Kürzungen im Klimafonds

Kleinvieh macht Klima-Mist

Ein gefüllter Kühlschrank

Die Bundesregierung sucht nach Sparmöglichkeiten im Haushalt, auch im Klimafonds. Dort geraten Förderprogramme wie der Stromspar-Check für Privathaushalte mit niedrigen Einkommen in den Fokus. Die Einsparungen wären gering, der Schaden nicht.

von Hannes Koch

Klimaziele

Nachsitzen beim Klimaschutz

Friedrich Merz im freundlichen Gespräch mit Schülerinnen, im Hintergrund ist ein Banner augestellt, auf dem noch das Wort Gesellschaft zu lesen ist.

Was der Expertenrat für Klimafragen in seinem neuen Prüfbericht recht nüchtern formuliert, ist politisch brisant. Die Regierung muss ihren Kurs sofort herumreißen. Je länger sie Klimaschutz als Wunschprogramm behandelt, desto teurer wird die Rechnung.

ein Kommentar von Joachim Wille

Expertenrat für Klimafragen

Deutschland reißt Klimaziele für 2030, 2040 und 2045

Auffahrt zu einer Brücke über einen Fjord, die aber gar nicht existiert.

In der laufenden Dekade bis 2030 überzieht Deutschland sein CO2-Budget um 60 bis 100 Millionen Tonnen, warnt der Expertenrat für Klimafragen im heute veröffentlichten Prüfbericht. Das Gremium fordert eine Überarbeitung des gerade beschlossenen Klimaschutzprogramms 2026.

von Jörg Staude

Klimadiplomatie

Erneuerbare im Fokus, Finanzzusagen offen

Am Kai hinter dem Hafenbecken stehen bunten Container und große, weiße Öltanks, dahinter ein alter Backstein-Hafenspeicher.

Beim Petersberger Klimadialog am Berliner Westhafen beschwören Minister:innen aus mehr als 30 Staaten die internationale Kooperation in der Klima- und Energiekrise. Doch die Signale zum Abschied von Kohle, Öl und Gas bleiben widersprüchlich.

von Tine Heni

Petersberger Klimadialog

Die grüne Welle nicht verpassen

Simon Stiell steht am Pult vor einer blauen Wand mit dem Logo des Petersberger Klimadialogs.

Es ist nicht mehr zu übersehen: Fossile Energien sind ein Sicherheitsrisiko ersten Ranges. An dieser Erkenntnis sollte endlich auch Deutschlands Regierungschef seine Politik ausrichten.

ein Kommentar von Joachim Wille

Emissionshandel

Good News vom globalen CO₂-Preis

Abendlicher Autostau auf einer Ausfallstraße in Peking.

Auf neue Rekordwerte steigt der Anteil der weltweiten Treibhausgase, die durch einen Emissionshandel erfasst werden, wie auch die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung. Das zeigt der jetzt veröffentlichte ICAP-Report für 2026.

von Jörg Staude

Soziologie

Klimapolitik sozial vorausschauend gestalten

Front einiger Mehrfamilienhäuser in Dortmund

Vorausschauende Klimasozialpolitik erkennt soziale Belastungen frühzeitig und bezieht sie systematisch in Politikgestaltung und Kommunikation ein. Sie ist ein Gegenentwurf zu regressiver Klimapolitik, die soziale Ängste gegen Klimaschutz in Stellung bringt, ohne sie aufzulösen – wie jetzt wieder in der Debatte um das neue Gebäudegesetz. 

ein Gastbeitrag von Torben Fischer, Philip Rathgeb, Leonce Röth, Maike Wittmann

Kemferts Woche

Entlastung bei Energiepreisen, erneuerbare Realität und die Empörung über Lösungen

Claudia Kemfert vor verschwommener Bücherwand.

Kalenderwoche 14: Statt die Ursachen der fossilen Krisen zu beseitigen, werden Symptome mit Mitteln behandelt, die die Probleme verursachten, kritisiert Claudia Kemfert, Energieökonomin und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Die Regierung müsse endlich auf Technologieklarheit setzen, auf intelligente Netze, Speicher, Flexibilität und Erneuerbare.

Klimaschutzprogramm

"Die Regierung sorgt beim Klimaschutz für Polarisierung"

An einem Mast auf der Straße klebt ein Sticker mit einem halb zerrissenen Herz und dem Spruch: Kein Merz für Kinder.

Gerade jetzt in der Energiekrise besteht die Chance, den fossilen Kapitalstock zu verringern, sagt Lisa Badum, klimapolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag. Von Umweltminister Schneider erwartet sie mehr Einsatz für einen sozialen Klimaschutz, etwa für ein preiswertes Deutschlandticket.

Interview: Jörg Staude

Treibhausgas-Minderung

"Ein völliger Blackout bei der Energieffizienz"

Der neue Elektro-SUV iX3 von BMW, von vorn aufgenommen, wodurch er etwas bedrohlich wirkt.

Der Umweltexperte Axel Friedrich fordert Nachbesserungen am neuen Klimaschutzprogramm der Bundesregierung. Sonst werde das Ziel verfehlt, bis 2030 eine Treibhausgas-Minderung um 65 Prozent gegenüber 1990 zu erreichen. 

