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Klimagerechtigkeit

Heißester Sommer trifft die Ärmsten am stärksten

Ein Mann erfrischt sich an einer Wasserleitung am Straßenrand bei hohen Temperaturen in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch.

Der Sommer auf der Nordhalbkugel war in diesem Jahr so heiß wie nie. Laut einer Analyse wäre das ohne den menschengemachten Klimawandel nicht möglich gewesen. Allerdings waren die Verursacher oftmals andere als die Leidtragenden.

von Verena Kern

Afrika-Klimagipfel

Hört auf die Stimmen der afrikanischen Zivilgesellschaft

Letzte Montagearbeiten an einer Photovoltaikanlage auf einem Fabrikdach in Kenia.

Der erste afrikanische Klimagipfel fand diese Woche in Nairobi statt. Begleitet wurde er von Protesten unterschiedlicher zivilgesellschaftlicher Akteure – die mit der Forderung nach Klimagerechtigkeit auch für ein Ende kolonial-fossiler Ausbeutung eintreten.

ein Gastbeitrag von Kathrin Henneberger

Erster afrikanischer Klimagipfel

Afrika fordert Weltfinanzsystem heraus

Darling Wind Farm

Der "Africa Climate Summit" tagt seit heute in Nairobi. Es geht darum, das Wachstum der afrikanischen Volkswirtschaften in grüne Bahnen zu lenken. Dem steht auch das internationale Finanzsystem entgegen.

von Sandra Kirchner

Serie: Flüssigerdgas im Fokus

"Beim Fracking-Gas sollten wir zu einem klaren Nein finden"

Straße mit einem Anwesen, daneben das eingezäunte Gelände der Raffinerie. Die Gegend scheint wenig belebt zu sein.

Deutschland importiert immer mehr LNG, das in den USA durch Fracking gewonnen wird, kritisiert die Grünen-Abgeordnete Kathrin Henneberger. Im Interview spricht sie über ihre Erfahrungen von Umweltverschmutzung und Umweltrassismus im Süden der USA und mögliche Alternativen für Deutschland. Teil 7 der LNG-Serie.

Interview: Edward Donnelly

Klimagerechtigkeitsbewegung

Orientierung in Zeiten der Krise

Dutzende weiß gekleidete Menschen laufen auf den Gleisen der Hambachbahn.

Die Klimabewegung steckt in einer Krise. So, wie sie in der Gesellschaft das ewige "Weiter so" kritisiert, muss sie sich auch selbst für neue Strategien öffnen, etwa das "Community Organizing". Dabei lohnt sich der Blick auf andere Bewegungen weltweit.

ein Gastbeitrag von Janus Petznik, Payal Parekh

"Nature"-Studie

Der Norden hat 170 Billionen Dollar Klimaschulden

Frauen in roten und gelben Saris und einige Kinder an einer Wasserstelle, der gefüllte Eimer wird gerade hochgezogen, Blechgefäße stehen bereit.

Wie lassen sich das 1,5‑Grad-Ziel und globale Klimagerechtigkeit gleichzeitig erreichen? Laut einer Studie zweier britischer Ökonomen müssten die reichen Industriestaaten dafür Ausgleichszahlungen in Billionenhöhe leisten.

von Joachim Wille

klima update° – Folge 131

Planetare Grenzen überschritten, schwächelnde Umwälzströmung, Infektionskrankheiten nehmen zu

klima update° – Podcast

Forscher:innen haben das Modell der planetaren Grenzen durch Gerechtigkeitsaspekte ergänzt, mit alarmierenden Ergebnissen. In der Antarktis bremst Schmelzwasser die Meeresströmung ab. Bürger:innen und Gesundheitswesen in Deutschland müssen sich auf Tropenkrankheiten einstellen.

von Sandra Kirchner, Katharina Schipkowski

Quaschnings Videokolumne

Quaschning erklärt: Flugverbot

Volker Quaschning in Freizeitkleidung vor einem Himmel, wie er über den Wolken zu sehen ist, das Bild wurde auf den Kopf gestellt.

Viele leben möglichst klimafreundlich und ruinieren ihre CO2-Bilanz mit nur einem Urlaubsflug. Ein Flug kann einen größeren Klimaschaden anrichten, als ein einkommensschwacher Mensch im globalen Süden im ganzen Leben verursacht. Warum ignorieren das so viele?

eine Kolumne von Volker Quaschning

Schwindende "Klima-Nischen"

Reichere Länder drohen in Zukunft ärmere zu grillen

Eine Bäuerin in Tansania füttert ihre Rinder.

