Schon wieder hat die Koalition keine andere Idee, als fossilen Kraftstoff pauschal billiger zu machen. Die möglichen Alternativen, die anderswo auch funktionieren, werden ignoriert. Das ist Krisenpolitik, die die Krise verlängert.
In der Spritpreiskrise will die Unionsfraktion wieder zur finanziellen Gießkanne greifen. Dass es besser geht, zeigen aktuelle Vorschläge, gerade auch aus der Union.
Das 1,5-Grad-Limit bei der Erderwärmung wird überschritten. Doch es muss weiter Leitlinie bleiben. Die Vorstellung, man könne sich an zwei oder gar drei Grad anpassen, ist eine gefährliche Illusion.
Von der Kabinettsklausur erhoffte man sich klare Konsequenzen für den Hitzeschutz. Merz und Klingbeil lieferten sie nicht – schlimmer noch: Sie lassen Kommunen und Haushalte mit der Klimaanpassung allein.
Die Ernteausfälle zeigen, wie verwundbar die Landwirtschaft durch den Klimawandel geworden ist. Doch es braucht andere Lösungen als Subventionen nach altem Muster.
SPD-geführte Ministerien machen Druck für bessere Klimaanpassung und wollen sie im Grundgesetz verankern. Das ist richtig, dürfte aber an der Union scheitern. Umso wichtiger sind die Maßnahmen, für die keine Verfassungsänderung nötig ist.
In Zeiten von Rekord-Hitzewellen und stockender Klimaanpassung wird in Deutschland ein Hinausschieben des Braunkohleausstiegs in Nordrhein-Westfalen erwogen. Das Gebot der Stunde ist aber mehr denn je ein gesamtdeutscher Ausstieg aus der Braunkohleverstromung bis 2030.
Die Hitzewellen 2026 müssen ein Wendepunkt sein. Vor allem die Union muss begreifen: Fossile Energien schützen nicht vor Krisen, sondern verschärfen sie. Klimaschutz ist kein grünes Sonderinteresse.
Südeuropa wird zum Klimakrisengebiet. Waldbrände bedrohen Großstädte, Feuer werden unkontrollierbar. Einzelne Länder zeigen, dass Vorbeugung möglich ist. Es braucht aber noch viel mehr als neue Technik.
Die geplante Reform des europäischen Emissionshandels bedroht dessen Wirksamkeit. Sie verlängert alte, fossile Geschäftsmodelle, die keine Zukunft haben.
Eine Regierungserklärung ohne eines der wichtigsten Themen? Klima nur noch Randthema in den Medien und bei der Jugend? In Zeiten multipler Krisen braucht Politik nicht weniger, sondern mehr Mut.
Mit ihren jüngsten Korrekturen am Entwurf für das neue Heizungsgesetz schafft Schwarz-Rot weitere Verwirrung. Unklare Vorgaben und weniger Förderung – damit sendet die Regierung das denkbar schlechteste Signal.
Finanzminister Klingbeil vergreift sich am Geld, das eigentlich für den klimagerechten Umbau von Industrie, Gebäuden und Verkehr gedacht ist. Diese Zweckentfremdung muss gestoppt werden.
Schon wieder ein neuer Hitzerekord. Die Superhitze verändert unser Verhältnis zur warmen Jahreszeit – und entlarvt die politische Verdrängung der Klimakrise.
Die aktuelle Hitzewelle zeigt, wie unvorbereitet viele Länder sind. In Deutschland, wo ein neuer Temperaturrekord gemessen wurde, hakt es sowohl bei der Anpassung als auch bei der Beseitigung der Ursachen.
Um Krieg und Energiekrise ging es beim G7-Gipfel in Évian, ums Klima bei der UN-Vorkonferenz in Bonn. Beide Treffen blieben unter ihren Möglichkeiten. Dabei liegt die Lösung auf der Hand, es fehlt nur das Selbstbewusstsein der Regierungen, damit der Trumpismus ausgedient hat.
Klimaleugner von Trump bis AfD sehen sich durch die Streichung des extremsten Erwärmungsszenarios durch den Weltklimarat bestätigt. Sie liegen falsch. Fachleute erklären, warum.
Um seine Lausitzer Braunkohletagebaue vorfristig stillegen zu können, fehlt es dem Energiekonzern Leag für die nötige Flutung und Nachsorge dringend an Wasser. Das soll am besten die Elbe liefern und die öffentliche Hand bezahlen. Die alte Idee wurde jetzt vom ZDF wieder mal propagiert.
Was der Expertenrat für Klimafragen in seinem neuen Prüfbericht recht nüchtern formuliert, ist politisch brisant. Die Regierung muss ihren Kurs sofort herumreißen. Je länger sie Klimaschutz als Wunschprogramm behandelt, desto teurer wird die Rechnung.