Wer wissen will, was für den Planeten und die Menschheit ab 1,5 Grad Erwärmung auf dem Spiel steht, kann es nun detailliert nachlesen. Die Autoren vermeiden Panikmache und lassen Fakten sprechen. Dramatisch wird es trotzdem.
Bei fortschreitender Erderhitzung könnten die Bestände der Phytoplankton-Alge Prochlorococcus um bis zur Hälfte einbrechen, ergibt eine Studie. Das könnte sich massiv auf die globale Sauerstoffproduktion, die Nahrungsnetze und die Kohlenstoffpumpe in den Ozeanen auswirken.
Ein Forschungsteam hat über 200 Hitzewellen untersucht: Der Klimawandel verstärkte jede einzelne. Ein Großteil der Verantwortung lässt sich auf wenige Konzerne zurückführen.
Politik gegen Physik: Trumps Klima-Feldzug geht weiter
Die Trump-Regierung will die rechtliche Basis für zahlreiche Klimagesetze in den USA kippen. Ein umstrittener Regierungsbericht stellt die Wissenschaft infrage – Expert:innen kritisieren massive Fehler und einen "wirklich erschreckenden" Umgang mit Forschungsergebnissen.
Koevolution von Grasland und Weidetieren: Gräser brauchen den Biss!
Graslandböden speichern weltweit 50 Prozent mehr Kohlenstoff als Waldböden. Das Klimaschutz-Potenzial der Gräser wird aber zunehmend beschränkt, wenn Grünland nicht beweidet, sondern gemäht oder gar in Wald oder Ackerflächen umgewandelt wird.
Unterirdische CO2-Speicher bieten bei Berücksichtigung von Risiken deutlich weniger Potenzial als angenommen, zeigt eine neue Studie. Auch in Deutschland gilt: Nur ein Bruchteil des technisch Möglichen ist wirklich vertretbar.
Studie: Die Atlantikströmung wankt, kippt und kollabiert
In den nächsten Jahrzehnten kippt das Meeresströmungs-System im Atlantik, zu dem auch der Golfstrom gehört. Einige Jahrzehnte darauf kollabiert es. Zu dem Ergebnis kommt eine neue Studie für alle Szenarien mit hohen Treibhausgas-Emissionen – und auch für einige mit niedrigen.
Industrielle Landwirtschaft, Abholzung und Klimawandel fordern ihren Tribut: Über ein Drittel der weltweiten Landfläche ist mittlerweile eine Hochrisikozone, zeigt eine aktuelle Studie. Das destabilisiert die Biosphäre und gefährdet unsere Lebensgrundlagen.
HVO 100 soll Diesel sauber machen und die Verkehrswende beschleunigen. Doch eine aktuelle Studie zeigt: Der angebliche Klimaschützer bewirkt das Gegenteil. Statt Emissionen zu senken, droht der Kraftstoff den Umstieg auf saubere Technologien auszubremsen.
Die Trump-USA wollen zwei der weltweit wichtigste Klimasatelliten abschalten. US-Forschergruppen versuchen derweil, Wissen vor der Löschung zu bewahren.
"Von den Alpen bis zum Watt" heißt das Symposium der Wissenschaftlervereinigung VDW, das im September den Klimaforscher Hartmut Graßl ehrt. Was das mit einer demokratisch und nachhaltig gestalteten Zukunft zu tun hat, erläutert Maria Reinisch von der VDW.
Ein US-Forschungsprojekt zeigt, in welchen Erdregionen es sich trotz Erwärmung noch gut leben lässt. Aber auch die empfohlenen Länder sind nicht sicher vor Katastrophen – sie gelten nur als besser vorbereitet.
Förder-Aus für private Solaranlagen, Mondpreise in Belém, Hitze bedroht Tropenvögel
Wirtschaftsministerin Reiche will neue Solaranlagen auf privaten Dächern nicht mehr fördern. Der Klimagipfel in Brasilien droht arme Länder und NGOs durch hohe Übernachtungskosten auszugrenzen. Der Klimawandel bedroht tropischen Vogelarten besonders stark.
Pakistan: Werden hunderte Flutopfer zur neuen Normalität?
Der Monsun ist für Pakistan lebenswichtig. Doch dieses Jahr kamen durch Starkregen schon 300 Menschen um. Zu dem Extremwetter trug der menschengemachte Klimawandel viel bei, zeigt eine aktuelle Studie.
Statt gangbare Klimaschutzpfade in der Landnutzung aufzuzeigen, erschwert der Wissenschaftliche Beirat für Waldpolitik mit seiner neuen Stellungnahme zu Wald und Holz eine lösungsorientierte Debatte und zündelt am Grundgerüst der Klimapolitik.
Einige halten Kondensstreifen von Flugzeugen für absichtlich versprühte Chemikalien. Diese "Chemtrails" sind zwar nur Wasserdampf, gefährlich sind sie trotzdem – und ein sichtbares Zeichen, dass wir weniger fliegen sollten.
Es wird zwar weniger Fleisch gegessen, aber der Umstieg auf Alternativprodukte muss noch erleichtert werden, meint ein Beirat der Bundesregierung. In einem neuen Gutachten macht das Gremium Vorschläge.
Hunderte Wissenschaftler:innen tauschten sich auf der Kipppunkte-Konferenz im englischen Exeter über den Stand der Forschung aus. Neben den neuesten Erkenntnissen und Methoden erklärten Expert:innen, welcher Kipppunkt ihnen am meisten Sorgen bereitet.
Tödliche Hitze, Banken pumpen mehr Geld in die Kohleindustrie, Algenfarmen als Klimaretter
Die Erderwärmung verdreifachte die Zahl der Todesopfer während der jüngsten Hitzewelle in Europa. Banken, auch aus Deutschland, investieren wieder mehr in Kohle. Massenhafter Algen-Anbau in den Ozeanen soll CO2 in ganz großem Stil binden.
Zwei Drittel der hitzebedingten Todesfälle in der jüngsten Hitzewelle in Europa sind auf den Klimawandel zurückzuführen. Das ergibt eine heute veröffentlichte Studie der Forschungsgruppe World Weather Attribution (WWA) zu den Auswirkungen in zwölf Städten des Kontinents.