Interview: Joachim Wille

Rüstungswettlauf

"Diese Hochrüstung ist ein Irrwitz"

Mehrere Panzer fahren über einen Truppenübungsplatz bei Szczecin, der vordere richtet das Rohr auf die Betrachterin.

Der SPD-Umweltexperte Michael Müller fordert eine Bremse bei den Militärausgaben, damit der sozial-ökologische Umbau weitergehen kann. Bleibe es bei der geplanten Steigerung, müssten sich Klimaschutz, Soziales, Wissenschaft und Bildung um den kleiner werdenden Rest streiten.

Interview: Joachim Wille

CO₂-Minderung

Klimaschutz tiefergelegt

Ein Sportwagen fährt durch eine von Starkregen überflutete Straße in Berlin.

Das neue Klimaschutzprogramm von Umweltminister Schneider arbeitet mit Luftbuchungen und Hoffnungswerten. Die tatsächlich erreichbaren CO2-Einsparungen sind viel geringer. Die Öffentlichkeit wird regierungsamtlich verschaukelt.

ein Kommentar von Joachim Wille

Klimaschutzprogramm 2026

"Schönrechnen" ohne ein Gesamtkonzept

Zapfsäule mit vier Sprit-Pistolen für Benzin, Super, Super E 10 und Diesel.

Die Bundesregierung beschließt ein neues Klimaschutzprogramm, das für Koalitionsfrieden sorgt, spätestens im Sommer aber überholt sein wird. Gewinnen wird bei dem Programm allein die Windkraft an Land.

von Jörg Staude

Müllers Woche

Kettensäge der Zukunft, Klimaschutz als Kriseneffekt und die "Kriegstüchtigkeit"

Porträtaufnahme von Michael Müller.

Kalenderwoche 12: Angesichts von Aufrüstung und geopolitischen Spannungen wird Klimapolitik in Deutschland wie international immer schwieriger, beklagt Michael Müller, SPD-Vordenker und Mitglied des Herausgeberrats von Klimareporter°. Auch dürfe Klimaschutz im Interesse ärmerer Menschen nicht der Effekt einer Krise sein.

Klimaschutzprogramm

Auf der Suche nach den Klima-Brocken

Typische Braunkohle-Mondlandschaft, in der sogar der riesige Kohlebagger klein aussieht, dahinter das große Braunkohlekraftwerk Schwarze Pumpe.

Kommende Woche will das Bundeskabinett das neue Klimaschutzprogramm beschließen. Für das Klimaziel 2030 wird es ausreichend sein, versicherte Umweltminister Schneider zuletzt mehrfach. Wie könnte das gehen? 

von Jörg Staude

Treibhausgas-Bilanz 2025

Deutschland hat seine CO₂-Reserve aufgebraucht

Große blaue Getriebeelemente stehen hintereinander auf gelben Ständern.

Die Sondereffekte sind passé, die in den letzten Jahren Deutschland beim Klimaschutz halfen. Um die Klimaziele 2030 zu erreichen, müssen die Emissionen jetzt um mehr als 40 Millionen Tonnen jährlich sinken. Das macht die am Samstag vorgestellte Treibhausgasbilanz für 2025 klar. 

von Jörg Staude

Klimaschutzprogramm

Koalition kämpft mit der Klimalücke

Zement

In zwei Wochen muss das Umweltministerium das neue Klimaschutzprogramm vorlegen. Es muss zumindest auf dem Papier die Klimaziele erfüllen. Weil es hier offenbar eine Lücke gibt, ist das Programm heute Abend Thema im Koalitionsausschuss.

von Jörg Staude

EU-Klimaziel

Klimaschutz nur auf dem Papier

Einige aufgeständerte Solarpaneele vor einem strohgedeckten Rundhaus.

Ein Thinktank warnt die EU vor der Nutzung von CO2-Zertifikaten statt CO2-Einsparung zu Hause. Für Klimaschutz-Projekte im Ausland zu bezahlen, statt in die eigene Wirtschaft zu investieren, könne am Ende auch teuer werden.

von Joachim Wille

Handbuch Umweltkosten

Klimaschutz zu teuer? Neue Zahlen zeigen das Gegenteil

Eine Landstraße im Ahrtal nach der Hochwasser-Katastrophe 2021. An den Straßenrändern liegen Berge zerstörter Einrichtungsgegenstände.

Das Umweltbundesamt legt neue Berechnungen zu den Klimaschadenskosten vor. Die CO2-Emissionen eines Jahres erzeugen danach Wohlfahrtsverluste von über 640 Milliarden Euro pro Jahr.

von Joachim Wille

Neues Heizungsgesetz

"Die Klimalücke im Wärmesektor wird größer"

Ein Klempner arbeitet an einem Heizkessel und installiert Verbindungsrohre für eine Heizungsanlage.

Die Einigung der Regierungskoalition auf Eckpunkte zum Gebäude­modernisierungs­gesetz hat auch positive Seiten, sagt Energieexperte Martin Pehnt vom Heidelberger Ifeu-Institut. Eine soziale Wärmewende sei damit aber nur schwer möglich.

Interview: Joachim Wille