Zehn Jahre "Dieselgate"

Betrug in Reinform

Diesel Adblue

Der Dieselskandal ist bis heute nicht aufgearbeitet worden, weder juristisch noch politisch. Nötig ist eine radikale Abkehr vom alten Denken in der Autoindustrie und in der Verkehrspolitik.

ein Kommentar von Joachim Wille

EU-Klimaziel für 2035

Schlechtes europäisches Klima

Eine EU-Flagge weht im Wind, hinter ihr die Sonne, daneben eine zerzauste Wolke.

Der EU-Rat hat statt eines verbindlichen Klimaziels nur eine Absichtserklärung beschlossen. Ausgerechnet Deutschland setzte sich nicht wirklich für ein ambitioniertes Ziel ein. An den Klimagipfel in Brasilien sendet Europa ein Signal der Unentschlossenheit.

ein Kommentar von Joachim Wille

"Realitätscheck"

Angst vor der "Reiche-Lücke"

Katherina Reiche bei einem CDU-Vorstandstreffen im Berliner Hotel Estrel.

Das Monitoring, das die Wirtschaftsministerin angefordert hatte, liefert keine Grundlage für ein Ausbremsen der Energiewende. Katherina Reiche muss sich den wirklichen Herausforderungen stellen.

ein Kommentar von Joachim Wille

Automobilausstellung

Kein Zurück zu goldenen Autozeiten

Großer, schwerer, weißer Personenkraftwagen in einer Autoausstellung.

Die Automesse IAA in München zeigt: Deutschlands Autokonzerne haben gerade bei den E‑Fahrzeugen aufgeholt, aber das reicht nicht – weder für das Klima noch für die Arbeitsplätze.

ein Kommentar von Joachim Wille

Kunststoffverschmutzung

Plastikkrise und kein Ende?

Strand und Ölraffinerie

Erneut konnten sich die Staaten nicht auf ein Plastikabkommen einigen. So groß das Problem ist, die Einzelinteressen scheinen stärker zu sein. Dennoch muss weiterverhandelt werden – während ein Bündnis der Ambitionierten vorangeht.

ein Kommentar von Joachim Wille

Welt-Plastik-Gipfel

Exit Plastikkrise

Ein Bagger arbeitet auf einer großen Plastikmüllhalde.

Bei den Verhandlungen um ein Weltplastikabkommen müssen die fortschrittlichen Staaten eine Linie mit den Entwicklungsländern finden, die unter der Plastikflut leiden, aber den radikalen Kurswechsel nicht ohne Unterstützung schaffen.

ein Kommentar von Joachim Wille

Haushalt 2026

Beim Klima auf Abwegen

Erdgaspipelines führen zu einem LNG-Terminal, an dem ein Tankschiff liegt.

Kurz nachdem der Internationale Gerichtshof das 1,5-Grad-Ziel zur Pflicht für alle Staaten erklärt hat, beschließt die Bundesregierung einen Haushalt mit deutlich weniger Klimaschutz. Ein fatales Signal, auch international.

ein Kommentar von Joachim Wille

IGH-Gutachten

Klimaschutz ist Völkerrecht

Festlich ausgestatteter Gerichtssaal mit Holztäfelung, Kronleuchtern und Buntglas-Fenstern vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Vorn sitzen 15 Richterinnen und Richter, im Saal weitere Personen.

Die anhaltende Verletzung des Pariser Klimavertrags ist völkerrechtswidrig, befindet der Internationale Gerichtshof. Möglich werden jetzt neue Klimaklagen. Die Profiteure der fossilen Welt lassen sich so aber nicht stoppen.

ein Kommentar von Joachim Wille

Energiekosten-Debatte

Die Tränen der Stromsteuer-Senker

Eine Familie – Mann, Frau, zwei Kinder – sitzt vor ihrem Einfamilienhaus.

Um die im Koalitionsvertrag zugesagte, aber auf der Streichliste stehende Senkung der Stromsteuer für Haushalte hat sich eine bizarre politisch-mediale Debatte entwickelt. Mit der Realität in Deutschland hat sie wenig zu tun.

ein Kommentar von Jörg Staude

Klimaverhandlungen

Leerstelle Klimapolitik

Flaggen an Fahnenmasten vor einem grauen Himmel.

In den letzten drei Jahrzehnten war meist anderes politisch wichtiger als Klimaschutz – damit hatte eine engagierte Klimapolitik immer zu leben. Doch vermutlich hatte sie noch nie so einen schlechten Stand wie heute. 

ein Kommentar von Joachim Wille

Effizienz

Klärwerke klären ihren Energiebedarf zunehmend selbst

Sprudelndes Abwasser im Belebungsbecken der Kläranlage Kaditz, im Hintergrund die Stadt Dresden.

