Medien haben einen wesentlichen Einfluss auf die Wahrnehmung der Klimakatastrophe. Dass Medientechnologien Teil der Ursachen für die aktuelle Krise sind, aber auch Teil der Lösung sein können, macht ein jetzt veröffentlichtes Positionspapier von Medienwissenschaftler:innen deutlich.
ein Gastbeitrag von Julia Bee,Julia Reinermann, Maike Reinerth
"Wir müssen die Ärmsten ins Zentrum der Politik stellen"
Klimaforscherin Friederike Otto über fossile Narrative, ihre aktuelle Lieblingsutopie und die Frage, warum Klimaschutz ohne soziale Gerechtigkeit undenkbar ist. Teil 2 des Interviews.
Eine intensive Auseinandersetzung mit den möglichen Folgen des Klimawandels erlaubt ein tiefgehendes Verständnis für die zu erwartenden Wirkungen und deren Zusammenspiel. So lassen sich rechtzeitig angemessene Handlungsoptionen entwickeln.
Die soziale Spaltung bei der Energiewende spiegelt sich auch im aktuellen Energiewendebarometer der KfW wider. Wird hier nicht gegengesteuert, öffnen sich auch Räume für klimapopulistische Argumente, zeigt eine parallele Untersuchung des DIW Berlin.
Stecken in Klimaschutz und Energiewende Chancen für die Demokratie?
Bei den Grundhaltungen zum Klimaschutz herrscht in Deutschland und Europa eine große Übereinstimmung – Unterschiede entstehen, wenn es um das konkrete "Wie" geht. Darüber ist zu reden und zuzuhören.
Die Energiewende ist kein rein technisches Projekt. Sie kann nur gelingen, wenn alle eingebunden werden – Bürger:innen, Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und zivilgesellschaftliche Kräfte und Organisationen.
Muss die Debatte um Nachhaltigkeit Zukunftsangst befördern?
Sprechen Menschen als Menschen miteinander, lassen sich selbst gravierende Unterschiede in Überzeugungen oder Weltbildern konstruktiv ins Gespräch bringen. Voraussetzung dafür ist jedoch eine ehrlich wertschätzende Neugier am anderen – und die Bereitschaft, sich zu öffnen.
"Von den Alpen bis zum Watt" heißt das Symposium der Wissenschaftlervereinigung VDW, das im September den Klimaforscher Hartmut Graßl ehrt. Was das mit einer demokratisch und nachhaltig gestalteten Zukunft zu tun hat, erläutert Maria Reinisch von der VDW.
Mehr Pflanzen, weniger Emissionen: Wie Dänemark Europa inspirieren will
Dänemark will mit seinem EU-Ratsvorsitz einen europaweiten Aktionsplan für pflanzenbasierte Ernährung auf den Weg bringen – nach dänischem Vorbild. Dem gefürchteten Kulturkampf begegnet man dort mit Diplomatie: Breite Bündnisse und positive Anreize machten das Konzept mehrheitsfähig.
Luisa Neubauer beschreibt in ihrem Buch "Was wäre, wenn wir mutig sind?", wie sehr uns die "Fossilität" geprägt hat und warum den Menschen trotz besseren Wissens Klimaschutz so schwerfällt.
Wissenschaft ist immer objektiv, wertfrei und distanziert – im Grunde emotionslos. So lautet das weit verbreitete Idealbild wissenschaftlicher Praxis. Doch die Realität sieht anders aus. Wissenschaft ist nicht gefühlskalt – und sollte es auch nicht sein.
ein Gastbeitrag von Anna Lena Bercht,Verena Sandner Le Gall, Lisa Schipper
Der Klimawandel ist zum Lachen, nur so lässt er sich ertragen – und hoffentlich bremsen. Denn es geht nicht darum, die Menschen zu ändern, sondern die Verhältnisse.
Der Klimawandel betrifft alle, aber die am stärksten Betroffenen bleiben in der Debatte oft ungehört, zeigt eine Umfrage in Deutschland. Ein Projekt mit Jugendlichen aus benachteiligten Strukturen will das ändern – und mit Zuhören beginnen.
Quaschning erklärt: Sind 100 Prozent Erneuerbare gar nicht möglich?
Der Ökostrom-Anteil erreicht "niemals mehr als vier Prozent", sagte Angela Merkel in den 1990ern. Heute sind es fast 60 Prozent. Nun heißt es: "100 Prozent? Unmöglich!" Wie oft muss das Unmögliche noch passieren?
Ein neues Narrativ verbreitet sich: Klimaschutz ist Menschenschutz. Kann das wieder mehr Akzeptanz fürs Klimathema bringen oder ist es nur eine neue Variante, um die fortgesetzte Ausbeutung der natürlichen Lebensgrundlagen zu rechtfertigen?
Quaschning erklärt: CDU und CSU und die Kernenergie
Viel Lärm machten CDU und CSU vor der Wahl um die Atomkraft. Jetzt ist sie stillschweigend beerdigt, da sie nie eine sinnvolle Option war. Nun muss eine seriöse Energiepolitik mit Tempo bei Windkraft, Solarenergie, Speichern und Netzen folgen.
Eine Studie zeigt, dass vor allem Männer, Ältere und weniger Gebildete nicht so leicht vom Fleisch lassen wollen – trotz positiver Folgen für Gesundheit und Klima. Dennoch gibt es Möglichkeiten, auch Hartleibige umzustimmen.
Wärmepumpen, E‑Autos, Solar- und Windenergie machen uns immer unabhängiger. Warum werden diese Zukunftstechnologien permanent schlechtgeredet? Das verunsichert die Leute, schadet der Wirtschaft und vernichtet Jobs.
"Mein Weg hat mich einsamer gemacht, aber ich bereue nichts"
Als sich Gianluca Grimalda weigerte, von einem Forschungsaufenthalt in Papua-Neuguinea zurückzufliegen, kündigte ihm sein Institut. Im Interview spricht er über den folgenden Rechtsstreit, seine Reise durch bald unbewohnbare Regionen und seine neue Dokumentation.
Hört endlich auf, die Energiewende wegen ihrer Probleme schlechtzureden, denn alle sind lösbar. Der Ausbau erneuerbarer Energien boomt weltweit und unsere Problemlösungen sind die Exportschlager von morgen.