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Erdsystem

Kipppunkte: 1,5 Grad sind kein Richtwert, sondern ein Limit

Eine weiße Kaffeetasse steht auf dem Tischrand kurz vor dem Absturz.

Die aktuelle Klimapolitik birgt ein Risiko von 45 Prozent, mindestens einen Kipppunkt auszulösen, zeigt eine neue Studie. Das müsse und könne verhindert werden, so die Autor:innen. Eine Welt nach dem Kippen sei heute nicht vorstellbar.

von David Zauner

Übernutzung von Ressourcen

"Die Industrieländer müssen vorangehen"

Solarforscherin prüft Anlage zur Halbleiterforschung am NREL, dem Erneuerbaren-Forschungslabor des US-Energieministeriums in Colorado.

Um die Erdüberlastung zurückzudrehen, braucht es vor allem mehr technologische Innovationen, sagt Forschungsexperte Jan Fischer-Wolfarth von der Stiftung Werner-von-Siemens-Ring. Dafür gelte es, Forschungsgeist und Unternehmertum zusammen zu denken.

Interview: Joachim Wille

Sanierungs-Studie

Sozial gerecht sanieren ist möglich

Ein eingerüstetes Wohnhaus

Die energetische Sanierung des Gebäudebestands kommt nicht voran. Eine Studie zeigt: Die bestehende Förderlandschaft setzt weder Anreize zur Sanierung noch zu deren sozial gerechter Gestaltung. Das ginge besser.

von David Zauner

Photovoltaik

Vor 70 Jahren ging die Sonne auf

Riesiger Solarpark bis zum Horizont in einer Ebene.

Die Solartechnik erlebt ihren Durchbruch und wird zur tragenden Säule des globalen Energiesystems. Wichtiger als finanzielle Förderung ist nach Ansicht von Fachleuten jetzt, dem Solarstrom die Bahn freizumachen.

von Joachim Wille

Geschlechterungleichheit

Frauen brauchen immer länger zum Wasserholen

Frauen in roten und gelben Saris und einige Kinder an einer Wasserstelle, der gefüllte Eimer wird gerade hochgezogen, Blechgefäße stehen bereit.

Die Erderwärmung verschärft Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern. Forscher:innen des Potsdam-Instituts bestätigen das mit einer neuen Studie zur weltweiten Trinkwasserversorgung.

von Christina Mikalo

Rohstoffbedarf

Wie die Klimawende mit weniger Material auskommen könnte

Panorama-Aufnahme einer riesigen Kupfermine, man sieht nur, gelblichbraune, in Stufen abgebaggerte Bergbaulandschaft und darüber den Himmel.

Solar- und Windkraft, E-Autos und andere grüne Technologien haben einen hohen Bedarf an Rohstoffen wie Kobalt oder Lithium. Die Gewinnung bringt ökologische und soziale Probleme mit sich. Forscher:innen wollen den Materialverbrauch verringern.

von Christina Mikalo

CO₂-Fußabdruck

Nichtfliegen ist der Joker

Nachtzug ÖBB

Reiche Menschen hierzulande verursachen doppelt so viele CO2-Emissionen wie arme, zeigt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Das liegt an der Mobilität.

von Joachim Wille

Hitzewellen

Extreme Sommerhitze, nur anderswo

Nur mit einem Dhoti bekleideter Mann zerkleinert trockenes Baumholz mit der Axt, hinter ihm eine Fläche, auf der Lehmziegel traditionell hergestellt werden, dahinter zum Trocknen aufgestapelte Ziegel.

Auch wenn bei uns der Juli schwächelt, Hitzewellen werden vielerorts häufiger, heftiger und tödlicher. Von Südeuropa bis Südasien, aber auch in Nordamerika wurden in diesem Jahr schon Rekordtemperaturen gemessen.

von Joachim Wille

Der gute Wille

Was wir morgen essen

Älterer Mann in Hemd und Weste schaut in den Kühlschrank und erschrickt, weil er leer ist.

Bei uns ist der Kühlschrank voll, doch wird das so bleiben? Nicht unbedingt, sagen neue Klimastudien aus China und Australien. Sollten wir mal drüber nachdenken.

eine Kolumne von Joachim Wille

Klimaschutzgebiete

"Schlick ist schick"

Auf ruhigem Meer holt ein Fischereischiff das Schleppnetz von backbord ein und gerät dabei in Krängung, also eine leichte Schieflage.

