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klima update° – Folge 264

Pflichtversicherung gegen Elementarschäden, Sanierungsquote sinkt, ADAC-Verkehrspräsident tritt zurück

Eine in Wellenbewegungen ansteigende Temperaturkurve und der Schriftzug: Klima-Update – unser Podcast.

Zu wenige Häuser in Deutschland sind gegen Klimaschäden versichert. Die energetische Gebäudesanierung hat einen Tiefstand erreicht. Ein ADAC-Funktionär äußert sich positiv zur CO2-Bepreisung – und muss gehen. 

von Verena Kern, Jonas Waack

Studie zur Klimakommunikation

"Die Mehrheit der Leute ist an der Wahrheit interessiert"

Hände mehrerer Personen, die Smartphones halten, auf einem Tisch. Was angezeigt wird, ist nicht zu sehen.

Der Verweis auf breite gesellschaftliche Unterstützung für den Klimaschutz ist kein Allheilmittel, das viel verändert, sagt Politikwissenschaftler Florian Stöckel. Dazu brauche es zum Beispiel konkrete Strategien, die die Menschen mit ihren Sorgen da abholen, wo sie stehen.

von Jörg Staude

Der gute Wille

Donald Quijote

Eine als Silhouetten ausgeführte schwarze Metallplastik zeigt Don Quijote auf seinem Pferd und Sancho Pansa auf seinem Esel von hinten, in der Ferne ist ein Windpark zu sehen.

Der Präsident der USA emittiert Fake News über Windkraft, der Zweck ist durchsichtig. Warum halten Merz und Co nicht dagegen?

eine Kolumne von Joachim Wille

Autokrise

"Smart, effizient und sicher – statt gehetzt, aggressiv und gefährlich"

Die 2015 umgestaltete Avenida des Gasteiz in Vitoria: Rasengleise für Straßenbahnen, Bäume, breite Radstreifen und Fußwege.

Die Mehrheit der Menschen will eine Verkehrswende, sagt Mobilitätsforscher Helmut Holzapfel. Aber die Politik zeichne kein positives Zukunftsbild als Ausweg aus der herrschenden Autokultur.

Interview: Joachim Wille

Buchrezension

Bei 35 Grad am Traumstrand: Wo bleibt da noch die Selbstentfaltung?

Roter Sonnenschirm vor strahlend blauem Himmel.

Der Soziologe Philipp Staab beschreibt, wie der Klimawandel unsere Gesellschaft in eine Systemkrise geführt hat und warum der grüne Kapitalismus als Lösung bei vielen nicht verfängt.

von Benjamin von Brackel

Bürgerbeteiligung

"Es braucht eine demokratische Kultur, die Hoffnung trägt"

Abstimmung bei einer öffentlichen Bürgerversammlung in einem Saal.

Klimapolitik muss zuerst eine Vision vom guten Leben liefern, sagt der Philosoph Jakob Huber. Mit echter demokratischer Teilhabe statt Expertenherrschaft lasse sich die Umweltdebatte wieder vom Kopf auf die Füße stellen.

Interview: Joachim Wille

Hartmut Graßl zum 85. Geburtstag

Das Wichtigste ist das Einschalten des Gehirns

Helmut Kohl und Hartmut Graßl hinter einem Standmikrofon, Kohl hält das Gutachten in der Hand, hinter ihnen eine Grünpflanze.

Bei der Tagung "Von den Alpen bis zum Watt" am 25. September in Hamburg blickte Klimaforscher Hartmut Graßl auch selbst auf sein Leben im Dienst von Wissenschaft und Klimaschutz zurück. Klimareporter° gibt seine Ansprache hier wieder.

von Hartmut Graßl

Medienwissenschaften

Klima stärker in Forschung und Lehre verankern

Einige junge Erwachsene nehmen Wasserproben am Ufer eines Waldsees, umgeben von Bäumen und Büschen.

Medien haben einen wesentlichen Einfluss auf die Wahrnehmung der Klimakatastrophe. Dass Medientechnologien Teil der Ursachen für die aktuelle Krise sind, aber auch Teil der Lösung sein können, macht ein jetzt veröffentlichtes Positionspapier von Medienwissenschaftler:innen deutlich.

ein Gastbeitrag von Julia Bee, Julia Reinermann, Maike Reinerth

Klimapolitik

"Wir müssen die Ärmsten ins Zentrum der Politik stellen"

Einige bangladeschische Frauen stehen vor einem weißen Zyklon-Hochbunker.

Klimaforscherin Friederike Otto über fossile Narrative, ihre aktuelle Lieblingsutopie und die Frage, warum Klimaschutz ohne soziale Gerechtigkeit undenkbar ist. Teil 2 des Interviews.

von Tine Heni

Hartmut Graßl zum 85. Geburtstag

Dem Klimawandel und seinen Folgen begegnen

Grundlegende globale Klimadaten wie CO2-Konzentration in der Atmosphäre oder pH-Wert in den Ozanen werden durch Anordnung und Farbgebung auf einem Bildschirm künstlerisch visualisiert.

