Kommentar

Protest gegen Fake-Politik

Banner mit der Aufschrift "Klimastreik #FirdaysForFuture".

Die Greta-Generation begehrt zu Recht gegen das mehrheitliche Versagen der Politiker-Kaste in den letzten 40 Jahren auf. Der Konflikt gewinnt auch deswegen an Schärfe, weil es längst praktikable Konzepte für eine klimafreundliche Zivilisation gibt.

von Joachim Wille

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Herr Lindner, Ihre Platte hat 'nen Sprung!

Hier ist ein Mensch zu sehen, der einem startenden Flugzeug zuschaut

Soll jeder deutsche Bürger ein Budget für Auslandsflüge bekommen? Dieter Janecek von den Grünen hat den Vorstoß eines Sozialwissenschaftlers aus dem vergangenen Jahr wieder ins Spiel gebracht. Neben der AfD lehnen auch FDP-Chef Christian Lindner und Co den fraglichen Marktmechanismus nun kategorisch ab. Das macht deutlich, dass sie schlicht und einfach keinen Klimaschutz wollen. 

ein Kommentar von Susanne Schwarz

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Das Imperium kläfft zurück

Schüler beim Fridays-for-Future-Protest.

Von wem die Schulstreik-Bewegung "Fridays for Future" nicht alles infiltriert sein soll: von Eltern, von Linken, von Russland. Die haltlosen Vorwürfe lenken vom Wesentlichen ab, nämlich von dem Politikversagen beim Klimaschutz, das die Schüler mit ihrem zivilen Ungehorsam anprangern.

ein Kommentar von Susanne Schwarz

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Abgesang vor der ersten Strophe

Die große Koalition hat das Klimaschutzgesetz auf Eis gelegt. Das ist eine politische Ohrfeige für die Umweltministerin. Man könnte es aber auch konsequent nennen. Die Union hat in den vergangenen Monaten jede sinnvolle Maßnahme zurückgewiesen, die als Inhalt für das Gesetz getaugt hätte.

ein Kommentar von Susanne Schwarz, Jörg Staude

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In der Grube liegt die Wahrheit

Luftbild vom Tagebau, der sich auf einige Dörfer zubewegt.

Wer herausfinden will, warum der Kompromiss um dem Kohleausstieg allenthalben als ein guter angesehen wird – Klimaaktivisten und Lausitzer Tagebaubetroffene ausgenommen –, muss schon ziemlich weit in die Geschichte zurückgraben.

von Jörg Staude

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Es muss schneller gehen

Hier ist der Braunkohletagebau Garzweiler in NRW zu sehen, im Hintergrund Windräder

Die aus der Not geborene Strategie der Regierung, den Großkonflikt um den Kohleausstieg in eine Kommission auszulagern, ist aufgegangen. Das Gremium hat einen Kompromiss gefunden, mit dem alle Beteiligten leben können. Für die Erfordernisse des Klimaschutzes reicht das jedoch nicht.

ein Kommentar von Joachim Wille

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Wir brauchen eine Bundesverkehrsministerin

Lächelnde blonde Frau am Steuer eines Pkw.

Es droht nicht der Untergang des Abendlandes, wenn ein Tempolimit eingeführt wird. Dieses würde ganz direkt zum Klimaschutz beitragen – und auch generell zur PS-Abrüstung auf den Straßen. Die Mehrheit der Bundesbürger, vor allem der Bürgerinnen, ist da zum Glück schon viel weiter als ihr Verkehrsminister.

ein Kommentar von Joachim Wille

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Merkel muss noch mal ran

Angela Merkel mit besorgtem Gesicht

Die Bundeskanzlerin hat den Streit in der Kohlekommission zur Chefsache gemacht und die blockierenden Ministerpräsidenten der Kohleländer zum Gespräch geladen. Dass die jetzt mehr Geld für den Strukturwandel bekommen, ist gut. Dass das nicht an starken Klimaschutz geknüpft wird, ist ein Manko, um dessen Ausgleich sich Merkel auch höchstselbst kümmern sollte.

ein Kommentar von Joachim Wille

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Sisyphus im Schnee

Dem trockenen Rekordsommer folgt ein Winter mit ungewöhnlich viel feuchtem Schnee. In Oberbayern, Österreich und der Schweiz herrscht Chaos. Der Klimawandel könnte solche Extremereignisse häufiger auftreten lassen.

ein Kommentar von Joachim Wille

Kommentar

Frau Bundeskanzlerin, überraschen Sie uns damit, was möglich ist!