Grundschleppnetzfischerei bedroht den wichtigen CO2-Speicher am Meeresboden, gerade auch in der Nordsee. Umweltorganisationen fordern Klimaschutzgebiete, um dort Schleppnetzfischen, Baggern oder Kabelverlegung auszuschließen.

von Joachim Wille

Negative Emissionen

Rettungsanker CO₂‑Rückholung

Eine Frau kümmert sich um Sämlinge im Beet einer Baumschule in Äthiopien.

Die Erderwärmung beschleunigt sich. Die Menschheit müsste nicht nur ihre CO2-Emissionen stoppen, sondern bald auch große Mengen des Treibhausgases aus der Atmosphäre holen. Dabei drohen Konflikte ganz verschiedener Art.

von Joachim Wille

Neue Studie

Steilster CO₂-Anstieg seit 50.000 Jahren

Qualmende Schornsteine am Horizont

Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre steigt heute zehnmal schneller als jemals in unserer Erdepoche. Schon die jetzigen 1,4 Grad Erderwärmung lassen viele an Hitze sterben. Wann stoppen wir das Verbrennen von Kohle, Gas und Öl?

ein Gastbeitrag von Franz Alt

Der gute Wille

Das Lob der Brache

Auf einem Feld, das für ein Jahr brach liegt, wachsen Wildpflanzen, darunter einige Mohnblumen.

Stillgelegte Äcker wären ein Segen für Artenschutz und Klima. Doch wer will das schon hören.

eine Kolumne von Joachim Wille

Nature Restoration Law

Zur Renaturierung auch mit Enteignung drohen?

Ein Wald aus toten Fichten neben der Brockenbahn im Hochharz.

Das von der EU nun doch verabschiedete Natur­wiederherstellungs­gesetz verlangt, mehr Flächen für Biodiversität zu schaffen. Wie im Bergbau und bei Infrastrukturvorhaben längst üblich, könnte dann Flächenbesitzern auch mit Enteignung gedroht werden.

von Jörg Staude

Graßls Woche

Hochwasser-Wetter, Earthcare im Weltall und CCS als Klimanothelfer

Kalenderwoche 22: Bleibt es bei der unzureichenden Klimapolitik von heute, werden immer mehr Menschen von unerträglicher Hitze betroffen sein und ihre Heimat verlassen müssen, sagt Hartmut Graßl, Physiker und Meteorologe und Mitglied des Herausgeberrats von Klimareporter°. Diese Gefahr, warnt er, wird immer noch nicht ernst genug genommen.

Antarktis-Konferenz

Mehr Schutz, aber nicht für alle

Eisberg in der Antarktis mit einem Pinguin.

Ein neues Schutzgebiet und strengere Regeln für die Einleitung von Grauwasser und für den Tourismus: Darauf haben sich die Antarktis-Vertragsstaaten bei ihrer 46. Jahrestagung geeinigt. Umweltorganisationen sehen Licht und Schatten.

von Christina Mikalo

Fraunhofer-Studie

Plus beim Fahrrad, Minus bei Autos und Füßen

Fahrrad im Straßenverkehr

Sind die Verhältnisse fürs Radfahren optimal, kann das Fahrrad seinen Anteil am Verkehr bis 2035 verdreifachen, sagt eine Fraunhofer-Studie. Zugleich komme es darauf an, den Umweltverbund als Ganzes zu fördern, betonen die Experten. 

von Jörg Staude

Klimaforschung

Diagnose Klimakrise

Spitze einer Demonstration des Klima-Gesundheits-Bündnisses Health for Future.

Mehr Hitzetote, tropische Krankheitserreger in Mitteleuropa, Extremwetter wird härter und häufiger. Der neue Lancet-Bericht zu Klima und Gesundheit in Europa zeigt aber auch: Das Thema kommt langsam in der Politik an.

von David Zauner

CO₂-Preis

Gut, wenn der Preis die Wahrheit sagt

Kohlekraftwerk mit vier Blöcken und vier Kühltürmen, davor ein Feld mit Stromleitungen.

Emissionshandel und CO2-Steuern wirken, zeigt eine neue Untersuchung mit Daten aus zahlreichen Ländern. Spannend dürfte werden, wie der neue CO2-Handel in Verkehr und Energie in der EU ab 2027 wirkt.

von Joachim Wille

Umweltpsychologie

"Eine Krise fühlt sich nicht gut an"

Junge Person sitzt auf dem Boden, den Kopf auf die Knie gesenkt

Der Mensch ist nicht dafür ausgelegt, länger als fünf Jahre in die Zukunft zu planen, sagt Katharina van Bronswijk, Sprecherin von Psychologists for Future. Ihr Tipp: Man sollte sich weniger an konkreten Zielen aufhängen und stattdessen Dinge tun, weil sie richtig sind.

Interview: David Zauner