Ohne eine wirklich ehrgeizige Klimapolitik, die auf das 1,5-Grad-Limit zielt, könnte sich bis 2100 die Heimat von etwa zwei Milliarden Menschen in eine lebensfeindliche Zone verwandeln. Das ergibt eine jetzt veröffentlichte internationale Studie.

von Jörg Staude

An manchen Orten lebensbedrohlich

Hitzewelle in Thailand ohne Klimawandel nahezu unmöglich

Wasserkrise

Nur wenige Tage nach der Hitzewelle in Süd- und Südostasien haben Wissenschaftler bereits beziffert, welchen Einfluss die Klimaerwärmung gespielt hat. In Indien sind derartige Ereignisse nun häufiger und in Thailand hätte es die Hitzewelle ohne den Klimawandel wohl gar nicht gegeben.

von Christian Mihatsch

Klimasoziale Ungleichheit

Wie Reiche ihr Nichtstun rechtfertigen

Blick auf einen Yachthafen

Reiche Menschen haben eine besonders schlechte Klimabilanz. Doch ein Problembewusstsein ist kaum vorhanden, zeigt eine britische Studie und empfiehlt stärkere staatliche Maßnahmen.

von Verena Kern

Umweltgerechtigkeit

Hitzewellen treffen arme Stadtviertel besonders stark

Plattenbau-Punkthochhaus von schräg unten aufgenommen, in der Sonne scheinen die Konturen zu zerfließen, alles ist in Gelb getaucht.

Tausende Menschen sterben jedes Jahr an Hitzewellen. Besonders betroffen sind Städte und dort wiederum arme Stadtteile, zeigt eine neue Studie. Grünflächen sind gesund und schützen vor Hitze, treiben aber auch die Mieten in die Höhe.

von David Zauner

Rezension

Raus aus der Klimablase

Ein Arbeiter schiebt eine beladene Palette

Die Klimabewegung muss Milieugrenzen überwinden und sich mit anderen Bewegungen zu breiteren Bündnissen zusammenschließen. Nur so lasse sich die "imperiale Lebensweise" im globalen Norden überwinden, sagt Buchautor Alexander Behr.

ein Gastbeitrag von Angelika Zahrnt

Treffen der Erdgaslobby

"Wir weigern uns, die Gas-Tankstelle Europas zu sein"

Hinter einer dichten Polizeikette ein langes weißes Transparent mit der schwarzen Aufschrift: Gas ist Kolonialismus.

Kritik aus dem globalen Süden, Massenfestnahmen und ein Großaufgebot der Polizei prägten die European Gas Conference in Wien. Aus ihrem Inneren drang nur wenig nach draußen.

von Christof Mackinger (Wien)

Gastbeitrag

Wer bezahlt die Klimakatastrophe?

Das Foto zeigt eine Straßenszene in Haiti. Nach einem Hurrikane sind die Straßen überflutet, Menschen stehen knietief im Wasser.

Der auf der letzten UN-Klimakonferenz beschlossene internationale Fonds für Verluste und Schäden durch die Klimakrise wird nun ausgestaltet. Entscheidend für den Erfolg wird die Beteiligung der am stärksten Betroffenen sein.

ein Gastbeitrag von Hyacinthe Niyitegeka, Kathrin Henneberger

Debatte über neuen IPCC-Report

Neuer Sinn von Klimapolitik: Anpassung ermöglichen

Grafik in Braun- und Gelbtönen: Dominosteine kippen nacheinander um und drohen eine Erdkugel zu treffen, im Hintergrund eine tief stehende Sonne.

Die Erkenntnisse im neuen Weltklimarats-Bericht stellen eine Zäsur dar. Sinn von Klimapolitik ist inzwischen eine Anpassung, die das Überleben der Zivilisation in heutiger Form ermöglicht, erklärt Klimaforscherin Friederike Otto.

von Jörg Staude

Internationaler Gerichtshof

Vanuatu zieht vor Gericht – und immer mehr Länder ziehen mit

Bedrohtes Inselparadies Vanuatu

Auch Australien schließt sich Vanuatus Gesuch an den Internationalen Gerichtshof an: Welche Verpflichtungen zum Klimaschutz haben Regierungen und welche Konsequenzen haben Verstöße? Auch ein Gericht in Hamburg soll sich mit dieser Frage auseinandersetzen.

von David Zauner

Die gute Nachricht

Lob vom Papst

Papst Franziskus schüttelt Juan Pablo Olsson die Hand. Daneben sitzt Esteban Servat mit einem Schild: Debt for Climate.

Franziskus unterstützt die "Debt for Climate"-Initiative zum Schuldenerlass für arme Länder, um Klimaschutz endlich voranzubringen. Viele Entwicklungsländer werden durch die Schuldenfalle dazu gedrängt, immer weiter in fossile Energien zu investieren.

von Joachim Wille

Globaler Klimastreik

"Klimaschutz und Sozialpolitik schließen sich nicht aus"

Demozug zum 11. Globalen Klimastreik im September 2022 in Berlin

Fridays for Future ruft gemeinsam mit der Gewerkschaft Verdi für Freitag zum globalen Klimastreik auf. Die Zusammenarbeit mit Gewerkschaften sei wichtig, um bei klima- und sozialpolitischen Themen nicht gegeneinander ausgespielt zu werden, sagt Annika Rittmann von Fridays for Future im Interview.

Interview: David Zauner

Gastbeitrag

Fluchtursachen, nicht Flüchtlinge bekämpfen

Luftbild einer quadratkilometergroßen Fläche mit Flüchtlingszelten, alles ist mit rotbraunem Staub bedeckt.

Die Klimavertriebenen sind Boten des von uns mitverursachten Unheils. Sie bringen die Aufgabe für uns mit, vor der Verantwortung nicht zu fliehen. Ein Buch will auf die Menschen hinter den Nachrichten und Zahlen aufmerksam machen.

ein Gastbeitrag von Ralf-Uwe Beck, Angelika Zahrnt