Aufnahme aus dem All: Hitzesommer 2018 ist vom All aus sichtbar

Als Schicksalsfrage bezeichnet Angela Merkel den Klimawandel in ihrer Neujahrsansprache – und lässt dazu Aufnahmen der Erde aus dem All einblenden. Ein Anzeichen, dass die Kanzlerin ihre Klimapolitik beherzter angehen wird? Wahrscheinlich nicht – zu oft hat Merkel schon vom Klima geredet und nichts getan.

ein Kommentar von Sandra Kirchner

Kommentar

Ein Erfolg mit Schwindsucht

Das Bild zeigt den Schriftzug "COP24"

Formal gesehen war die Klimakonferenz in Katowice ein Erfolg. Doch der Gipfel hat auch gezeigt, dass die Weltgemeinschaft von den nötigen radikalen Schritten zur Bekämpfung der Klimakrise immer noch weit entfernt ist.

ein Kommentar von Joachim Wille

Kommentar

Paris-Abkommen hat Test bestanden

Im Pariser Klimaabkommen konnten die Differenzen zwischen den Staaten noch in Formulierungen kaschiert werden. Für das Regelwerk, das für alle die gleiche Grundlage zur CO2-Berichterstattung und für Maßnahmen zum Klimaschutz schafft, war das nicht mehr möglich. Dass auf der Klimakonferenz in Polen trotzdem eine Einigung gelang, ist ein großer Erfolg.

ein Kommentar von Christian Mihatsch

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Der Job der SPD

Zwei Arbeiter bauen große Buchstaben S, P und D für einen SPD-Parteitag auf.

Mit einer Abkehr von der "Agenda 2010" versucht die SPD zu retten, was zu retten ist. Doch weiterhin fehlt ihr der Plan für die ökologische Erneuerung. Dabei war sie schon mal auf dem Weg dorthin – vor über 25 Jahren. Ihre vielleicht letzte Chance liegt darin, hier wieder anzuknüpfen.

ein Kommentar von Joachim Wille

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Wo bleibt die Revolution?

Qualmende Fabrikschlote

Die COP 24 in Katowice hat begonnen. Der dritte Klimagipfel nach Paris wird an den von dort ausgesandten Signalen gemessen, ob der 2015 beschworene Wille zum Abschied von den fossilen Energien überhaupt trägt. Doch bisher steuert die Welt faktisch weiter mit Vollgas in die Klimakrise.

ein Kommentar von Joachim Wille

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Ein Affront für die Kohlekommission

Hier sieht man einen Braunkohlebagger.

Dass die Kohlekommission wohl in die Verlängerung geht, ist peinlich für Deutschland. Der Vorgang zeigt, dass es nicht funktioniert, die Verantwortung für den nötigen Strukturwandel an eine Kommission auszulagern.

ein Kommentar von Joachim Wille

Kommentar

Macron im Spritpreis-Dilemma

Umwelt- und klimapolitisch hat Frankreichs Präsident Macron nur etwas Vernünftiges, Überfälliges getan. Dass die höheren Mineralölsteuern den Volkszorn so zum Kochen bringen, liegt auch an der generellen Benachteiligung ländlicher Regionen, wo das Auto nach wie vor unverzichtbar ist.

ein Kommentar von Axel Veiel (Paris)

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Das Megawatt-Puzzle

Rheinbraun-Bagger 255 im Tagebau Inden und dem Kraftwerk Eschweiler im Hintergrund.

Bald nun soll die Strukturwandel-Kommission liefern – vor allem einen Vorschlag, wie Deutschland den Kohle-Ausstieg angehen kann. Die Aufgabe gleicht einem riesigen Puzzle. Aber nicht alle Teile passen zusammen und einige liegen nicht einmal auf dem Tisch.

ein Kommentar von Jörg Staude

Vorschläge für CO₂-Preis

Benzinwut 2.0

Auspuff

Die Grünen fordern höhere Steuern auf Heizöl und Erdgas, die Mehrkosten sollen über ein neues "Energiegeld" an alle Bürger zurückfließen. Ist das ein Ausweg aus der verfahrenen Debatte um CO2-Preise? Der Vorschlag müsste doch sogar SPD-Finanzminister Scholz gefallen.

ein Kommentar von Joachim Wille

Kommentar

Freie Fahrt für E-Autos?

E-Auto IAA 2017

Trotz Dieselkrise lebt weiterhin der Glaube an die freie Fahrt mit der motorisierten Blechkiste. Selbst manche Grüne fordern, dass Elektroautos nicht nur kostenfrei parken und die Busspur benutzen dürfen, sondern auch vorgeschriebene Tempolimits erlassen bekommen.

ein Kommentar von Jörg Staude

Kommentar

Mehr, aber zu wenig

Drei Windräder am Horizont vor tiefrotem Abendhimmel.

Dass die Sonderausschreibungen für Windkraft und Solaranlagen jetzt endlich beschlossen wurden, ist gut. Aber Schwarz-Rot muss sich noch einiges mehr einfallen lassen, um bei den erneuerbaren Energien wieder in die Spur zu kommen.

ein Kommentar von Joachim Wille