Eine intensive Auseinandersetzung mit den möglichen Folgen des Klimawandels erlaubt ein tiefgehendes Verständnis für die zu erwartenden Wirkungen und deren Zusammenspiel. So lassen sich rechtzeitig angemessene Handlungsoptionen entwickeln.

ein Gastbeitrag von Daniela Jacob, Maria Wolff

Studien von KfW und DIW

Noch schlimmer als teurer Strom ist teure Wärme

Schmucklose mehrstöckige Wohngebäude in einer schmalen Vorstadt-Straße von Dortmund.

Die soziale Spaltung bei der Energiewende spiegelt sich auch im aktuellen Energiewendebarometer der KfW wider. Wird hier nicht gegengesteuert, öffnen sich auch Räume für klimapopulistische Argumente, zeigt eine parallele Untersuchung des DIW Berlin.

von Jörg Staude

Hartmut Graßl zum 85. Geburtstag

Stecken in Klimaschutz und Energiewende Chancen für die Demokratie?

Eine kleine gemischte Gruppe sitzt zusammen und hört einer Person aus dem Kreis aufmerksam zu.

Bei den Grundhaltungen zum Klimaschutz herrscht in Deutschland und Europa eine große Übereinstimmung – Unterschiede entstehen, wenn es um das konkrete "Wie" geht. Darüber ist zu reden und zuzuhören. 

ein Gastbeitrag von Helena Peltonen-Gassmann

Hartmut Graßl zum 85. Geburtstag

Energiewende mit Hirn und Herz gestalten

Die Hände mehrerer Personen zeigen gestikulierend auf Planungsunterlagen, die auf dem Tisch liegen.

Die Energiewende ist kein rein technisches Projekt. Sie kann nur gelingen, wenn alle eingebunden werden – Bürger:innen, Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und zivilgesellschaftliche Kräfte und Organisationen.

ein Gastbeitrag von Jahn Harrison

Hartmut Graßl zum 85. Geburtstag

Muss die Debatte um Nachhaltigkeit Zukunftsangst befördern?

Sprechen Menschen als Menschen miteinander, lassen sich selbst gravierende Unterschiede in Überzeugungen oder Weltbildern konstruktiv ins Gespräch bringen. Voraussetzung dafür ist jedoch eine ehrlich wertschätzende Neugier am anderen – und die Bereitschaft, sich zu öffnen.

ein Gastbeitrag von Thomas Bruhn

Hartmut Graßl zum 85. Geburtstag

"Hartmut Graßl inspiriert uns für die Zukunft"

Auf einer Bergweide in den Alpen bei Berchtesgaden grast eine Kuhherde.

"Von den Alpen bis zum Watt" heißt das Symposium der Wissenschaftler­vereinigung VDW, das im September den Klimaforscher Hartmut Graßl ehrt. Was das mit einer demokratisch und nachhaltig gestalteten Zukunft zu tun hat, erläutert Maria Reinisch von der VDW.

Interview: Verena Kern

Nachhaltige Ernährungspolitik

Mehr Pflanzen, weniger Emissionen: Wie Dänemark Europa inspirieren will

In einer kleinen Mensa stehen Studierende in der Schlange, um sich ein Mittagessen zu holen.

Dänemark will mit seinem EU-Ratsvorsitz einen europaweiten Aktionsplan für pflanzenbasierte Ernährung auf den Weg bringen – nach dänischem Vorbild. Dem gefürchteten Kulturkampf begegnet man dort mit Diplomatie: Breite Bündnisse und positive Anreize machten das Konzept mehrheitsfähig.

ein Gastbeitrag von Lisa Elena Kettemer

Buchrezension

Im fossilen Korsett

Bei einer Demonstration gegen Rechts am Brandenburger Tor hält Luisa Neubauer ein handgemaltes Schild hoch, darauf steht: Sie haben Hass – wir haben Haltung.

Luisa Neubauer beschreibt in ihrem Buch "Was wäre, wenn wir mutig sind?", wie sehr uns die "Fossilität" geprägt hat und warum den Menschen trotz besseren Wissens Klimaschutz so schwerfällt.

von Benjamin von Brackel

Klimawissenschaft

Wenn Klima-Forschung unter die Haut geht

Auf einer sehr kleinen und flachen Insel im küstennahen Meer steht ein knappes Dutzend Hütten, mehr hat dort keinen Platz.

Wissenschaft ist immer objektiv, wertfrei und distanziert – im Grunde emotionslos. So lautet das weit verbreitete Idealbild wissenschaftlicher Praxis. Doch die Realität sieht anders aus. Wissenschaft ist nicht gefühlskalt – und sollte es auch nicht sein.

ein Gastbeitrag von Anna Lena Bercht, Verena Sandner Le Gall, Lisa Schipper

Befreiender Humor

Treffen sich zwei Seen ...

Menschen stehen in einem Raum und lachen, die meisten schauen in dieselbe Richtung.

Der Klimawandel ist zum Lachen, nur so lässt er sich ertragen – und hoffentlich bremsen. Denn es geht nicht darum, die Menschen zu ändern, sondern die Verhältnisse. 

von Joachim Wille