäuser in Dortmund

Vorausschauende Klimasozialpolitik erkennt soziale Belastungen frühzeitig und bezieht sie systematisch in Politikgestaltung und Kommunikation ein. Sie ist ein Gegenentwurf zu regressiver Klimapolitik, die soziale Ängste gegen Klimaschutz in Stellung bringt, ohne sie aufzulösen – wie jetzt wieder in der Debatte um das neue Gebäudegesetz. 

ein Gastbeitrag von Torben Fischer, Philip Rathgeb, Leonce Röth, Maike Wittmann

Wettermodifikation

"Wolkenimpfung ist energieaufwendig, teuer und lenkt ab"

Dunkle Wolken über Tianjin im Nordosten Chinas

Viele Staaten und selbst die US-Tech-Branche investieren in Wolkenimpfung. Aus Verzweiflung, sagt Atmosphärenphysikerin Ulrike Lohmann, die selbst lange an der Technik geforscht hat. Die Wirkung sei begrenzt und lasse sich auch mit KI und Drohnen kaum steigern.

Interview: David Zauner

Studie in "Nature"

Extremrisiken schon bei zwei Grad Plus

Ein THW-Räumfahrzeug schiebt Hochwasser-Müll in einer Stadt zusammen.

Auch bei einer moderaten Erderwärmung um "nur" noch ein weiteres halbes Grad können Dürren, Extremregen und Waldbrände gefährlich zunehmen. Lediglich die wahrscheinlichsten Klimaszenarien zu beachten, ist laut einer neuen internationalen Studie zu riskant.

von Joachim Wille