Um Abwässer zu reinigen, müssen große Energiemengen eingesetzt werden. Kläranlagen können aber viel Strom und Wärme selbst erzeugen, etwa aus der Biomasse im Abwasser. Im besten Fall werden sie so "energieneutral".

von Stefan Schroeter

UN-Meeresschutzkonferenz

Rettung für die Ozeane

Unterwasseraufnahme eines Fischschwarms im blauen Pazifik.

Der UN-Gipfel in Nizza hat sie noch nicht gebracht, aber er war immerhin ein Lichtblick in trüben Zeiten.

ein Kommentar von Joachim Wille

Klimapolitik

Der Wachstums-Klimaminister

Carsten Schneider schaut skeptisch und stemmt einen Arm in die Seite, hinter ihm eine rote Wand mit dem Wahlkampf-Slogan: SPD – besser für Deutschland.

Der Klimaschutz ist in der schwarz-roten Bundesregierung wieder ganz ins Umweltressort zurückgekehrt. Einen Monat nach Amtsübernahme fremdelt der neue Umwelt- und Klimaminister Carsten Schneider (SPD) noch mit der neuen Verantwortung.

ein Kommentar von Jörg Staude

Alpen im Klimawandel

Der Berg warnt

Typische pyramidenförmige Alpenspitze mit Gletschern, um die bergspitze wehen einige Wolken vor tief blauem Himmel, im Vordergrund ein Bergsee.

Der Bergrutsch im Wallis erschüttert uns – zu Recht. Umso nachdenklicher muss stimmen, dass Fachleute einen klaren Zusammenhang mit der Klimaerwärmung sehen.

ein Kommentar von Joachim Wille

Klima-Narrative

Menschenschutz statt Klimaschutz?

Wandergruppe im Harz zwischen abgestorbenen Bäumen.

Ein neues Narrativ verbreitet sich: Klimaschutz ist Menschenschutz. Kann das wieder mehr Akzeptanz fürs Klimathema bringen oder ist es nur eine neue Variante, um die fortgesetzte Ausbeutung der natürlichen Lebensgrundlagen zu rechtfertigen?

ein Kommentar von Jörg Staude

Regierungserklärung

Der neue Klimakanzler

Friedrich Merz in Großaufnahme bei einer Veranstaltung, sein Gesichtsausdruck bewegt sich zwischen aufmerksam, nachdenklich und zweifelnd-distanziert.

In seiner ersten Regierungserklärung hat Friedrich Merz sich zu den Klimazielen bekannt. Doch wie Klimaneutralität bis 2045 wirklich erreicht werden soll, ist unklar. Der Koalitionsvertrag von Union und SPD könnte den Treibhausgasausstoß noch ansteigen lassen.

ein Kommentar von Joachim Wille

Kritik an Regierungserklärung

Tipps für Kanzler Merz in der "Klimakrisen-Kennlernphase"

Vier Frauen sitzen hinter einem improvisierten Podium vor dem Bundeskanzleramt in Berlin, eine spricht ins Mikro. Auf einem Transparent vor ihnen steht: Welt brennt, Zeit rennt!

Die neue Regierung bekennt sich zu den Klimazielen, doch statt die Ärmel hochzukrempeln, liefert sie leere Worthülsen. Fridays for Future fordert Taten und will 100 Tage lang Druck machen. Richtig so.

ein Kommentar von Pia Hesse

Flottengrenzwerte

Zu viel Gas gegeben

Untere Heckansicht eines Pkw mit dem Auspuff, etwas entfernt stehen oder gehen einige Menschen.

Die Autokonzerne dürfen sich bei der Einhaltung der CO2-Grenzwerte in der EU mehr Zeit lassen. Aber das kann sich rächen, nicht nur beim Klimaschutz.

ein Kommentar von Joachim Wille

European State of the Climate

Europas Klima-Job

Ein Auto fährt auf einer Hauptstraße in einer südeuropäischen Stadt, ein öffentliches Thermometer zeigt 45 Grad Celsius.

Europa ist der Kontinent, der sich am schnellsten erwärmt. Ein Grund mehr für die EU, sich beim Klimaschutz nicht an den Blockierern und Bremsern zu orientieren, sondern an dem, was nötig ist.

ein Kommentar von Joachim Wille

Schwarz-roter Koalitionsvertrag

Die Rückschrittskoalition

Die Neubautrasse einer Autobahn zieht sich schnurgerade bis zum Horizont durch die Landschaft.

Nun kommt die Groko Merz mit zu kleinen Ambitionen beim Klimaschutz. Zwar bekennt sich Schwarz-Rot im Koalitionsvertrag zu Klimaschutz und Energiewende, zögert und trickst aber bei den Maßnahmen. In Teilen sind die Pläne sogar rückschrittlich.

ein Kommentar von Joachim Wille